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Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten – ein Auf und Ab der Gefühle

Ziemlich früh stand fest, dass die Maus mit etwa zwei Jahren in die KiTa gehen wird. Meine Elternzeit hatte ich für zwei Jahre beantragt. Nach der Elternzeit wollte ich halbtags wieder arbeiten gehen. Vormittags, 5 Stunden pro Tag, 5 Tage die Woche. Nachmittags war ich dann wieder für meine Kleine da, so der Plan.

Wir meldeten unsere Maus also bei den KiTas an und hofften im September 2019 mit der Eingewöhnung starten zu können. Ab Oktober wäre es für mich dann wieder losgegangen. Tatsächlich erhielten wir auch die Zusage von unserer favorisierten KiTa. Allerdings mit dem Start der Eingewöhnung im Juli 2019. Huch, das war uns eigentlich vieeel zu früh. So freundete ich mich doch gerade erst damit an meine Kleine ab September abzugeben.

Da unsere KiTa im August und September allerdings insgesamt drei Wochen geschlossen hatte und nach den Ferien andere Kinder für die Eingewöhnung geplant waren, mussten wir früher als gedacht starten. Vier Wochen Eingewöhnung, drei Wochen Ferien und nochmal vier Wochen Zeit bis ich wieder arbeiten gehe.

Wie unsere Eingewöhnung verlief, welche Höhen und Tiefen wir hatten, dass möchte ich gerne mit euch teilen. Denn um ehrlich zu sein hatte ich von Beginn an ein wenig Bauchschmerzen bei dem Thema. Mein Herz schlägt eigentlich sehr dafür sie bis zum Kindergartenalter selbst zu betreuen. Leider geht das aber nicht.

Woche 1

Die erste Woche verlief wie im Fluge. Wir sollten erstmal für ein bis eineinhalb Stunden dort bleiben und die Erzieher*innen, sowie Kinder kennenlernen. Uns an die Räumlichkeiten gewöhnen und Abläufe mitmachen. Von Trennung war noch gar keine Rede. Die Maus war von Beginn an sehr gelöst, erkundete alles Neue und trennte sich sogar ein paar Mal für kurze Zeit von mir (ich blieb allerdings noch im Gruppenraum). Sie war so neugierig und verstand noch gar nicht was um sie herum passierte. Es gab keine Tränen, keine Trennungsängste oder ähnliches.

Woche 2

In der zweiten Woche begannen wir mit den ersten Trennungsversuchen. Ich verbrachte etwa die halbe Woche über jeden Tag mehr als eine Stunde im Nebenraum. Sie machte das klasse mit der Trennung und war sich sicher „Mama kommt wieder“. Trotzdem merkte man wie anstrengend die Zeit in der KiTa für sie war. Sie war müder als sonst und suchte nach der Zeit in der KiTa sehr viel Nähe.

Woche 3

Die dritte Woche war ziemlich emotional. Ich hatte das Gefühl, dass sie hier auf einmal verstand was die Trennung für sie bedeutete. Dass Mama eine Zeit lang weg war. Mittlerweile sogar nach Hause fuhr und sie alleine in der KiTa bleibt. Sie blieb jetzt von 09:30 Uhr bis etwa 12:00 Uhr in der KiTa. Aß mit den anderen Kindern zu Mittag und wurde dann wieder von mir abgeholt. In dieser Zeit liefen das erste Mal Tränen und man merkte, dass sie die Trennung nicht wollte. Trotzdem hatte sie auch viel Spaß beim Spielen und Vertrauen zu ihrer Bezugserzieherin.

Woche 4

Der Start der vierten Woche war leider nicht so gut, da die Maus mit Fieber krank Zuhause blieb. Daher machte ich mir etwas Sorgen wie der weitere Wochenverlauf werden würde. Tatsächlich aber war dies die beste Woche bisher. Die Maus spielte sehr viel, vertraute sich auch den anderen Erzieher*innen an und begann sich so richtig für die anderen Kinder zu interessieren. Am letzten Tag vor den Ferien berichtete mir die Bezugserzieherin, dass sie denkt der Knoten sei so langsam geplatzt. Die Maus hatte nicht einmal mehr geweint und war die ganze Zeit über sehr zufrieden.

3 Wochen KiTa Ferien

Dann folgten drei Wochen KiTa Ferien. Ich machte mir im Vorfeld Gedanken wie ich diese Zeit gut überbrücken kann. Wie ich der Maus diese drei Wochen begreifbar machen kann und wie ich verhindere, dass sie die KiTa vergisst. Ich dachte, dass etwas visuelles dabei bestimmt hilft und erstellte einen stark vereinfachten KiTa Ferien-Kalender. Dieser bestand im Prinzip aus so vielen leeren Kästchen, wie es Schließtage gab. Ins letzte Kästchen, der Tag an dem die KiTa wieder losging, fügte ich das Logo der KiTa ein. Der Rest blieb leer. Nun konnte die Maus jeden Tag in den Ferien ein leeres Kästchen mit bunten Filzstiften ausmalen. Ich sagte ihr, dass wenn alle Felder ausgemalt sind, die KiTa wieder losgeht. Und sie verstand es. Der Ferienkalender war das absolute Highlight jeden Tages und sie freute sich mit jedem ausgemalten Kästchen mehr und mehr auf den KiTa Start.

Woche 5

Auf den ersten KiTa Tag nach den Ferien freute sich die Maus unheimlich. Sie erzählte schon Tage vorher davon. Als es aber soweit war, klammerte sie sich ganz arg an mich. Es fiel ihr schwer loszulassen und erst nach einiger Zeit ging sie in den Gruppenraum zum Spielen. Nach der Trennung war wieder alles bestens, sodass wir nach den Ferien zum ersten Mal die Betreuungszeiten erweiterten. Nun brachte ich sie um 09:00 Uhr hin und holte sie etwa um 13:00 Uhr ab. Neu für die Maus war nun, dass sie sich nach dem Mittagessen mit den anderen Kindern ausruhen sollte. Das war für sie ganz schwer und ein sehr emotionales Thema. Bis dato war sie es gewohnt nur bei Mama einzuschlafen (egal ob tagsüber oder abends). Ihr fiel es schwer sich in der KiTa fallen zu lassen und weinte daher auch sehr viel. Der Beginn unserer emotionalsten Zeit der Eingewöhnung.

Das Abgeben und Abholen war nun immer von Tränen begleitet. Die Trennung am Morgen war schwer, aber sobald diese geschafft war, spielte die Maus ganz gelöst in der KiTa. Mama war kein Thema mehr. Sobald es aber wieder ans Abholen ging, kochten die Emotionen wieder hoch. Das war für uns beide richtig schwer und es ging so weit, dass sie mir am Abend vorher sagte sie wolle am nächsten Tag nicht in die KiTa. Die Trennung verarbeitete sie viel im Schlaf, sodass unsere Abende unruhiger waren und sie öfter nach Mama rief.

Woche 6

Woche sechs begann wie Woche fünf aufgehört hatte. Mit einigen Tränen. Dafür war die Zeit in der KiTa aber richtig gut. Sie konnte sich das erste Mal ein bisschen auf das Ausruhen in der KiTa einlassen und fing nicht mehr an zu weinen. Man merkte, dass sie die Trennung jetzt so richtig begriff und zunächst versuchte diese gar nicht zuzulassen. So langsam begriff sie aber auch, dass Mama wirklich immer, immer, immer wieder kommt und sie nicht alleine gelassen wird. Der Montag war sehr emotional, der Dienstag schon etwas besser und der Mittwoch war super. Am Mittwoch konnte ich sie das erste Mal ganz ohne Weinen abgeben und auch beim Abholen ging es ihr sehr gut. Diese Entwicklung stimmte mich unheimlich zufrieden.

Woche 7

Eine Woche die alles veränderte. Nachdem die sechste Woche der Eingewöhnung mit vielen Auf und Abs verbunden war, war ich etwas nervös wie es weitergeht. Es war die vorletzte Woche meiner Elternzeit und so langsam spürte ich den Druck, dass „es doch endlich klappen muss“. Die Verabschiedung am Morgen lief jetzt schon viel besser, aber das Essen in der KiTa und vor allem der Mittagsschlaf machten uns allen (Eltern + Erzieher*innen) noch Sorgen. Am Montag von Woche sieben sprach ich mit der Bezugserzieherin was wir tun können, um der Maus zu helfen. Wir sammelten ein paar Ideen und wollten vor allem den Rhythmus durchbrechen, dass die Kleine jeden Tag Zuhause ihren Mittagsschlaf nachholte, der in der KiTa fehlte. Sie sollte die Sicherheit haben, dass sie auch in der KiTa schlafen darf und nicht bis Zuhause warten muss.

Also sprach ich auf dem Nachhauseweg mit ihr und sagte: „Heute mein Schatz, machen wir das letzte Mal Mittagsschlaf Zuhause. Ab morgen darfst du dann in der KiTa schlafen.“ Sie reagierte darauf erstaunlich entspannt und tatsächlich machte sie, wie von Zauberhand, am darauffolgenden Tag ihren ersten Mittagsschlaf in der KiTa. Ich konnte es kaum glauben und war sooo stolz auf die kleine Maus! Am Mittwoch schlief sie wieder dort und am Donnerstag und am Freitag. Auf einmal war der Knoten geplatzt. Sie ging auf einmal auch richtig gerne in die KiTa. Wo vorher immer noch viel Angst zu spüren war, war jetzt Vorfreude. Und das alles, obwohl der Papa sie ab dem Dienstag morgens zur KiTa brachte. Bisher übernahm ich die Aufgabe, aber mit dem Wiedereinstieg in den Job konnte ich dies nicht mehr tun. Daher war dies nun die Aufgabe des Papas.

Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten - ein Auf und Ab der Gefühle

Wir sind eingewöhnt

Ganze sieben Wochen hat unsere Eingewöhnung gedauert. Plus drei Wochen KiTa Ferien. Ich war sooo froh, dass wir früh mit der Eingewöhnung angefangen hatten. Wir hatten Zeit, brauchten uns und der Kleinen keinen Druck machen und konnten ganz Behutsam vorgehen. Es war eine anstrengende Zeit für alle, die sich am Ende aber auszahlte. Jetzt lief es sehr gut und auch wenn die nächste Talfahrt bestimmt irgendwann nochmal kommt, so bin ich doch sehr beruhigt, dass die Maus angekommen ist. Angekommen bei sich selbst, in der KiTa und bei ihrer Bezugserzieherin. Wir sind richtig stolz!

Jetzt heißt es in Kürze für die Mama sich in den neuen/alten Job einzugewöhnen. Davor habe ich schon großen Respekt und kann nur allzu gut nachvollziehen wie die Maus sich wohl gefühlt haben muss. Aber auch das werde ich irgendwie meistern und schließlich wachsen wir alle an neuen Herausforderungen. Egal ob groß der klein.

Es wird noch ein Beitrag folgen, in dem ich euch die Ideen vorstelle, die wir genutzt haben um die Trennung in der Eingewöhnung zu überbrücken. Sowohl für einen normalen KiTa Tag, als auch in der Ferienzeit. Die Überbrückung der Trennung empfand ich nämlich als ganz besonders wichtig.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten (1,5 – 2 Jahre)

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Weiter geht es mit der Reihe unserer liebsten Kinderbücher. Die Favoriten für Zuhause und für Unterwegs hatte ich euch ja bereits vorgestellt. Heute geht es um unsere liebsten Gutenachtgeschichten. An Gutenachtgeschichten haben wir eine kleine aber feine Auswahl im Schlafzimmer. Diese bewahren wir ganz bewusst getrennt zu den anderen Büchern auf und lesen sie auch wirklich nur abends vor dem Schlafengehen. Mir ist wichtig, dass die Bücher etwas Besonderes für die Maus bleiben und im direkten Zusammenhang zu unserer Abendroutine stehen.

Meistens machen wir es so, dass wir alle Bücher aufs Bett legen und sie sich dann eines aussucht, das sie lesen möchte. Mit der Zeit haben sich ein paar absolute lieblings Gutenachtgeschichten herauskristallisiert. Diese wählt sie dann immer und immer wieder aus. Es kann durchaus vorkommen, dass wir mehrere Wochen jeden Abend dasselbe Buch vorlesen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Gute Nacht, Locke!")

„Gute Nacht, Locke!“ von Ravensburger

„Gute Nacht, Locke!“* erzählt die Geschichte vom Schaaf Locke und ihren Freunden wie sie sich am Abend fertig machen. Sie lesen eine Geschichte, gehen ins Bad, sagen sich gute Nacht und legen sich ins Bett. Als Locke aber nicht schlafen kann, kommen die Freunde zu Hilfe und kuscheln sich zusammen mit Locke ins Bett. Die Geschichte ist ganz toll vorzulesen, schön illustriert und macht einfach gute Laune.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wenn kleine Tiere träumen..." & "Schlaf gut, träum schön!")

„Schlaf gut, träum schön“ von Ravensburger*

In diesem Buch gibt es elf kurze Gutenachtgeschichten. Die Geschichten sind alle ganz unterschiedlich, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir lesen meistens etwa drei bis vier Kurzgeschichten vor. Dank der Abwechslung eignet sich das Buch auch sehr gut für Unterwegs. So braucht man nur ein Buch mitzunehmen und hat für jeden Abend eine andere Gutenachtgeschichte in petto.

„Wenn kleine Tiere träumen“ von CARLSEN

„Wenn kleine Tiere träumen“* ist vom Aufbau her ähnlich die das „Schlaf gut, träum schön“* Buch von Ravensburger. Es gibt 10 Kurzgeschichten zum Vorlesen, welche somit wieder schön viel Abwechslung in die Abendroutine bringen. Am Ende gibt es dann noch ein riesengroßes Klappbild, welches alle Geschichten in einem Bild zusammenfasst. „Wenn kleine Tier träumen“* ist aktuell das liebste Gutenachtbuch von unserer Kleinen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wie kleine Tiere schlafen gehen" & "Wenn kleine Tiere müde sind")

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Oetinger

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“* erzählt in schönen Reimen wie die unterschiedlichsten Tiere schlafen gehen. Es lässt sich wunderbar lesen und für die Maus sind die Reime super mitzusprechen. Einfach richtig toll!

„Wenn kleine Tiere müde sind“ von Ravensburger

„Wenn kleine Tiere müde sind“* ist genau wie das Buch „Wie kleine Tiere schlafen gehen“* aufgebaut. Es erzählt ebenfalls in reimform die Geschichte dazu wie unterschiedliche Tiere schlafen gehen. Nur eben mit anderen Tieren. Auch wenn sich die Bücher ähneln, so finde ich haben beide ihre absolute Daseinsberechtigung.

Eine Abendroutine ohne Bücher kann ich mir wirklich nicht mehr vorstellen. Ich finde es ist einfach das Schönste sich ins Bett zu kuscheln, eine Gutenachtgeschichte vorzulesen und so langsam vom Tag abzuschalten. Die Maus freut sich jeden Abend riesig darauf. Jetzt mit knapp zwei Jahren lesen wir noch recht kurze Geschichten. Ich freue mich schon darauf, wenn wir irgendwann dann mal richtig lange Gutenachtgeschichten vorlesen und sie vielleicht sogar dabei ins Traumland entschwindet. Ja, eine entspanntere Abendroutine kann ich mir kaum vorstellen.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs (1,5 – 2 Jahre)

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Nach dem ersten Artikel zu unseren liebsten Kinderbüchern für Zuhause, kommen heute unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs. Unterwegs und auf Reisen haben wir wirklich immer Bücher mit dabei. Die Maus fordert es richtig ein im Auto zu lesen oder vorgelesen zu bekommen. Auch wenn wir bei jemandem zu Besuch sind werden ganz oft unsere mitgebrachten Bücher herausgeholt.

Bei den Büchern für Unterwegs ist es mir vor allem wichtig, dass sie schön klein und handlich sind und dass die Maus sie selbständig anschauen kann. Ein bisschen Text mit einer schönen Geschichte darf aber auch nicht fehlen. Kleine Bücher, die nicht nur ausschließlich Bilder zeigen, finde ich sind gar nicht so leicht zu bekommen. Ich habe aber eine Reihe entdeckt, die all das kann und die ich daher unheimlich liebe.

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Ich bin das kleine Küken", "Ich bin das kleine Schäfchen", "Ich bin das kleine Kaninchen" & "Ich bin der kleine Hund")

„Ich bin…“ von Ravensburger

Die „Ich bin…“ Bücher von Ravensburger haben die perfekte Reisegröße. Es gibt sie in einer großen Ausführung und in einem ganz kleinen Taschenbuchformat. Das Taschenbuchformat ist der absolute Knaller. Leider sind die Bücher etwas schwer im Handel zu bekommen und schon gar nicht online zu bestellen. An die großen Ausgaben kommt man einfacher ran (daher konnte ich euch auch leider nur diese verlinken). Aktuell haben wir vier der Taschenbuchausgaben. Im Buch wird immer eine Geschichte über den Tag eines kleinen Tieres erzählt. Wie es aufwacht, was es erlebt und wie es am Abend wieder schlafen geht. Sehr süß geschrieben, gut zum Vorlesen und Zuhören für die kleinen Mäuse. Solltet ihr im Handel also zufällig über eine oder mehrere Ausgaben davon stolpern, unbedingt mitnehmen!

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Auf und zu, das kann ich schon!")

„Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena

Eine weitere gute Beschäftigung für Unterwegs stellt das Buch „Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena* dar. Hier gibt es auf mehreren Seiten unterschiedliche Verschlüsse, die die Kleinen öffnen und schließen können. Dabei wird die Konzentration und Feinmotorik trainiert. Eine kleine Geschichte gibt es ebenfalls dazu. Das Buch ist einfach eine nette Abwechslung zu den sonst klassischen Vorlesegeschichten. Wir hatten es damals für unsere Urlaubsreise geholt, auf der es dann auch viel Verwendung fand.

Was ich besonders liebe, wenn wir unterwegs sind und Bücher dabei haben, ist es zu sehen wie andere Personen die Geschichten vorlesen. Man merkt der kleinen Maus dann gleich an, dass sie es ganz toll findet die Geschichte aus einem anderen Mund zu hören. Auch für (kinderlose) Personen, die nicht ganz wissen was sie mit den Kleinen anfangen sollen, sind Bücher immer ein prima Einstieg.

Gerne hätte ich noch ein paar Mitmachbücher wie das von Arena, bei dem die Maus ihre Feinmotorik trainieren kann und sich lange damit beschäftigt. Ich muss dringend mal schauen, ob ich da noch etwas passendes finde. Hat jemand Tipps?

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause (1,5 – 2 Jahre)

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Lesen ist nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib, sondern hat, wie viele Studien zeigen, auch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder. Es reichen schon 15 Minuten am Tag, um diesen positiven Effekt mitzunehmen. Kinder die regelmäßig vorgelesen bekommen verfügen über einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben später im Schnitt bessere Noten und mehr Freude am Umgang mit Texten. 15 Minuten am Tag sind wirklich nicht viel und in meinen Augen für jeden gut machbar. Alleine durch das Einbinden einer Gutenachtgeschichte in die Abendroutine lässt sich schon fasst die Zeit reinholen.

Wir haben mit der Maus ziemlich früh angefangen zu lesen. Weniger mit dem Hintergedanken die Entwicklung besonders zu fördern, sondern einfach weil wir alle Spaß daran hatten und Bücher ein fester Bestandteil unseres Abendrituals vor dem Schlafengehen waren. Mit zunehmenden Alter haben wir auch angefangen vermehrt tagsüber zu lesen. Die Maus verschlingt ihre Bücher und kann die meisten davon auswendig mitsprechen. Wir haben mittlerweile eine richtig schöne Auswahl Zuhause. Welches unsere liebsten Kinderbücher sind, das möchte ich euch gerne zeigen. Hierzu wird es drei Artikel geben. Heute geht es um unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause, es folgen unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs und zum Schluss unsere liebsten Gutenachtgeschichten.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Sachen Suchen die Jahreszeiten", "Sachen Suchen Meine Wimmelbilder" & "Sachen Suchen Im Kindergarten")

„Sachen Suchen“ von Ravensburger

Zuhause lesen wir sehr gerne Bücher mit kurzen Texten über Orte und Situationen die die Maus aus dem Alltag kennt. Solch realitätsnahe Inhalte finde ich ganz toll, da die Maus so Neues lernen kann und bekannte Dinge aus ihrem Umfeld in den Büchern wiederfindet. Besonders gut dafür eignen sich die „Sachen Suchen“ Bücher von Ravensburger. Hier gibt es jede Menge zu sehen und es lassen sich immer wieder neue Details in den Bildern entdecken. Die Bücher nehmen wir auch gerne mit ins Auto, da die Maus sich dort ganz intensiv die Bilder ansieht. Die Bilder sind immer auch ganz witzig gestaltet. So hüpft ein Kind zum Leid der Mutter zum Beispiel in den Brunnen im Zoo oder den Menschen fliegen im Herbst die Mützen vom Kopf.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Zuhause auf dem Bauernhof", "Zuhause am Meer" & "Zuhause in der Stadt")

„Zuhause“ von Magellan

Die „Zuhause“ Reihe von Magellan ist ein wenig mit den „Sachen Suchen“ Büchern zu vergleichen. Die Bücher sind aber deutlich größer. Ich finde diese Bücher besonders schön illustriert und aufbereitet. Die Bilder erstrecken sich jeweils über eine Doppelseite, auf der es viel zu entdecken gibt. Toll ist auch, dass für den Magellan Verlag das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Der Verlag versucht seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und pflanzt zum Beispiel neue Bäume in heimischen Waldgebieten. Alle oben aufgeführten Ausgaben kann ich sehr empfehlen. Es gibt noch die Ausgabe „Zuhause in der Natur“, welche wir leider nicht haben, ich aber noch nachkaufen werde.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Mein erster Märchenschatz" & "Alle vier Jahreszeiten")

„Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg

Ein weiteres ganz tolles Buch ist das „Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg*. Ein wunderschönes Ökobuch. Das Buch baut sich aus einem doppelseitigen Bild auf, welches vier Mal (also für jede Jahreszeit) unterschiedlich illustriert ist. Zwischendrin gibt es dann noch detailreiche Bilder zu jahreszeitenspezifischen Dingen. Es ist unheimlich liebevoll gestaltet. Die Kinder bekommen dadurch ein gutes Gefühl für den Lauf der Natur und den Wandel der Jahreszeiten. Von diesem Ökobuch gibt es noch zwei weitere große Ausgaben und mehrere kleine. Die beiden großen haben wir ebenfalls Zuhause.

„Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger

Kürzlich eingezogen ist bei uns noch „Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger*. In diesem Buch fnden sich neun Märchengeschichten kurz und knapp erzählt und ist sehr schön vorzulesen. Die Maus hört den Geschichten so gerne zu und taucht dabei in die Märchenwelten ein. Wir haben darin locker schon eine halbe Stunde am Stück gelesen. Ein sehr schöner Zeitvertreib für Eltern und Kind (oder auch Omas und Opas).

Das waren unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause. Wir haben noch viele weitere Zuhause, aber diese nimmt die Maus mit Abstand am häufigsten in die Hand. Welche Bücher könnt ihr denn für Zuhause noch empfehlen? Ich muss mich in den Buchhandlungen immer so zurückhalten, da es einfach so viele schöne Bücher für Kinder gibt. Wenn ich eine tolle Bücherreihe gefunden habe, dann kaufe ich unheimlich gerne gleich mehrere Bücher davon (wie man auf den Bildern vielleicht erahnen kann). Wenn man schon etwas Tolles gefunden hat, dann sollte man auch gleich zuschlagen, nicht wahr?

Bis bald, Corinna

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

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Den Sommerurlaub im Süden auf dem Campingplatz zu verbringen war für uns als Kinder jedes Jahr DAS Highlight. Wie haben wir es geliebt. Direkt am Meer sein, frei sein, keine feste Uhrzeiten, nur wenige Regeln und viele neue Freundschaften. Auch unsere Eltern konnten den Urlaub jedes Mal in vollen Zügen genießen und irgendwie bedeutete Campingurlaub für alle die maximale Entspannung. Trotz dessen wir in dieser Zeit Selbstversorger waren, mit allen Vor- und Nachteilen. Selber kochen, selber Abspülen und selber Wäsche waschen. Ähnlich wie Zuhause, aber doch anders.

Genau dieses Erlebnis wünsche ich mir auch für meine Familie und nachdem ich meinen Mann bereits vor Jahren vom Campen überzeugen konnte, fahren wir natürlich auch mit der Maus im Sommerurlaub auf den Campingplatz. Welche Reise Essentials man bei einem Campingurlaub mit Baby so dabei haben sollte erzählte ich euch bereits im letzten Jahr. Damals war die Maus noch nicht ganz ein Jahr alt.

Dieses Mal war sie 21 Monate alt und der Campingurlaub mit Kleinkind sah gleich ganz anders aus, als noch ein Jahr vorher. Trotzdem war es wieder wunderschön und wir haben ihn alle sehr genossen. Wie wir gereist sind, was wir gemacht haben und worauf wir achteten bei unserem Campingurlaub mit Kleinkind, dass möchte ich euch heute erzählen.

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

Die Zielauswahl

Während unserer Camper Karriere haben wir bereits einige Campingplätze kennen und lieben gelernt. Dabei stehen zwei ganz oben auf der Liste. Der „Camping Aquarius“ in Spanien und der „Union Lido“ in Italien. Der eine ganz klein und familiär und der andere riesengroß mit jeder Menge Angeboten. Sie sind miteinander überhaupt nicht zu vergleichen und haben beide ihren ganz eigenen Charme. Besonders auf dem „Camping Aquarius“ sind wir sooo gerne, dort fühlen wir uns so einfach „zuhause“. Hier machten wir im letzten Jahr auch unseren ersten Campingurlaub mit der Maus.

Dieses Jahr wollten wir ganz bewusst einen neuen Platz ausprobieren. Besonders kinderfreundlich sollte er sein, direkt am Meer gelegen, mit gutem Sanitär und in Italien. Das waren unsere wichtigsten Kriterien. Zur Platzauswahl nutzen wir schon seit Jahren den ADAC Campingführer (gibt es mittlerweile auch als App). Hier sind unheimlich viele Campingplätze aufgelistet und man kann sehr einfach filtern, welche für einen selbst in die nähere Auswahl kommen. Nach ein bisschen Recherche entschieden wir uns für einen Campingplatz in der Nähe von Livorno, Italien (Toskana). Dieser schien alle für uns wichtigen Kriterien zu erfüllen und war mit einer Anfahrtszeit von 9 Stunden auch ideal gelegen.

Die An- & Abreise

Mit unserer Erfahrung aus dem letzten Jahr und anderen längeren Autofahrten, war uns sofort klar, dass wir auf dem Hin- und Rückweg eine Übernachtung einplanen. Ziemlich auf halber Strecke lag Como und war damit der ideale Zwischenstopp. Dort übernachteten wir bereits, als wir vor zwei Jahren Urlaub in der Toskana machten. Das Hotel kannten wir daher schon und buchten es kurzerhand nochmal.

Es handelte sich dabei um das „ibis Hotel Como“. Dieses lässt sich sehr gut erreichen, hat moderate Preise und bietet für eine Nacht völlig ausreichende Zimmer. Zudem kommt man von dort ziemlich schnell nach Como an den See (sollte am Nachmittag/Abend noch etwas Zeit sein), es gibt fußläufig einen großen Supermarkt und einen hoteleigenen Parkplatz der in der Nacht abgeschlossen wird.

Dank dieses Zwischenstopps hatten wir pro Etappe etwa 4 – 5 Stunden Fahrzeit am Tag. Das ist mit Kleinkind und auch mit Baby super machbar. Man kann ganz entspannt fahren, hat genügend Zeit für Pausen, kann ausgeschlafen nach dem Frühstück losfahren und kommt zu einer vernünftigen Tageszeit am Ziel an. So kann der Campingurlaub mit Kleinkind gut starten und auch Zuhause kommt man auf dem Rückweg weniger gestresst an.

Zelt Auf- und Abbau

Aktuell gehören wir noch zu den Campern mit Zelt. Unseren Traum vom Wohnwagen möchten wir uns in der Zukunft irgendwann noch erfüllen. Denn mit Zelt braucht es etwas mehr Organisation und Zeit bis alles steht. Ehrlich gesagt machten wir uns vor dem Urlaub ein wenig Gedanken darüber, wie der Zelt Auf- und Abbau mit der Maus klappen wird. Denn es braucht zwei Personen, die gleichzeitig mithelfen. Alleine geht es nicht und helfen konnte die Maus uns dabei leider auch nicht wirklich. Also mussten wir irgendwie für eine gute Beschäftigung ihrerseits sorgen.

Die erste Maßnahme, als wir ankamen, war daher ihr Sandelzeug plus Ball auszupacken und damit eine kleine Ecke zu schaffen, in der sie ganz in Ruhe spielen konnte. Der Plan war gut, die Realität sah anders aus. Viel spannender fand sie das ganze Gepäck, welches aus dem Auto geräumt und auf der Parzelle arrangiert wurde. Also ließen wir sie einfach damit spielen. Passten auf, dass Hammer, Heringe und andere gefährliche Gegenstände aus dem Weg geräumt waren und wuselten so gut es ging um sie herum. Mit dieser Taktik schafften wir es sogar erstaunlich gut das Zelt aufzubauen. Den Pavillon baute der Papa alleine auf, die Mama gespaßte in der Zeit das Kind und umgekehrt passte der Papa auf, als die Mama das Zelt einräumte.

Ähnlich machten wir es auch bei der Abreise. Den Abend vorher packte ich alles im Zelt zusammen, sodass wir dies am Tag der Abreise nicht mehr machen mussten. Also brauchten nur noch die Taschen ins Auto gepackt, das Zelt und der Pavillon abgebaut und die Familie einmal abgeduscht und frisch gemacht werden, bevor wir die Rückreise antraten. Ich finde, wenn man die Kleinen gut in die eigenen Tätigkeiten mit einbindet und nicht als Störenfried empfindet, dann lässt sich so ein Zelt Auf- und Abbau, auch ohne „Babysitter“, wirklich gut meistern.

Auf dem Campingplatz – Organisation, Aktivitäten & Co.

Fertig aufgebaut und eingerichtet konnte der Urlaub starten. Als erste Maßnahme streiften wir über die Anlage, um uns ein wenig zu orientieren. Wo sind die Waschhäuser, der Supermarkt, das Restaurant, der Strand, Pool usw. Richtig toll war das Kinderwaschhaus auf dem Campingplatz. Hier gab es ganz viele Kabinen mit kleinen Toiletten, Duschen, Handwaschbecken und Babybadewannen. Die Maus fühlte sich dort sofort pudelwohl.

Somit nutzten wir in den zwei Wochen ausschließlich das Kinderwaschhaus, um sie frisch zu machen. Der Versuch mit ihr zusammen in der „Erwachsenendusche“ zu duschen scheiterte kläglich. Das hatte zur Folge, dass das Fertigmachen am Abend immer etwas länger dauerte. Somit hatten wir nach ein paar Tagen die folgende Routine: Zurück am Zelt schnappte ich mir die Duschsachen der Maus und ging mit ihr zum Kinderwaschhaus. Dort duschte ich sie und machte sie fertig. In derselben Zeit konnte der Papa alleine duschen.

Danach war ich dran mit alleine duschen und der Papa nutzte die Zeit um das Abendessen zuzubereiten. Die Maus spielte dann meist an der Parzelle oder half dem Papa beim Kochen. Wenn ich vom Duschen kam war das Essen meistens schon fertig und wir konnten alle zusammen zu Abend essen. Insgesamt hat das ganze Prozedere bestimmt über eine Stunde gedauert. Uns war aber wichtig, dass alle auf ihre Kosten kommen und auf nichts verzichten müssen (z.B. in Ruhe duschen zu können). Daher nahmen wir den Zeitaufwand gerne in Kauf.

Ansonsten ließen wir die Tage sehr auf uns zukommen. Wir planten nur wenige Ausflüge und genossen es auch einfach mal nichts zu machen. Die Maus ließen wir sich frei in unserem Blickfeld bewegen, sodass sie die Umgebung erkunden konnte. Sie sah jeden Tag sooo dreckig und staubig vom Spielen in der Natur aus, aber genau so muss es sein! Man darf bei einem Campingurlaub mit Kleinkind echt nicht zimperlich sein und muss es einfach ein Stück weit in Kauf nehmen, dass die Füße dauer-dreckig sind, überall Staub klebt und das Kind von oben bis unten in Sand paniert ist. Es brauchte Wochen bis wir den ganzen Sand aus den Haaren gewaschen hatten.

Die Zeit auf dem Campingplatz verbrachten wir meistens am Strand oder am Pool. Beides war auf seine eigene Art und Weise super. Am Strand hatten wir das Meer, die Wellen, den Sand, konnten Schildkröten oder Burgen bauen und hatten jede Menge zu gucken. Der Pool bot sich zum Schwimmen, Planschen und Relaxen an. Wir hatten eine gemütliche Liege, konnten uns Snacks und Getränke an der Bar holen und mussten nicht so übervorsichtig wie am Meer mit der Maus sein. Wir hatten sie dort einfach besser im Blick und mussten uns keine Sorgen über zu hohe Wellen o.ä. machen. Es war die Mischung aus beidem, die es für uns so perfekt machte.

Ansonsten waren wir natürlich jeden Abend in der Mini Disco. Die Maus liebte die Disco und tanzte sich jedes Mal so richtig müde. Gerne waren wir auch auf dem campingeigenen Spielplatz, den Hüpfburgen oder im Bällebad. Im Urlaub entwickelte die Maus das erste Mal Interesse für andere Kinder und da war es natürlich toll sich dort aufzuhalten, wo sich alle tummelten.

Folgende Tagesaufgaben / -abläufe hatten wir nach kurzer Eingewöhnungszeit auch recht schnell eingeteilt. Den morgendlichen Gang zum Bäcker erledigte ich stets zusammen mit der Maus, den Abwasch des Geschirrs machten Mama und Papa immer im Wechsel und generell kümmerte sich immer einer um die Maus, wenn der andere gerade etwas machen wollte/musste.

Die Ausflüge

Vor unserer Zeit mit Kind machten wir etwa jeden zweiten Tag kleinere und größere Ausflüge. Jetzt kommen wir in Summe vielleicht auf drei bis vier Ausflüge innerhalb von zwei Wochen. Das ist deutlich weniger, für uns aber wesentlich entspannter. Wenn wir irgendwohin fahren, dann suchen wir Ziele heraus, die möglichst nah gelegen sind und Möglichkeiten für die Maus bieten sich frei zu bewegen. Einen straff geplanten Städtetrip, herausfordernde Wandertouren oder ähnliches lassen wir bewusst sein. Lieber schlendern wir durch kleine Gassen und schauen uns süße Städtchen an. Ganz ohne Plan, ganz ohne Druck. So erlebt man viel eher positive Überraschungen, als herbe Enttäuschungen.

Während unserer Zeit in der Toskana machten wir insgesamt drei Ausflüge. Das am weitesten entfernte Ausflugsziel war etwa 20 Minuten zu fahren. Die Ausflüge machten wir alle vormittags, sodass wir nicht gerade in der prallen Mittagssonne herumliefen und auf dem Rückweg immer noch einen kurzen Stopp zum Einkaufen einplanen konnten. Zurück am Platz konnte die Maus dann direkt ihren Mittagsschlaf machen. Generell ist das Kombinieren der Ausflüge mit dem Lebensmitteleinkauf ein Tipp den ich empfehlen kann. So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und alles auf einer Tour erledigen.

Der Schlaf

Der Schlaf ist wahrscheinlich ein Punkt über den sich einige Gedanken machen, wenn es darum geht einen Campingurlaub mit Kleinkind zu planen. Schon nach unserem ersten Campingurlaub wussten wir aber, hier gibt es so gar keinen Grund für Bedenken. Tatsächlich regelt sich der Schlaf im Campingurlaub fast von alleine. Nach drei bis vier Tagen hatte sich bei uns allen ein neuer Rhythmus eingespielt. Der Mittags- und Abendschlaf unserer Kleinen passte sich direkt daran an.

Für den Mittagsschlaf war es uns wichtig immer am Platz zu sein. Dort konnte sich die Maus am besten erholen und auch Mama und Papa konnten eine Pause einlegen. Ich brauchte sie dort nicht einmal in den Schlaf zu schaukeln, zu singen oder ähnliches. Sie schlief einfach bei mir im Arm an der Brust ein, wenn sie müde genug war und ich legte sie dann ins Zelt.

Am Abend verschob sich der Zeitpunkt des Einschlafens recht weit nach hinten. Sie ist immer so gegen 22 Uhr ins Bett gegangen. Um 21 Uhr war Mini Disco, diese dauerte eine halbe Stunde und danach machten wir noch eine kurze Runde über den Platz. So konnte sie nach dem aufregenden Tag, beim Spaziergang, runter kommen. Für uns bedeutete das ab 22 Uhr an der Parzelle zu bleiben. Früher machten wir noch späte Spaziergänge am Strand oder ließen den Abend im Zentrum ausklingen. Heute kuscheln wir uns gemütlich in unsere Campingstühle und genießen den verbleibenden Abend.

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

Das Fazit

Auch wenn ein Campingurlaub mit Kleinkind auf den ersten Blick sehr anstrengend und aufwendig aussehen kann, so empfinde ich ihn als wesentlich entspannter als einen Hotelaufenthalt. Man muss sich einfach drauf einlassen und – so blöd es klingt – sich in gewisser Weise gehen lassen. Keine Gedanken darüber machen, wie man am schnellsten gewisse To Do’s erledigt, nicht davon stressen lassen dass ein paar Hausarbeiten auf einen warten oder dass das Kind fünf Minuten nach dem Duschen gleich wieder so aussieht, als wenn es nie einen Tropfen Wasser und Seife gesehen hätte.

Zusammen den Alltag genießen und erleben, alle einbinden und einfach in den Tag hinein leben. Es findet sich ganz von alleine ein natürlicher Rhythmus und auch ohne Uhrzeiten wird man überrascht sein, wie gut sich die Tagesabläufe wie von alleine regeln. Und ja die richtige Campingausstattung kann gewisse Dinge einfacher machen, ist aber für einen schönen Campingurlaub mit Kleinkind nicht ausschlaggebend. Probiert es doch einfach mal aus und lasst euch von diesem etwas anderen Urlaubsgefühl überraschen.

Gibt es eurerseits Fragen zum Campingurlaub mit Kleinkind? Wenn ja, dann gerne her damit ich freue mich sie zu beantworten!

Bis bald, Corinna

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Werbung – unbeauftragt

Die Montessori Pädagogik hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Ich habe bereits einiges dazu gelesen und versuche stetig hier und da Dinge in unseren Alltag zu übernehmen. Wie zum Beispiel unser Floorbed oder die Spielecke der kleinen Maus. Den Ansatz „Hilf mir es selbst zu tun“ finde ich großartig und merke immer wieder wie positiv meine Kleine darauf reagiert. Sie wird ins Familienleben integriert, hat ihre eigenen Stationen bei uns Zuhause und muss sich nicht der Erwachsenenwelt unterordnen. Sie findet passende Möbel in ihrer Körpergröße vor, kann eigenständig an wichtige Dinge des Alltags herankommen und somit ein vollwertiger Teil der Familie sein.

Dazu müssen ab und zu neue Anschaffungen gemacht werden. Manchmal aber, da lässt sich ganz einfach aus Dingen die bereits Zuhause sind ein neuer Platz schaffen. Wie zum Beispiel unser Montessori Waschtisch im Badezimmer. Ewig lange hatte ich dieses Projekt vor mir hergeschoben, da ich dachte ich muss dafür unheimlich viel Neues besorgen, sägen, bohren und schrauben. Tatsächlich aber war dieser neue Platz für die Maus in weniger als 15 Minuten geschaffen. Das meiste hatten wir bereits Zuhause und nur wenige Kleinteile habe ich neu besorgt. Wie unser Montessori Waschtisch im Bad aufgebaut ist und was ihr dabei beachten solltet möchte ich euch in diesem Beitrag zeigen.

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Die Ausstattung

  • Stuhl als Waschtisch von Ikea (stand bei uns schon seit Jahren unbenutzt in der Wohnung)
  • Spiegel von Ikea (neu)
  • Emaille Schüssel als Waschbecken (im Trödelladen gekauft)
  • Emaille Karaffe von Ikea zum Wasser eingießen (hatten wir bereits Zuhause)
  • Kleine Seifenschale (hatten wir bereits Zuhause)
  • Stück feste Seife
  • 4 Kleine Handtücher (zwei davon als Reserve)
    • das weiße wird bei uns für den Körper verwendet
    • das beige wird bei uns zum Saubermachen verwendet
  • Korb zur Aufbewahrung von
    • der Haarbürste
    • dem Zahnputzbecher mit Zahnbürste und Zahnpasta
  • Haken mit Saugnapf von Ikea (neu)
  • Was ich noch gerne besorgen möchte ist ein kleiner Teppich, um ihn vor den Waschtisch zu legen
    • dieser schafft ein etwas schöneres Raumgefühl
    • die Maus steht nicht mehr barfuß auf den kalten Fliesen
    • die Ausrutschgefahr, wenn Wasser auf den Boden kommt (passiert derzeit noch recht häufig), ist nicht mehr gegeben

Darauf ist zu achten

  • Von links nach rechts arbeiten (bereitet die Kinder nach Montessori auf das Lesen und Schreiben von links nach rechts vor)
    • Handtücher hängen links
    • Seifenschale steht links
    • Karaffe wird von links angereicht
  • Weniger ist mehr – nur die wichtigsten Sachen auf den Waschtisch stellen
  • Utensilien haben kindgerechte Größe und Höhe

Der Ablauf

Der Montessori Waschtisch im Badezimmer wird bei uns zum Fertigmachen am Morgen, am Abend und Zwischendrin zum Händewaschen verwendet. Nachfolgend möchte ich euch unseren Ablauf während des Fertigmachens erläutern.

Zu allererst füllen Mama (morgens) oder Papa (abends) die Karaffe mit Wasser. Wir achten darauf, dass diese nicht zu voll und zu schwer wird. Es sollte gerade so viel Wasser hinein gefüllt werden, sodass ausreichend Wasser in der Schüssel zum Waschen ist. Dann geben wir der Maus die Karaffe von der linken Seite her an und sie füllt das Wasser in die Schüssel.

Nun holt die Maus ihre Zahnbürste und Zahnpasta aus dem Zahnputzbecher und macht die Zahnbürste im Wasser nass. Die Zahnpastatube dreht sie selbständig auf und mit Hilfe von Mama oder Papa wird etwas Zahnpasta auf die Zahnbürste gegeben. Sie stellt die Zahnpasta zurück und putzt sich zunächst die Zähne alleine vor. Nach einer Weile, wenn sie fertig mit „alleine putzen“ ist, putzen Mama oder Papa nochmal nach. Jetzt wird die Zahnbürste im Wasser sauber gemacht, im weißen Handtuch abgetrocknet und zurück in den Zahnputzbecher gestellt.

Nach dem Zähneputzen wäscht die Maus sich das Gesicht. Hierzu befeuchtet sie sich die Hände in der Schüssel und geht damit durchs Gesicht. Wir achten darauf, dass sie überall einmal langwäscht. Das Gesicht zu waschen macht ihr mit am meisten Spaß. Mit dem weißen Handtuch trocknet sie sich nach dem Waschen dann das Gesicht ab.

Jetzt werden die Hände gewaschen. Dazu macht sie sich die Hände in der Schüssel nass, nimmt das Seifenstück aus der Schale, verreibt es zwischen den Händen und legt es wieder zurück. Sie befeuchtet nochmals die Hände und verreibt die Seife. Zum Schluss wäscht sie die Hände im Wasser sauber und trocknet diese mit dem weißen Handtuch ab.

Nachdem die Maus sich fertig gemacht hat wird aufgeräumt. Dazu leert sie das Wasser aus der Schüssel in der daneben stehenden Badewanne aus und nimmt das beige Handtuch, um den Stuhl, die Schüssel, den Boden usw. trocken zu wischen. Dann ist sie fertig!

Alles in allem dauert dieser Ablauf bei uns knappe 10 Minuten.

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Realistisch sein

So wie ich den Ablauf oben beschrieben habe ist es natürlich das Musterbeispiel. Wenn wir ehrlich sind laufen die wenigsten Tage ganz unkompliziert ab. Die Maus ist mal mehr mal weniger konzentriert und möchte mal mehr mal weniger alleine machen. Das Saubermachen zum Schluss überlässt sie im Moment zum Beispiel ganz uns. Auch kann beim Fertigmachen einiges daneben gehen. Die Schüssel wurde schon mal neben der Badewanne ausgeleert, anstatt darin, das Wasser aus der Karaffe etwas zu überschwänglich in die Schüssel gekippt oder die Zahnpasta am Spiegel verteilt.

Ja, auch mich machen solche Momente dann kurz wahnsinnig. Ich versuche mich aber schnell wieder zusammen zu reißen und ruhig zu bleiben. Schließlich muss sie ja all das noch lernen, was wir bereits gelernt haben. Und gerade darum geht es doch. Fehler machen zu können in einer Umgebung die dafür geschaffen ist. Dinge auszuprobieren von denen man noch nicht weiß wie sie funktionieren und dadurch an sich zu wachsen.

Auf keinen Fall sollte man mit der Haltung an die Umsetzung des Waschtisches gehen, dass die Kinder sich auf einmal wie von Zauberhand alleine fertig machen. Viel mehr muss man sich dessen bewusst sein, dass sie weiterhin unsere Unterstützung benötigen. Wir müssen für sie da sein, sie beobachten und unterstützen, wenn sie unsere Hilfe benötigen. Dann ist dieser Waschtisch eine wahrlich tolle Sache für alle. Ich empfinde das Fertigmachen als viel entspannter und erfüllender als noch ohne unseren Montessori Waschtisch im Badezimmer.

Wenn ihr auch Lust auf so einen Waschtisch habt, dann los mit euch. Die Umsetzung ist im Prinzip total einfach und gar nicht so kompliziert wie ich erst dachte. Für unsere Version brauchte ich insgesamt nur drei Dinge neu kaufen und schon konnte der Montessori Waschtisch im Badezimmer aufgebaut werden. Schaut doch mal bei euch Zuhause, was ihr noch so unbenutzt herumliegen habt. Damit lässt sich sicherlich auch ganz einfach ein schöner Platz für eure Kleinen schaffen.

Bis bald, Corinna

Tragen im Test: Der Überblick

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Ich bin Tragemama mit Leib und Seele und liebe es die unterschiedlichsten Tragesysteme zu testen. Immer auf der Suche nach der perfekten Lösung für meine Kleine und mich. Vom Tragetuch bis hin zur Systemtrage war schon einiges dabei und falls du noch etwas Unterstützung bei der Wahl der richtigen Trage für dich und dein Kind brauchst, dann hoffe ich hilft dir diese Übersicht dabei. Zu den detaillierten Erfahrungsberichten kommst du mit einem Klick auf die jeweilige Trage.

Tragen im Test der Überblick

Trage:Shabany Ring SlingSchmusewolke Comfort MaxiCybex Yema TieRuckeliManduca FirstSchmusewolke Musselin Tragetuch
Gewicht des Kindes:3 kg bis 15 kg3,5 kg bis 15 kg3,5 kg bis 15 kg3,5 kg bis 20 kg3,5 kg bis 20 kgGeburt bis 16 kg
Tragemöglichkeiten:Bauch (Neugeborenes)
Hüfte
Bauch
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Material:100% Bio-Baumwolle 100% Bio-Baumwolle (Polsterung: 100% Polyester)Innentuch 100% Baumwolle100% Bio-Baumwolle55% Hanf, 45% Bio-Baumwolle
(Polsterung: 100% Bio-Baumwolle)
100% Bio-Baumwolle
Preis:69 €119 €189,95 €ab 149,90 €124,90 €89 €
Handhabung:++++++++
Komfort/Sitz:++++++++++
Gewichtsverteilung:+++++++++
Optik:++++++++++
Stillen:+++++++++
Ablegen:+++++++++++
Insgesamt:+++++++++

++ sehr gut / + gut / 0 neutral / – weniger gut

Gibt es weitere Tragen, die ihr besonders empfehlen könnt oder wo ihr gerne einen Testbericht zu lesen würdet? Wenn ja, dann lasst es mich doch gerne wissen, denn ich hätte große Lust mich noch weiter durchzutesten.

Bis bald
Corinna

Tragen im Test: Schmusewolke Musselin Tragetuch

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21 Monate ist meine Kleine nun alt und immer noch trage ich sie unheimlich gerne. In der Vergangenheit hatte ich euch bereits einige Tragen vorgestellt, die wir auf Herz und Nieren testeten. Hier kommt ihr zur Übersicht. Heute möchte ich euch eine weitere Tragemöglichkeit zeigen – das Schmusewolke Musselin Tragetuch in der Farbe Wild. Von Schmusewolke habe ich bereits die Comfort Maxi, welche bei uns täglich im Einsatz ist. An ein klassisches Tragetuch hatte ich mich bis jetzt irgendwie noch nicht rangetraut. Die Anwendung wirkte auf mich kompliziert und ich war mir nicht sicher, ob das Tragen darin so viel besser bzw. anders als mit einer guten Systemtrage sein kann. Eines kann ich euch nach dem fast zweimonatigem Testen schonmal verraten, mein Tragetuch gebe ich nie wieder her!

Tragen im Test - Schmuswolke Musselin Tragetuch

Schmusewolke Musselin Tragetuch

Gewicht des Kindes:Geburt bis 16 kg
Tragemöglichkeiten:Bauch
Hüfte
Rücken
Material:100% Bio-Baummwolle
Preis:89 €
Handhabung:+ in der mitgelieferten Infobroschüre sind alle wichtigen Bindetechniken erklärt, so lässt sich auch ohne Erfahrung das Tragetuch direkt sicher binden
+ der Stoff hält, einmal richtig gestrafft und geknotet, bombenfest (kein Verrutschen, Durchhängen o.ä.)
– der Stoff ist natürlich sehr lang, wodurch beim Binden die Enden auf dem Boden hängen können (achtet beim Binden auf einen halbwegs sauberen Untergrund, um grobe Verschmutzungen zu vermeiden)
– möchte man das Kind flexibel rein- und raussetzen, so muss man im Vorfeld eine dafür vorgesehene Bindevariante nehmen (die „Wickelkreuztrage“ eignet sich dafür zum Beispiel nicht)
Komfort / Sitz:+ sehr weicher angenehmer Stoff
+ das Kind sitzt unheimlich nah, es entsteht ein richtiges Kuschelgefühl
+ die gepolsterten Kanten am Kopf- und im Kniekehlenbereich verhindern unschöne Druckstellen beim Kind
+ kann je nach Belieben unterschiedlich gebunden werden, so ist für jeden die richtige Tragevariante dabei
+ das Tuch fühlt sich ganz leicht an und bietet viel Bewegungsfreiheit für den Träger
+ der Musselin Stoff ist bei warmen Temperaturen sehr angenehm, da er atmungsaktiv und schnell trocknend ist
Gewichtsverteilung:+ ich finde die Gewichtsverteilung mit der „Wickelkreuztrage“ sehr angenehm, auch längere Strecken lassen sich super tragen
Optik:+ wunderschöner, weicher Stoff
+ verschiedene Farbvarianten wählbar
Stillen:+ das Stillen in der „Wickelkreuztrage“ ist problemlos möglich (ich musste dafür auch keine Lockerung der Bindung vornehmen)
Ablegen:+ das Ablegen eines im Tragetuch eingeschlafenen Kindes ist problemlos möglich
– nur der Träger selbst muss sich danach ein bisschen aufwändiger von den Stoffbahnen „befreien“ (das stört das Ablegen des Kindes aber in keinster Weise)
Tragen im Test - Schmuswolke Musselin Tragetuch

Mein Trageerlebnis

Schon als ich mit meiner kleinen Maus schwanger war wusste ich, ich werde mal eine Tragemama. Klar kommt es manchmal doch anders als man denkt, aber in diesem Punkt lag ich mit meinem Bauchgefühl ganz richtig. Sie war gerade mal ein paar Wochen auf der Welt und schon starteten wir die Suche nach der für uns perfekten Trage. Wie ihr wisst sind wir damals bei der Cybex Yema Tie gelandet und waren damit lange sehr glücklich. Zur Entscheidung stand damals allerdings auch ein Tragetuch. Wir überlegten hin und her und entschieden uns aufgrund unserer eigenen Unsicherheiten als Neu-Eltern dagegen. Heute, 21 Monate später, weiß ich dass ein Tragetuch besonders für den Anfang mega schön gewesen wäre.

Das Tragen im Tragetuch ist echt nochmal eine ganz andere Hausnummer als mit einer Systemtrage. Ich finde beide Varianten haben ihre absolute Daseinsberechtigung und beide Möglichkeiten ergänzen sich in meinen Augen perfekt.

Das erste Binden des Tragetuchs ging erstaunlich einfach. Ich verwende aktuell die „Wickelkreuztrage“. Diese Bindemethode geht sehr leicht und ist damit ideal für Anfänger. Beim ersten Testversuch war das Tuch alles andere als perfekt gebunden, ich merkte trotzdem schnell wie wohl die Maus und ich uns damit fühlten. Es fühlt sich so viel kuscheliger an, als mit einer Systemtrage. Näher, inniger und verbundener. Ich weiß gar nicht genau wie ich es beschreiben soll, aber das Gefühl mit dem Tragetuch ist einfach wunderschön.

Die Gewichtsverteilung ist ausgesprochen angenehm. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, es ist nochmal leichter damit zu tragen, als mit einer Systemtrage. Aus diesem Grund verwende ich das Tragetuch auch gerne bei längeren Strecken (z.B. 20 Minuten Fußweg).

Das Angenehme am Tragetuch von Schmusewolke ist vor allem der wunderschön leichte Musselin Baumwollstoff. Dieser ist perfekt für die heiße Jahreszeit, denn Musselin ist sehr atmungsaktiv und luftdurchlässig. Zudem transportiert es wunderbar die Feuchtigkeit. Bei 30 Grad plus kann dies zwar auch nicht das Schwitzen verhindern, aber ich finde der Stoff fühlt sich immer angenehm kühl auf der Haut an.

Schmusewolke hat zudem etwas ganz Besonderes beim Musselin Tragetuch umgesetzt. Und zwar sind die Kanten am Kopf und im Kniekehlen Bereich gepolstert. Dies verhindert, dass der Stoff beim Kind einschneidet und unschöne Abdrücke hinterlässt. Ein weiterer Pluspunkt für dieses schöne Tuch.

Zudem ist mir positiv aufgefallen, dass der Musselin Stoff kein bisschen verrutscht bzw. sich lockert. Das Tuch sitzt richtig schön stramm und bleibt da wo es soll. Ein Auf- und Abhüpfen beim Gehen, Lockern der Bindung oder ständiges Strammziehen der Stoffbahnen entfällt. Einmal richtig gebunden hält es die gesamte Tragezeit.

Was natürlich zu beachten ist und auch ein bisschen der Nachteil eines Tragetuchs im Vergleich zur Systemtrage ist, ist dass das Binden etwas länger dauert, man mehr Stoff „mitschleppen“ muss und das Tuch dadurch ein wenig mehr Platz zum Verstauen benötigt. Man ist mit der „Wickelkreuztrage“ Technik auch nicht ganz so flexibel beim Rein- und Raussetzen des Kindes. Ich weiß aber, dass es andere Bindemöglichkeiten gibt, mit denen das Tuch umgelassen werden kann und ein Rein- und Raussetzen problemlos möglich ist. Zu beachten ist auch, dass der Tuchstoff, aufgrund seiner Länge, beim Binden über den Boden schleifen kann. Daher binde ich am liebsten an einer Stelle, die nicht allzu dreckig ist. Das Tuch lässt sich zwar wunderbar waschen, aber schließlich möchte man das ja auch nicht jede Woche tun.

Fazit:

Insgesamt überwiegen für mich klar die Vorteile des Tragetuchs und besonders die Variante mit dem Musselin Stoff und den gepolsterten Kanten von Schmusewolke gefällt mir sehr. Das Tragetuch würde ich sicherlich nicht als alleinige Tragemöglichkeit nutzen, da es viele Situationen gibt wo eine Systemtrage praktischer ist. Es ist aber die perfekte Ergänzung für eine gute Trageausstattung. Wenn ihr also mich fragt liebe Tagemamas, -papa, -opas, -omas usw. dann holt euch eine passende Systemtrage und zusätzlich ein Tragetuch. Damit steht einer wunderschönen Tragezeit nichts mehr im Wege.

Bis bald
Corinna

Der Leaf Shave – Plastikfrei rasieren

Werbung –  unbeauftragt & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Wenn es darum geht seinen Alltag nachhaltiger und plastikfreier zu gestalten, dann bieten Bad und Küche enormes Potential dazu. Genau in diesen beiden Bereichen startete ich selbst mit nachhaltigeren Alternativen. Besonders im Bad finde ich gelingt die Umstellung ziemlich einfach. Wiederverwendbare Abschminkpads*, feste Seife, Bambus Zahnbürste – um nur einige Dinge zu nennen.

Auch für den konventionellen Einwegrasierer gibt es eine Alternative. Diese nennt sich Rasierhobel. Beim Rasierhobel müssen nur die Klingen und nicht der ganze Rasierer ausgetauscht werden, sollten die Klingen stumpf geworden sein. Das spart Plastikmüll und Geld. Neue Rasierklingen sind wesentlich günstiger, als ein neuer Rasierkopf für den Einwegrasierer.

Um ehrlich zu sein machte mir aber allein schon der Name „Rasierhobel“ etwas Angst und ich probierte bisher nie solch einen aus. Als ich vor ein paar Wochen kurz davor war mir doch mal einen zu holen, stieß ich auf ein ganz tolles Produkt welches genau das zu sein schien, auf das ich so lange wartete. Ein plastikfreier Rasierhobel, der die Vorzüge eines Einwegrasierers vereint. Der Leaf Shave.

Leaf Shave - Plastikfrei rasieren

Die Idee

Der Leaf Shave kommt aus den USA und ist 2017 Teil einer Kickstarter-Kampagne gewesen. Die Gründer wollten einen plastikfreien Rasierer schaffen, den die Leute wirklich lieben. Einen Rasierer der komfortabel, qualitativ hochwertig und von Mann & Frau zu verwenden ist. Ein Produkt in das der Mensch mit Haaren (wie sie es sagen) einmal investiert und lange Freude daran hat. Eine nachhaltige, zeitgemäße Alternative.

Genau dieses Konzept war es, das mich begeisterte. Der Leaf Shave wirkt so stylisch und wertig, dass man nicht annähernd ein bideres Öko Image damit verbindet. Zudem scheint er aufgrund seiner Form und Funktion wesentlich vertrauenswürdiger als der übliche Rasierhobel zu sein.

Die Rasur

Wenn man das erste Mal mit dem Leaf Shave rasiert und bis dato nur Einwegrasierer gewohnt ist, braucht man einen kurzen Moment um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. Der Leaf Shave ist deutlich schwerer als ein Plastikrasierer, liegt aber trotzem sehr angenehm in der Hand. Anders als beim Einwegrasierer kann man selbst entscheiden, ob man ein zwei oder drei Klingen in den Leaf Shave einsetzen möchte. Hierzu wird einfach eine ganz normale, doppelseitige Klinge in der Mitte halbiert und in den Leaf Shave eingesetzt. Bisher nutze ich zwei Klingen und bin damit sehr zufrieden.

Eine weitere Sache an die man sich gewöhnen muss ist, dass man beim Leaf Shave nicht groß Kraft während der Rasur aufwenden muss. Beim Einwegrasierer war ich es gewohnt immer noch leicht nachzudrücken. Wie gewohnt machte ich das beim Leaf zu Beginn auch und wurde mit vier Pflastern an den Beinen belohnt. Hier also mein Tipp: Am Anfang, auf keinen Fall drücken! Gewöhnt euch erst einmal an das neue Gefühl und lasst das Eigengewicht des Leaf für euch arbeiten. Solltet ihr doch noch etwas nachhelfen müssen, dann macht dies sehr vorsichtig. Die Rasur ist deutlich schärfer und gründlicher, als ich es vom Einwegrasierer gewohnt war.

Der große Vorteil des Leaf Shave im Vergleich zum normalen Rasierhobel ist das schwenkbare Kopfgelenk. Dadurch passt sich der Leaf Shave super an die Körperkonturen an. Es ist am Ende also eine gar nicht so große Umstellung weg vom Einwegrasierer hin zum plastikfreien Rasierhobel. Wenn man sich einmal an die Handhabung gewöhnt hat, läuft es danach wie am Schnürchen. Ich bin bisher zumindestens nicht nochmal mit Pflastern aus der Dusche gekommen 😀

Leaf Shave - Plastikfrei rasieren

Das Fazit

In Deutschland ist der Leaf Shave gerade erst auf den Markt gekommen und ist dadurch noch sehr schwer zu erhalten. Jeder der aber die Chance hat an einen ran zu kommen und noch überlegt, ob die knapp 85€ gut investiertes Geld sind, denen kann ich (m)ein ganz klares JA geben. Allein durch die Einsparung der teuren Ersatzklingen der Einwegrasierer hat man das Geld recht schnell raus. Zudem tut man auch noch etwas für die Umwelt. Es fällt kein zusätzlicher Plastikmüll an und sogar die Verpackung des Leaf Shave war zu 100% aus Papier. Ich werde den Leaf Shave auf jeden Fall weiter benutzen und hole mir nichts anderes mehr ins Bad. Mein plastikfreier Rasurtraum ist damit wahr geworden.

Gibt es eurerseits noch Fragen zum Rasieren mit einem Rasierhobel oder zum Leaf Shave selbst? Wenn ja, beantworte ich diese sehr gerne.

Bis bald
Corinna

Nachhaltige Mode – secondhand kaufen

Ich habe mir da ewas vorgenommen. Etwas das ich hätte schon viel früher tun sollen. Etwas das nicht viel Aufwand erfordert, aber gleichzeitig einen großen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit bedeutet. Es muss nicht immer der Jahreswechsel sein, der einen neue Vorsätze formulieren lässt. Es kann auch einfach mal mitten im Jahr sein, an einem x-beliebigen Tag, der sich genau richtig dafür anfühlt, um etwas zu ändern. Dieser Tag war bei mir letzte Woche.

Schon länger beschäftige ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Bewusster zu konsumieren, fairer zu kaufen und ökologischer zu leben. In vielen Bereichen habe ich das auch schon umgesetzt. Vegane Ernährung, Kauf von Bio Lebensmitteln, Müllvermeidung im Alltag, Fokus auf mehr Minimalismus. Trotzdem gibt oder besser gab es einen Bereich in dem es mir extrem schwer fiel.

Mode

Ich liebe schöne Kleidung, arbeite selbst im Fashionbereich und gönne mir gerne mal das ein oder andere hübsche Teil. Früher war es für mich ganz normal in die Stadt zum shoppen zu fahren. Als Hobby. Und das sicherlich einmal im Monat. Heutzutage habe ich das bereits sein lassen. Mein Konsumverhalten ist wesentlich kontrollierter und wenn ich mir etwas kaufe, dann überlege ich vorher sehr gut ob ich es auch wirklich brauche.

Gekauft habe ich in der Vergangenheit ausschließlich in dem Unternehmen für das ich arbeite. Andere fast fashion Ketten habe ich seit bestimmt drei Jahren nicht mehr unterstützt. Trotzdem konsumierte ich weiterhin fast fashion.

Der Markt für faire Mode ist mittlerweile stark gewachsen und eigentlich sollte es umso leichter sein nachhaltige Mode zu beziehen. Leider trifft vieles aber nicht meinen Geschmack. Ich liebe feminine, fließende und locker sitzende Röcke und Kleidchen. Das ist echt schwer in der fairen Modewelt zu finden. Und wenn ich dann mal etwas Schönes fand, war das Teil seeehr teuer (über 200€).

Auch wenn der Preis oft gerechtfertigt ist und wir durch die fast fashion Industrie an zu billige Preise gewöhnt sind, so ist es mir das für ein Teil einfach nicht wert. Erstens muss ich es mir leisten können und zweitens habe ich das Gefühl, lebt das Teil wahrscheinlich nicht so lange, als das sich der Preis ist am Ende rechnet. Aus diesen Gründen haderte ich wirklich sehr damit die Kurve hin zu nachhaltiger und meinen Geschmack entsprechender Mode zu kriegen.

Secondhand – Mein Vorsatz

Mittlerweile habe ich aber einen passenden Weg für mich gefunden nachhaltige Mode zu kaufen. Secondhand ist das Zauberwort. Ich habe mir fest vorgenommen für das gesamte restliche Jahr primär secondhand oder fair produzierte Mode zu konsumieren. Das wird eine ganz schöne Challenge, ist aber dringend notwendig!

In letzter Zeit merkte ich wie gut ich mit dem Kauf gebrauchter Kleidung meinen Kleiderschrank toll bestücken kann und trotzdem nachhaltige Mode unterstütze. Ich kaufe das, was andere nicht mehr tragen oder noch nie getragen haben. Gebe den Kleidungsstücken ein zweites Leben und verlängere den Textilkreislauf.

Wir alle trennen uns viel zu schnell von Kleidungsstücken und nur die wenigsten werden aufgetragen oder gar repariert. Ich habe mal gelesen, dass etwa 40% der Kleidungsstücke nie getragen werden und oft nur eine Saison lang getragen werden. Mode ist zum Wegwerfprodukt geworden und das obwohl sie teilweise unter schlimmen Arbeitsbedingungen produziert wird.

Sicherlich lässt sich darüber streiten, ob secondhand die nachhaltigste aller Varianten ist. Für mich ist dies aber der allerbeste Einstieg auf dem Weg zu nachhaltiger Mode. Ich habe weiterhin eine breite Auswahl an schönen Kleidungsstücken, kann damit auch noch Geld sparen und habe die Gewissheit, dass das Teil für mich nicht neu produziert werden musste.

Mode ist Emotion

Es ist schon ein gewaltiges Gefühl dem fast fashion Markt den Kampf anzusagen. Ich bin mir sicher damit genau das Richtige zu tun. Es macht mir aber auch etwas Angst, da täglich die Versuchungen im Modedschungel auf einen warten und ich hoffe diesen stand halten zu können.

Mode ist für mich ein sehr emotionales Thema und defintiv mehr, als nur eine Sache zum Anziehen. Mode sagt aus wie ich mich fühle, zeigt wie ich mich sehe und unterstreicht meine Persönlichkeit. Gerade deswegen sollte sie aber auch möglichst ökologisch und fair bezogen werden. Damit die Menschen, die an der Lieferkette beteiligt sind, ebenso viel Freude an der Mode haben können!

Erzählt mal, wie steht ihr zu diesem Thema und welche Schritte seit ihr vielleicht schon in Richtung nachhaltiger Mode gegangen?

Bis bald
Corinna