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Haferflocken Nockerl mit Apfel und Birne (vegan)

Das Frühstück ist bei uns Zuhause ja so eine Sache. Ich liebe liebe liebe mein morgendliches Müsli, in das ich alles reinpacke was mir an Nährstoffen wichtig ist. Am liebsten würde ich dieses ebenso für meine Kleine machen, aber sie mag so gar kein Müsli (und auch nicht so gerne frühstücken). Es landet alles gleich wieder auf dem Boden, nachdem es probiert wurde und es zerbricht mir jedes mal das Herz. Wie kann sie nur auf so etwas Gutes verzichten?! Damit die Maus trotzdem irgendwie in den Genuss meiner lieben Haferflocken kommen kann, hatte ich eines Morgens eine fixe Idee. Ich wollte ihr kleine Nockerl backen, die sie zum Frühstück oder auch zwischendrin essen kann. Gesüßt nur mit frischem Obst und am liebsten mit so wenig Zutaten und so schnell gemacht wie möglich.

Also raspelte ich einen Apfel, mischte Haferflocken so lange unter bis sich die Masse gut weiterverarbeiten lies und formte meine ersten Haferflocken Nockerl. Spontan entstanden in gerade mal 5 Minuten. Nach dem Backen war ich sooo gespannt wie die kleinen Nockerl bei der Maus ankommen. Anfänglich war sie skeptisch, aber nach dem ersten Kosten war schnell klar die Dinger schmecken! Seither gehören die kleinen Leckereien zu meinem Standardrepertoire und werden hin und wieder durch die Zugabe anderer Obstsorten varriiert. Ich finde sie unheimlich lecker und dachte, so simpel wie die Haferflocken Nockerl sind muss ich sie unbedingt hier auf dem Blog teilen. Mit Banane kann ich sie mir auch sehr gut vorstellen, allerdings mag die Maus so gar keine Banane, daher gibt es für euch eine Variante mit Apfel und Birne.

Zutaten für ca 12 Stück:

80 g Haferflocken zart
2 TL Leinsamen
1 Apfel
1 Birne

Zubereitung:

1. Den Apfel und die Birne vierteln und entkernen, dann mit einer Reibe fein raspeln.
2. Die geriebenen Früchte mit den Haferflocken und den Leinsamen gründlich vermengen.
3. Teelöffelgroße Portionen der Masse mit den Händen zu kleinen Nockerl formen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad für 15 – 20 Minuten goldbraun backen.

Kleiner Tipp: Probiert ruhig mal aus wie ihr und eure Kleinen die Nockerl am liebsten mögt. An einigen Tagen isst die Maus die Nockerl nämlich am liebsten noch lauwarm, an anderen Tagen lieber eiskalt aus dem Kühlschrank. Ich bin ja eher der Typ lauwarm. Im Kühlschrank lassen sich die Nockerl noch gut ein paar Tage lagern. Somit bietet es sich an einmal eine etwas größere Menge zu backen und davon dann die restlichen Tage zu zehren.

Bis bald
Corinna

Wenn als Mama plötzlich so vieles egal wird

Ich gehöre ja zu den Menschen, denen schnell etwas unangenehm ist. In peinlichen Momenten würde im am liebsten im Boden versinken und wenn ich mit fremden Menschen spreche habe ich oft das Gefühl nur wirres Zeug zu reden. Manchmal würde ich gerne einfach drüber stehen, darüber lachen können und mir weniger Gedanken machen. Meistens gelingt es mir aber doch nicht. Oder soll ich lieber sagen gelang? Denn seit ich Mama bin hat sich in diesem Punkt so einiges gerändert.

Bloß keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen

Denken wir mal an den Sommer – heiße Tage, Freibadzeit. Wie oft war ich im Erwachsenenalter im Freibad? Super selten. Ich glaube ich könnte die Male an beiden Händen abzählen. Wenn ich dann mal im Freibad war, dann habe ich akribisch den richtigen Liegeplatz gesucht. Möglichst viel Platz bis zum nächsten Liegenachbarn, irgendwo wo nicht so viele Leute entlanglaufen und nicht zu weit weg vom Schwimmbecken (man möchte das Laufen im Bikini ja so kurz wie möglich halten). Ein verzweifelter Versuch irgendwie einen Rest Privatsphäre in einem völlig überlaufenen Schwimmbad zu bekommen.

Oder denken wir an das Wartezimmer beim Arzt und den Aufzug im Kaufhaus. Die wohl ungemütlichsten Plätze für Konversation. Man hat das Gefühl alle Augen sind auf einen selbst gerichtet, sobald man etwas sagt und jedes Wort wird mitgehört. Ein lockeres Gespräch in solch einer Umgebung? Nie im Leben!

Meine Superhelden Mama-Kind-Blase

Und jetzt? Jetzt rede ich mit meiner Maus immer und überall. Führe meistens Selbstgespräche, da sie ja noch nicht anworten kann und denke nicht mal darüber was andere wohl sagen. Jetzt freue ich mich über jeden freien Quadratzentimeter im Freibad, auf den ich mich mit der Kleinen platzieren kann und schere mich nicht darüber wer rechts oder links von mir liegt. Privatsphäre? Hauptsache ich kann Kind und Taschen deponieren!

Ich spreche über Windelinhalte ohne rot zu werden. Im Supermarkt taten mir früher die Eltern leid, die mit ihrem schreienden Kind an der Kasse standen und heute bin ich die Mutter, die die Blicke der anderen auf sich zieht. Zum Überraschen ist es mir völlig wurscht und rein gar nicht unangenehm, denn das gehört nunmal zum Mamasein dazu. Ich stehe drüber und kann (meistens) darüber lachen.

Als Mama ist mir mittlerweile so vieles egal geworden. Es zählt nur das eine – meinem Kind soll es gut gehen und das um (fast) jeden Preis. Ich fühle mich manchmal wie in einer Superhelden Mama-Kind-Blase. Unverletzbar und unangreifbar von außen. Ja, an mir prallen die Sachen ab die mich früher hätten grübeln lassen und das ist gut so. Ich mag mein neues, robusteres Mama-Ich. Wir sollten viel öfter darauf pfeiffen was andere wohl denken könnten und selbstsicher unseren Alltag bestreiten! Alle Eltern sind Superhelden und alle haben ihre eigenen Kämpfe zu kämpfen.

Erzählt mal, habt ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Elternsein gemacht?

Bis bald
Corinna

Shuyao – Leidenschaft für Tees & Superfoods

Werbung – PR-Sample & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Ab Oktober geht es ja normalerweise mit den Temperaturen stetig nach unten und genau dann beginnt für mich die Zeit, meine Tees wieder auszugraben. Das restliche Jahr stehen sie wohl behütet in meinem Teeschrank, genau wie mein heißgeliebter Tee-to-go Becher. Bereits vor vier Jahren hatte ich hier auf dem Blog das erste Mal von meinem Shuyao Tee-to-go Becher berichtet und seit insgesamt fünf Jahren begleitet er mich durch die kalte Jahreszeit.

Damals hätte ich nie gedacht, dass ich jemals mit Shuyao zusammenarbeiten darf. Was habe ich mich über die Mail in meinem Posteingang gefreut! Ich mache ja nicht viele Kooperationen, da der Partner 100% zu mir passen muss. Bei Shuyao trifft dies vollkommen zu und daher finde ich es toll, dass ich mich durch ein paar Produktneuheiten und alte Lieblinge testen durfte.

Tee & Superfoods

Bei Shuyao gibt es vor allem eine große Auswahl an losen Teesorten. Entweder bereits vorgepackt in kleinen Tagesportionen oder auch in größerer Menge, wie man es aus dem Teegeschäft kennt. Das Besondere ist, dass die Tees alle naturrein sind. Das Bedeutet es werden keine Aromen, Füll- und Zusatzstoffe verwendet. Viele Sorten gibt es zudem auch in Bioqualität und die Verpackung der Tagesportionen ist aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Neuerdings gibt es bei Shuyao auch Superfoods zu kaufen, ebenfalls in der gewohnt hochwertigen Qualität. Ihr könnt zwischen Shakes, Snacks und Würzen wählen.

Die Tees kannte ich bereits aus den letzten Jahren, die Superfoods waren für mich ganz neu. Daher war ich hier besonders gespannt was sie können und wie ich sie in meinen Alltag einbetten kann. Besonders gerne mochte ich es die Snacks oder Würzen über mein morgendliches Müsli zu geben. Besonders wenn ich mal nicht genügend Obst Zuhause hatte, waren die kleinen Kapseln mein Retter in der Not. Geballte Nährstoffdichte in kleiner Form.

Für diejenigen die die Tees und Superfoods mal ausprobieren möchten, ist die 24x Superfood & Tee Box* sicherlich eine gute Möglichkeit. Hinter 24 Türchen verstecken sich Tees, Snacks, Shakes und Würzen. Während des Testens fühlte ich mich als wäre ich schon in der Vorweihnachtszeit angekommen. So wie beim täglichen Öffnen eines neuen Türchens am Adventskalender. Kleiner Tipp: Diesen gibt es im Übrigen auch bei Shuyao. Die letzten Jahre hat mein Mann mir immer einen geschenkt und ich fand es sooo toll jeden Tag einen neuen Tee ausprobieren zu können.

Tee für unterwegs

Lasst uns über den zu Beginn erwähnten Tee-to-go Becher* reden. Dieser ist nämlich perfekt dafür gemacht die losen Tees auch unterwegs genießen zu können. Man füllt den Tee einfach ein, gießt das heiße Wasser drüber und schraubt den Deckel mit integriertem Teesieb drauf. Voilà, Teegenuss für unterwegs. Die Tees von Shuyao lassen sich dann 3 bis 5 Mal wieder aufgießen, wodurch man den Tee so ziemlich über den ganzen Tag trinken kann. Das Mitschleppen mehrerer Teebeutel entfällt und Einwegbecher werden ebenfalls vermieden. Ein weiterer Pluspunkt, der Becher passt in die meisten Cupholder, sodass ich ihn gerade ständig im Kinderwagen transportiere. Den Becher könnt ihr auch mit allen anderen Tees oder Getränken verwenden. So kann man es gar nicht mehr vergessen genug über den Tag zu trinken, nicht wahr?

Ja, wie ihr merkt berichte ich in diesem Fall sehr gerne über die tollen Produkte von Shuyao. Vor allem weil ich sie bereits vor der Kooperationsanfrage verwendet habe und immer super zufrieden war. Von mir aus kann es also endlich kalt werden, sodass die Teesaison richtig eingeläutet wird. Ich finde bei einer heißen Tasse Tee kann man richtig schön entspannen und die Seele baumeln lassen. Ein bisschen me-time, wenn es der Mamaalltag zulässt.

Bis bald
Corinna

Das Ende der gemeinsamen Elternzeit

Mit gemischten Gefühlen blicke ich auf das Ende der gemeinsamen Elternzeit zurück. Es war eine unvergessliche, intensive Zeit als Familie, in der wir viel erlebt und gemacht haben. Ich merke aber auch, wie mir die Routine im Alltag und geregelte Abläufe am Ende gefehlt haben. Denn gerade weil wir so viel Zeit miteinander hatten, wollten wir natürlich jeden Tag besonders gut nutzen. So entstand für die Zeit Zuhause eine längere to do Liste, die es abzuarbeiten ging und es wurden einige Urlaube geplant.

Wie die gemeinsame Zeit am besten nutzen?

Ich finde es ist immer unglaublich schwer freie Zeit Zuhause gut zu nutzen. Auf der einen Seite möchte man Urlaub haben, entspannen und einfach mal das Zuhause genießen, auf der anderen Seite kann man aber auch sooo viel erledigen. Rückblickend würde ich sagen, haben wir uns in unserer gemeinsamen Elternzeit manchmal etwas zu viel vorgenommen.

Es fühlte sich aber richtig gut an die Dinge erledigen zu können, für die sonst im Mama Alltag zu wenig Zeit war. Endlich schaffte ich es den Balkon zu bepflanzen, konnte liegen gebliebene Aufgaben erledigen und in der Wohnung umräumen. Dadurch waren die Tage aber auch gut gefüllt. Ein „in den Tag hinein leben“ wie wir es uns erst vorstellten war es dann doch nicht.

Der gute alte Rhytmus geriet leider leicht aus den Fugen. Die sonst geregelten Essenszeiten gab es nicht mehr, mal schafften wir nur ein Mittagessen „on the go“ und die Schlafens- sowie Aufstehzeit sahen auch oft unterschiedlich aus. Am Ende standen wir morgens um 09:00 / 09:30 Uhr auf und gingen abends alle fast gemeinsam ins Bett. Vorher waren wir spätestens um 07:30 Uhr wach und die Maus ist am Abend gegen 18:30 Uhr schlafen gegangen.

Einfach mal raus

Eine richtig gute Entscheidung waren in unserer gemeinsamen Elternzeit die Urlaube. Einen Monat Florida, zwei Wochen Spanien, ein Wochenende im Schwarzwald und mehrere Besuche bei der Familie in der alten Heimat. Hier konnten wir richtig abschalten und den Alltag Alltag sein lassen. Bewusst haben wir die Urlaube auf uns zukommen lassen und wollten ohne viele Pläne hineinstarten. Zugegeben, die Florida Reise war jetzt kein klassischer Erholungsurlaub, aber auch in dieser Zeit haben wir gut abschalten können.

Alle Wünsche unter einen Hut bringen

Es kann schwer sein die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb einer Familie gleichwertig zu erfüllen. Der eine mag länger schlafen, der andere steht gerne früher auf. Der eine möchte den Tag ganz in Ruhe angehen, der andere hat unzählige Pläne im Kopf. Der eine ist gerne unter Leuten, der andere lieber alleine. Und dann ist da ja auch noch ein Kind, wessen Bedürfnisse die der Eltern ganz klar in den Schatten stellen. Ohne Absprachen wäre es bei uns wahrscheinlich alles andere als entspannt gewesen. Für uns war es wichtig entweder am Abend zuvor oder am Morgen zu besprechen was wer gerne machen möchte und wie wir den Tag gestalten. So wusste jeder wie der Plan ist und falls etwas anders lief, konnte man direkt einen Plan B entwerfen. Vor allem mit Kind fand ich das sehr wichtig für mich, da sonst sehr schnell Chaos in meinem Kopf entsteht 🙂

Ja, ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge nach dem Ende der gemeinsamen Elternzeit. Ich bin froh wieder alleine den Tagesablauf vorzugeben, den Wecker morgens auf 08:00 Uhr zu stellen und zeitig aufzustehen. Ich bin aber auch traurig, dass die zwei Monate Elternzeit jetzt rum sind und sich die gemeinsame Zeit nun auf Wochenden beschränkt. Es war eine Zeit die ich, jedem der mich fragt, empfehle zu nehmen. Sie ist wunderschön, lehrreich und jeden Cent wert!

Wie habt ihr eure gemeinsame Elternzeit erlebt?

Bis bald,
Corinna

Vegane Waffeln mit Apfelsaft (zuckerfrei)

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Wer hier auf dem Blog schon etwas länger mitliest wird wissen, dass sobald es draußen kälter wird, bei mir die Waffelzeit beginnt. Ich lieeebe Waffeln, denn sie sind so schön schnell gemacht, schmecken zuckersüß und können auch mal schnell zwischendrin gesnackt werden. Eine Sache, die mit Kind nicht gerade unwichtig ist. Damit auch unsere Maus dieses Jahr in den Genuss leckerer Waffeln kommen kann, habe ich mich an einem neuen Rezept für vegane Waffeln mit Apfelsaft gemacht. Ich hatte schonmal ein gutes veganes Waffelrezept mit euch geteilt, allerdings ist dieses nicht zuckerfrei und damit nicht so gut für Babys/Kleinkinder geeignet.

Zutaten für 4 Personen:

300 g Weizenmehl
2 EL Sojamehl*
1 TL Backpulver
100 g flüssige Margarine
200 ml Apfelsaft
1 EL Reissirup
120 ml Reissahne* (oder Hafersahne)
1 TL Zimt
1/2 TL Vanille
1 Msp Salz

Zubereitung:

1. Mehl, Sojamehl und Backpulver in einer Schüssel miteinander mischen.
2. Die flüssige Margarine mit dem Apfelsaft, dem Reissirup, der Reissahne, dem Zimt, der Vanille und der Messerspitze Salz verrühren. Anschließend die trockenen Zutaten nach und nach hinzugeben und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Den Waffelteig 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
3. Nach der Ruhezeit etwa eine Schöpfkelle Teig im Waffeleisen gleichmäßig verteilen und goldbraun backen. Die Waffeln werden dann richtig schön knusprig.

Ein Tipp für die ganz schlauen Füchse unter euch: Eine große Menge Waffeln fertig vorbacken und dann einfrieren. Somit habt ihr immer einen Waffelvorrat Zuhause und könnt nach Bedarf eure Waffeln kurz im Backofen aufwärmen. Diese Methode eignet sich wunderbar, um euren Kleinen zum Frühstück oder als Zwischensnack eine warme Waffel zuzubereiten. Schnell gemacht ohne großen Aufwand.

Durch das enthaltene Sojamehl sind die Waffeln glaube ich leider nicht für Kinder unter einem Jahr geeignet, aber wenn man einen veganen Ei-Ersatz verwendet kann man sie dahingehend abwandeln. Oft wird Banane als Ei-Ersatz im Gebäck verwendet. Mit Bananen kann man unsere Maus jedoch jagen, daher bin ich froh, dass wir mittlerweile das Sojamehl verwenden können.

Was ist denn euer liebstes Waffelrezept in der kalten Jahreszeit?

Bis bald
Corinna

Reise Essentials mit Baby (Flugreise)

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Auf einer Reise mit Baby muss man an ganz schön viel denken. Gleichzeitig muss man auch aufpassen, dass man nicht den gesamten Haushalt einpackt. Dies hat uns besonders für unsere Reise nach Florida vor eine kleine Herausforderung gestellt. Knapp fünf Wochen waren wir unterwegs und da wollten wir natürlich so gut wie möglich vorbereitet sein. Drei Koffer konnten wir mitnehmen und zwei Handgepäckstücke. Übergepäck wollten wir unbedingt vermeiden und so versuchte ich so minimalistisch wie möglich für uns alle zu packen. Welche Reise Essentials mit Baby für uns nicht fehlen durften und somit eingepackt oder vor Ort nachgekauft wurden möchte ich euch heute erzählen.

Reisebuggy

„Warum legen sich manche Familien zwei Kinderwägen zu? Das ergibt doch gar keinen Sinn. Reicht ein guter Kinderwagen nicht aus?!“ Genau das dachten wir bis kurz vor unserer Reise. Wir waren überzeugt, dass ein guter Kinderwagen allen Anforderungen gerecht wird und man eben nur diesen einen benötigt. Dies dachten wir aber nur so lange bis wir die Geschichten von beschädigten Kinderwägen nach Flügen hörten und die Kofferraumgröße unseres Mietwagens studierten. Eine Beschädigung an unserem „guten“ Kinderwagen wollten wir verständlicherweise vermeiden und dachten erst daran eine Schutzhülle zu kaufen. Diese war jedoch genauso teuer wie ein guter gebrauchter Reisebuggy. Als wir uns dann noch unsere drei Koffer plus Kinderwagen im Kofferraum des Mietwagens vorstellten war klar, ein kleinerer und kompakter Reisebuggy* muss her. Wir studierten also die bekannten online Gebrauchtwarenportale und entschieden uns für ein Angebot ganz bei uns in der Nähe. 50€ kostete uns das gute Ding. Unsere Maus – die nie ein großer Kinderwagen Fan war – saß von Anfang an gerne darin und der Buggy ist einfach so schön kompakt. Auch jetzt nehmen wir den Buggy noch sehr gerne, wenn der Kofferraum etwas voller ist oder wir „nur mal eben“ kurz irgendwohin müssen. Komfortabler ist unser großer definitiv, aber ich finde so einen gebrauchten Zweitwagen ziemlich praktisch.

Bequeme Trage

Ohne unsere gute alte Trage geht hier nichts. Zwar sitzt die Maus hin und wieder auch mal gerne im Kinderwagen, aber wenn wir ehrlich sind wird sie die meiste Zeit getragen. Bei dem immer weiter steigenden Gewicht ist es besonders wichtig für uns eine sehr bequeme und rückenschonende Trage zu haben. Unsere Cybex YEMA Tie war eine mit der besten Anschaffungen, die wir bisher getätigt haben. Sie ist fast täglich im Einsatz und auch jetzt, mit über einem Jahr und 10,5 Kilo, kann ich die Maus wunderbar darin tragen. Wir lieben besonders die einfache Handhabung. Sie lässt sich mit nur einem Handgriff am Hüftgurt an Mama oder Papa anpassen und ist im Nu umgebunden. Seit die Maus vier Wochen alt ist ist die Trage im Einsatz, wurde mehrmals gewaschen und funktioniert immer noch tadellos.

Mosquitonetz für den Buggy/Kinderwagen

Dieser Punkt ist sicherlich nicht für alle Reisen mit Baby relevant, in Florida war ein Mosquitoschutz* jedoch zwingend notwendig. Mit Insektenschutz sollte man bei unter Einjährigen ja noch recht vorsichtig sein und so waren wir immer froh, wenn wir einfach das Netz über den Buggy ziehen konnten und die Maus geschützt war. Diese Netze gibt es ganz günstig zu kaufen und passen eigentlich über alle Buggys und Kinderwägen.

Portabler Kindersitz

Eine Sache die wir recht schnell in den USA nachkauften war ein mobiler Kindersitz*. Wir sind zunächst davon ausgegangen, dass es überall einen Hochstuhl geben wird. In unseren Appartements gab es jedoch leider keinen und daher hatten wir uns dazu entschieden eine Alternative zu besorgen. Der Sitz kann auf sogut wie jedem normalen Stuhl befestigt werden und im handumdrehen hat das Baby seinen eigenen Sitzplatz. Sicherheitstechnisch ist ein richtiger Hochstuhl definitiv besser, aber dieser wäre nicht kompakt genug gewesen um ihn auf der Reise immer dabei zu haben. Zurück in Deutschland verwenden wir den Sitz weiter und nehmen ihn immer dort mithin wo wir wissen, dass es keinen Hochstuhl gibt (also zum Beispiel zu Freunden und Bekannten). Das System hat uns voll überzeugt und wenn man aufpasst, dass das Kind nicht zu viele Turnübungen im Sitz veranstaltet, sitzt es dort auch sicher.

Trinkbecher

Flasche, Trinkbecher, Schnabeltasse oder Glas. Es gibt unzählige Möglichkeiten seinem Kind etwas zu trinken anzubieten. Uns war klar, in Florida ist es sehr heiß und schwül, sodass wir auf eine ausreichende Wasserzufuhr bei uns und der Maus achten müssen. Nachdem wir mit unserem ersten Trinklernbecher einen kleinen Fehlkauf erlitten (der Becher war leider nicht richtig dicht und machte somit immer die ganze Tasche nass), kann ich diesen* wärmsten empfehlen. Gefühlt sieht man diesen Becher bei jedem zweiten Kind und auch wir sind begeistert. Er hält dicht, die Maus kann alleine daraus trinken und wenn er mal hinfällt, dann spritzen nur ganz wenige Tropfen heraus.

Sonnencreme

Sonnencreme für Einjährige ist auch wieder so ein Thema für sich. Die einen sagen man soll keine verwenden und die Kinder nur im Schatten lassen, die anderen sagen mit der richtigen Creme ist Sonnenschutz auch möglich. Die Maus nur im Schatten zu behalten wäre in Florida schlichtweg unmöglich gewesen. So gut es ging haben wir versucht sie durch Kleidung, Mulltücher oder Schattenplätze vor der Sonne zu schützen, aber wenn es nicht anders ging haben wir auch zur Sonnencreme gegriffen. Lieber etwas Creme auf der Haut, als Sonnenbrand. Wichtig war mir, dass es eine Naturkosmetik Creme ist und einen mineralischen UV Filter hat. Dieser bleibt auf der Haut und zieht nicht wie der chemische in die Haut ein. Mit der Creme von Weleda* waren wir sehr zufrieden. Sie hat einwandfrei geschützt und der starken UV Strahlung in Florida standgehalten. Es gibt nur einen kleinen Haken – durch den mineralischen Filter sieht die gecremte Haus ziemlich weiß aus. Das ist sicherlich nicht jedermanns Ding, war für uns aber okay.

Wetsuit mit UV Schutz

Wo wir schon beim Sonnenschutz sind – natürlich ist dieser auch beim Baden ganz wichtig. Um es uns und der Maus leicht zu machen und kein mit Creme und Sand paniertes Baby zu haben, hatten wir uns für einen Wetsuit mit langen Armen entschieden. Dadurch war die Maus super geschützt und mit Mütze auf dem Kopf brauchten wir nur noch das Gesicht und die Beine einzucremen. Das war super entspannt und ich glaube ohne den Wetsuit wäre die Gefahr eines Sonnenbrand deutlich größer gewesen. An windigen Strandtagen hält der Wetsuit das Baby zusätzlich noch warm, was ein weiterer Vorteil ist.

Reiseapotheke

Nicht nur für sich selbst, auch für das Baby sollte man eine kleine Reiseapotheke mitnehmen. Schließlich weiß man ja nicht immer welche Medikamente im Ausland angeboten werden und wie man am schnellsten daran kommt. Meist ist dann eh Wochenende, wenn etwas passiert – wer kennt es nicht? Fieberzäpfchen, Fieberthermometer, Wundcreme, Nasentropfen und Pflaster durften bei uns nicht fehlen. Gebraucht haben wir davon glücklicherweise nichts.

Stillicht / Nachtlicht

Unser Stilllicht* ist eines der Dinge, das uns so ziemlich überall hinbegleitet. Wir nutzen es als kleines Nachtlicht. Unser Mäuschen neigt dazu sich nach dem Einschlafen regelmäßig zu melden und dann ist es praktisch wenn man nicht in ein dunkles Schlafzimmer stolpert, sondern noch etwas sehen kann. Die üblichen Nachtlampen in den Unterkünften sind uns meistens viel zu hell, sodass wir dann lieber unser kleines Stilllicht anknipsen. Es ist gerade so hell, dass man sieht wo man hin muss und irritiert den Schlafenden kein bisschen.

Ein Reisebett gehört normalweise natürlich auch zu wichtigen Reise Essentials. Auf unserer Reise kam es allerdings nicht infrage dieses mitzunehmen. In der Regel hat man in allen Unterkünften die Möglichkeit ein Babybett auf Nachfrage zu erhalten. Wo möglich nutzten wir das Babybett um die Maus vor unserer Zubettgehzeit schonmal sicher im Schlafzimmer abzulegen. In der Nacht sind wir dann alle ins Familienbett gewechselt.

Neben den aufgezählten Reise Essentials durften Windeln, Schlafsack, Badezusatz, Spielzeug, Sonnenhut/Mütze, ausreichend Bodys und Kleidung nicht fehlen. Da ich diese Sachen aber als recht selbstverständlich betrachte habe ich sie jetzt mal nicht zu den „großen“ Reise Essentials hinzugezählt.

Im September sind wir ein weiteres Mal verreist. Diesmal war es aber keine Flugreise, sondern ein Campingurlaub mit Autoanreise. Hier haben wir ein paar zusätzliche Dinge mitnehmen können, auf die wir nicht verzichten wollen würden. Was das für Sachen waren teile ich gerne mit euch in einem ergänzenden Beitrag.

Habt ihr weitere Ergänzungen zu Reise Essentials mit Baby? Lasst mir doch gerne auch eure Reiseerfahrungen mit Baby oder Kleinkind da.

Bis bald
Corinna

Elternsein

Bist du bereit dein altes Leben aufzugeben, alles hinter dir zu lassen und nochmal ganz neu anzufangen?

Diese oder eine ähnliche Frage sollte allen werdenden Eltern gestellt werden. Denn dass ein Kind Veränderungen mit sich bringt denke ich wissen alle, aber keiner weiß so wirklich was es bedeuten wird, das Elternsein. Man ist unerfahren, vielleicht ein bisschen naiv und möchte es eh anders machen als die ganzen anderen Eltern.

Von alten Gewohnheiten ablassen, offen für Neues sein, feste Pläne vergessen und am besten ohne Erwartungshaltung an Dinge rangehen. Es akzeptieren wie es ist und auch aus vermeintlich doofen Situationen das Beste machen. Das sind nur wenige Punkte die ich teilweise neu lernen musste und die den Alltag als Mutter/Eltern deutlich entspannten.

An schlechten Tagen sind wir meistens mit dran Schuld

Ich merke immer wieder, dass die Tage an denen alles „verkehrt läuft“ genau diese sind, an denen ich Pläne und Vorstellungen hatte, die nicht umsetzbar waren. Solche Tage an denen ich meinte zu wissen wann das Kind seinen Mittagsschlaf machen soll. Wo ich entscheiden wollte wann sie spielt und ich eine feste Zubettgehzeit im Kopf hatte. Tage an denen ich meine To Do’s erledigen wollte und das Kind halt „mit musste“.

Tatsächlich aber entscheidet immer das Kind wieviel, was und wann ich etwas angehen kann. Nicht weil sie mich im Griff hat, manipulieren möchte oder ihren eigenen Willen durchsetzt. Nein, einfach weil in aller erster Linie ihre Grundbedürfnisse zählen. Weil das kleine Menschlein auf der Welt ankommen muss und Zeit dafür braucht. Raum sich selbst zu entfalten, Grenzen kennen zu lernen, sich selbst zu entdecken und zu lernen. Es ist das Baby, welches neu auf dieser Welt ist und all unsere Liebe, Wärme und Nähe braucht um Sicherheit zu erlangen. Sicherheit im Umgang mit seiner Umwelt, allem Neuen und Fremden. Geborgenheit um ein Selbstvertrauen aufzubauen. Aufmerksamkeit um sich entwickeln zu können und Eltern, die seine Zeichen richtig deuten auch ohne, dass es sprechen kann.

Das erste Jahr im Leben ankommen

Das erste Lebensjahr ist in meinen Augen so unfassbar wichtig. Hier haben wir als Eltern die Chance eine optimale Basis für alles Weitere zu schaffen. Eine Ausgangslage auf der sich unser Kind optimal entfalten kann. Ein Jahr nachdem es wissen soll „meine Eltern sind immer für mich da“. Beschützt und behütet Fehler machen dürfen, auf die Nase fallen, den Kopf stoßen und immer wieder mit der Hilfe der Eltern aufstehen. Selbständig werden und das eigene Ich kennenlernen .

Ja, ich glaube im ersten Jahr muss es so sein, dass das Kind im Mittelpunkt steht und man versucht seine eigenen Pläne drumherum zu bauen. Das heißt nicht sich selbst aufzugeben, nein! Aber seinen vorherigen Egoismus ein Stück weit abzulegen und zu akzeptieren, dass jemand anderes erstmal mehr Zeit und Hilfe benötigt.

Ein bisschen mehr Gelassenheit für jeden von uns

Anfangs versuchte ich alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen, aber es hat selten geklappt. Das Ende vom Lied war eine enttäuschte und gestresste Mutter, ein weinendes Baby und ein Umfeld welches nicht wusste wie es mit der Situation umgehen soll.

Irgendwann habe ich mich damit arrangiert, dass es nicht mehr so läuft wie früher. Dass ich nicht mehr überall dabei sein kann. Dass es der Maus nicht immer gut tut rumkutschiert zu werden. Dass auch sie mal Ruhe und Zeit für sich selbst braucht. Dass wir die Tagesabläufe anders strukturieren sollten und wir uns als Team erstmal einspielen müssen.

Auch heute lasse ich mich immer noch dazu verleiten den Tagesablauf vorgeben zu wollen und werde dann schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, wenn es nicht so klappt wie gewünscht. Das ist mittlerweile aber okay. Ich weiß meine Zeit kommt wieder. Das spüre ich jetzt schon. Und ich weiß ich habe meiner Tochter immer all das gegeben was ich geben konnte. Ich war immer für sie da, konnte sie trösten, ihr Nähe geben, sie unterstützen und begleiten. Ich habe nichts was ich bereue oder anders machen würde und genau das entschädigt für alle Entbehrungen in diesem ersten Jahr.

Heute weiß ich, dass die besten Tage die sind an denen man dem Kind vertraut, dass es sich das holt was es braucht. Dass es schläft wenn es Schlaf braucht und es am besten weiß wann der Zeitpunkt dafür ist. Dass es spielt und sich austobt wie es das zur Entwicklung benötigt. Dass es die Liebe und Zuneigung einfordert, die es braucht – manchmal weniger und manchmal ununterbrochen. Dass es unsere Aufgabe als Eltern ist feinfühlig zu sein, die Grundbedürfnisse zu befriedigen und unseren Kindern Raum zu geben.

Das erste Jahr ist kein einfaches. Nicht für das Kind, nicht für die Mutter, den Vater oder die Partnerschaft. Es ist ein Lernprozess für alle, eine Zeit in der alle Verständnis aufbringen müssen und man gemeinsam an einem Strang ziehen muss. Gleichzeitig ist dieses erste Jahr aber auch wunderschön. Ereignisreich, aufregend und turbulent. Eine unvergessliche, wertvolle Zeit.

Bis bald
Corinna

Fernreise mit Baby

Werbung – unbeauftragt

Einmal für eine längere Zeit im Ausland sein. Reisen, Land und Leute erleben, neue Eindrücke sammeln und den eigenen Horziont erweitern. Diesen Traum hatte ich schon sehr lange, nur bisher fehlte immer die Zeit dazu. Als wir erfuhren, dass wir ein Kind erwarten und ich Elternzeit nehmen werde war mir klar: jetzt ist die Chance diesen Traum wahr werden zu lassen. Wohin es gehen sollte wussten wir noch nicht genau. Erst war die Rede von Schweden, Norwegen oder Kanada. Bei einem Termin in unserem Reisebüro des Vertrauens kam dann irgendwie Florida auf den Tisch. Eine Destination die wir nie vor Augen hatten, trotzdem absolut perfekt für unsere erste Fernreise mit Baby erschien. Zwar ist der Flug mit zehn Stunden sehr lang, aber ansonsten bot Florida in unseren Augen alles für eine entspannte Reise mit Baby. Uns war wichtig, dass wir immer einen guten Plan B haben, sollte unsere Maus mal einen schlechten Tag haben und nicht so viele Aktivitäten mitmachen wollen. In Florida dachten wir, kann man dann auch einfach mal einen Strandtag einschieben, oder am Pool bleiben. In Schweden oder Kanada hätten wir mehr wandern und in der Natur unterwegs sein wollen und wären da wahrscheinlich eingeschränkter gewesen.

Das Transportmittel

Nachdem das Ziel klar war, stellten wir uns die Frage wie wir reisen wollen. Das Reisen mit Wohnmobil oder Mietwagen bot beides Vor- und Nachteile. Schließlich entschieden wir uns für eine Mietwagenrundreise. Diese war preislich attraktiver, wir waren vor Ort flexibler, da wir kein großes Wohnmobil durch die Städte steuern müssten und wir hatten etwas mehr Komfort und Platz in den Appartements.

Die An- und Abreise

Bei der An- und Abreise entschieden wir uns ganz bewusst für Direktflüge von Frankfurt nach Miami und zurück. Auch wenn von Stuttgart ein Direktflug nach Atlanta geht und wir von dort hätten weiter fliegen können, haben wir uns für die Bahnfahrt nach Frankfurt und den dortigen Direktflug entschieden. Zum einen erschien uns eine deutsche Airline mit Baby die sicherere Nummer in Sachen Komfort und Service (von Stuttgart flogen ausschließlich andere Gesellschaften) und zum anderen sparten wir uns die „immigration“ in Atlanta beim Umsteigen. In den USA ist es nämlich so, dass man immer durch die Einwanderungskontrolle muss, auch wenn man nur zwischenlandet oder umsteigt. Wie lange das Prozedere dann dauert ist die große Frage. Es kann ganz schnell gehen oder aber auch mal länger dauern. Diesen Stress wollten wir uns auf jeden Fall sparen und haben daher hin und zurück Direktflüge gebucht. Bei der Airline hatten wir die Möglichkeit vorab den Wunsch nach einem Babybett zu äußern, welches im Flugzeug installiert wird. Diese Chance haben wir natürlich direkt genutzt und zusätzlich Plätze in der dafür vorgesehen Reihe reserviert. Dies würden wir auch immer wieder tun und jedem mit Baby empfehlen!

Die Route

Nachdem alle grundlegenden An- und Abreisefragen geklärt waren, begaben wir uns an die Planung der Route. Mit Zuhilfenahme einiger Reiseführer und Tipps von Freunden bastelteten wir uns unsere Wunschroute zusammen. Fast fünf Wochen galt es zu planen. Ganz Florida stand zur Auswahl und wir mussten nur irgendwie einen Tag vor Rückflug wieder in Miami sein. Eine handvoll Wunschziele hatten wir schon, aber ansonsten waren wir völlig frei wohin es gehen soll. Nach mehrfacher Planung stand sie dann fest unsere Route. 1300 Meilen, 11 Unterkünfte und 31 Nächte. Wir wollten es schaffen fast ganz Florida in dieser Zeit zu sehen. Trotzdem achteten wir darauf fast immer mehrere Nächte an einen Ort zu bleiben, damit es für die Maus nicht zu anstrengend wird. In Fort Myers und Clearwater planten wir jeweils eine ganze Woche ein, um auch mal Zeit für Strandtage zu haben. In Orlando buchten wir fünf Nächte und ansonsten waren wir bis auf ein paar Zwischenstops zwei bis drei Nächte an einem Ort.

Wichtige Dokumente

Bevor es losgehen konnte mussten wir für die Maus noch einen vollwertigen Reisepass beantragen. Dies ist nicht für alle Fernreisen notwendig, allerdings schon für die USA. Auch das Beantragen des ESTA ist ganz wichtig, damit man einreisen darf. Den Papierkram für die Flüge und den Mietwagen ließen wir übers Reisebüro abwickeln, was ein super Support war.

Die Unterkünfte

Bei der Buchung unserer Unterkünfte war uns wichtig möglichst oft in Appartements zu übernachten. So hatten wir zum einen die Möglichkeit selbst zu kochen und zum anderen hatten wir ein eigenes Schlafzimmer mit Türe, sodass wir uns am Abend vor dem Baby nicht anflüstern mussten. Fast alle Unterkünfte buchten wir so, dass sie noch stornierbar waren, falls wir kurzfristig die Route oder Übernachtungszeitraum ändern wollten. Zwei Mal nutzen wir diese Flexibilität auch und buchten um. Alle Unterkünfte hatten wir vor der Abreise in Deutschland vorgebucht.

Der Flug

Zum Zeitpunkt der Abreise aus Deutschland war die Maus gerade acht Monate alt und wir waren sichtlich nervös wie der Flug laufen würde. Der Hinflug war ein Tagflug (es ging früh morgens in Stuttgart am Bahnhof los und wir kamen nachmittags in Miami an) zurück buchten wir den Nachflug (Abflug am frühen Abend in Miami und Ankunft am Morgen in Frankfurt, dann noch Bahnfahrt nach Stuttgart). Insgesamt waren beide Flüge ganz gut, nur viel Schlaf oder Ruhepausen hatten wir nicht. Der Maus viel es sehr schwer richtig zu schlafen, sodass sie hinwegs gerade mal eine Stunde schlief und zurück maximal drei Stunden. Sie war aber die gesamte Zeit ganz lieb und wir haben all unser Entertainment Programm ausgepackt, um sie gut zu unterhalten. Die Flüge waren insgesamt anstrengend aber machbar. Das Wichtigste war, dass wir genügend Platz hatten auf und ab zu laufen und die Maus im Arm zu wiegen.

Jetlag

Ein weiteres „Sorgenkind“ war das Thema Jetlag. Wir fragten uns, ob wir wohl die Nächte wach liegen werden, wenn die Maus nicht schlafen kann, oder ob sie sich schneller an den neuen Rhythmus gewöhnt als wir denken. Gott sei Dank war der Jetlag kein großes Thema. Dadurch, dass wir beim Hinflug alle stundenlang auf den Beinen waren, waren wir am Abend in Miami entsprechend müde und konnten früh schlafen gehen. Der frühe Schlaf führte in den ersten Tagen zu sehr frühem Aufstehen, was aber voll in Ordnng war, da wir so viel machen konnten. Tag für Tag hat sich das Einschlafen und Aufstehen dann immer um etwa eine Stunde nach hinten verschoben, sodass wir etwa nach einer Woche im normalen Rhytmus waren. Ebenso lief es bei uns auf der Rückreise. Wir hatten keine einzige durchwachte Nacht und konnten uns ganz entspannt an die neue Zeitverschiebung gewöhnen.

Der Roadtrip

Dank guter Vorplanung und nicht zu hohen Erwartungen hatten wir eine richtig gute Zeit in Florida. Unser Mäuseli hat die Reise super mitgemacht und sichtlich alles in sich aufgesogen. Sie hat in den fünf Wochen so viel gelernt. Sitzen, krabbeln und klatschen. Ist fremden Menschen gegenüber viel aufgeschlossener geworden und hat das Schlafen im Auto „gelernt“ (daran war vorher nur mit viel Geweine und Gesang von Mama zu denken). Auch für uns als Eltern war die Fernreise mit Baby ein gutes Learning. Wir haben schnell gemerkt, dass eine Reise mit Baby anders geplant werden muss. So achteten wir zum Beispiel immer darauf, dass wir nur den halben Tag Ausflüge machten. Das Mäuseli konnte sich somit in der restlichen Zeit immer austoben. Hatte sie an einem Tag zu wenig Bewegung, holte sie diese gnadenlos abends vor dem Schlafengehen nach. Auch haben wir nicht jeden Tag große Aktivitäten geplant. Wir versuchten eine gute Balance zu halten, indem wir an einem Tag etwas aktiveres machten und am nächsten dann zum Beispiel nur am Strand blieben. Mit dieser Taktik sind wir sehr gut gefahren und hatten so als gesamte Familie eine entspannte Reisezeit.

Rückblickend würde ich immer wieder so eine Fernreise mit Baby machen. Es war eine wunderschöne und aufregende Zeit, die definitiv unvergessen bleibt. Auch das Alter von acht Monaten fanden wir ideal. Sie war noch ruhig genug, um einen langen Flug gut zu überstehen, aber schon so mobil, dass wir sie zum Beispiel überall in einen Hochstuhl setzen und in Ruhe gemeinsam essen konnten. Auch dass ich noch voll stillte, war eine große Erleichterung. So mussten wir uns um Babynahrung keine Gedanken machen. Es war einfach richtig, richtig schön!

Habt ihr noch Fragen zu unserer Reise? Dann lasst mir gerne einen Kommentar da.

Bis bald
Corinna

(Fast) Ein Jahr als Mama

Fast ein Jahr ist es her, dass hier der letzte Beitrag online gegangen ist. Ein Jahr in dem so unglaublich viel passiert ist. Mein Baby ist allmählich zum Kleinkind geworden, sie läuft, sie babbelt unverständliche Geschichten, richtet ein Chaos nach dem anderen an und macht mich jeden Tag aufs Neue unendlich glücklich und dankbar. Es gibt für mich nur noch ein Leben mit ihr und ich liebe es einfach Mama zu sein. Dafür ist jeder Tag aber auch richtig anstrengend. Stets hoch konzentriert sein, immer wachsam ob das Kind einen braucht, spielen, erklären, toben, tragen, stillen und in den Schlaf schaukeln. Schlechte Tage vom Kind geduldig aushalten und immer versuchen die bestmögliche Lösung für alle zu finden. Es ist nicht immer leicht, aber der Satz stimmt „Ein Lachen und es ist alles wieder vergessen“. Es ist all die Arbeit wert und ich möchte es mir nie wieder anders vorstellen!

In all der Zeit habe ich mich zu 100% auf mein Mädchen konzentriert und daher keine Zeit und Muße für den Blog gefunden. Jetzt aber, habe ich das Gefühl, ist der richtige Zeitpunkt um wieder zu starten. Es gibt so viel zu erzählen und so viele Dinge die ich mit euch teilen möchte. Ob es unsere bisher größte Reise nach Florida mit einem acht Monate alten Baby ist, die Erfahrung mit Stoffwindeln zu wickeln, der breifreie Beikoststart, mein Weg zurück in eine Fitnessroutine und und und… Ihr seht, es hat sich so einiges angesammelt.

Wie zu vermuten, wird der Fokus mehr auf dem Thema Mama & Kind liegen, da dies zur Zeit mein Lebensmittelpunkt ist. Aber auch die anderen Kategorien werden ihre Berücksichtigung finden. Ich freue mich auf jeden Fall auf den „Neustart“ und hoffe ihr seid dabei. Bei neuen Geschichten und Erlebnissen im Leben einer Mama.

Bis bald
Corinna

Vegan in der Schwangerschaft

Und wie ernährst du dich jetzt? Kann du weiterhin vegan essen? Musst du auf besondere Dinge achten? Wie bekommst du denn alle wichtigen Nährstoffe? Was sagt deine Frauenärztin?

Diese und weitere Fragen wurden mir mit der Bekanntgabe meiner Schwangerschaft gestellt. Alles verständliche Fragen, wenn man sich mit solch einer neuen Situation konfrontiert sieht. Alles Fragen die auch ich mir im Vorfeld stellte, deren Antworten ich insgeheim aber eigentlich schon kannte.

Wie ist es denn vegan in der Schwangerschaft zu leben? Eine Frage, die ich euch heute aus meiner persönlichen Sichtweise beantworten möchte. Ganz wichtig dabei ist mir zu sagen, dass dieser Beitrag ausschließlich meine persönliche Erfahrung widerspiegelt. Jede Frau erlebt ihre Schwangerschaft unterschiedlich, verfolgt andere Ansätze und trifft andere Entscheidungen. Meine Haltung ist ganz sicher nicht für jeden passend, war für mich aber der ideale Weg. Ein Weg die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen zu können, die eigenen Werte trotzdem nicht komplett über Bord zu werfen und sich einfach gesund und wohl zu fühlen.

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft musste ich feststellen, dass sich mein komplettes Wertesystem zu wandeln beginn. Aufeinmal wirkte alles was bisher so leicht und klar erschien viel komplizierter, warf mehr Fragen auf und wurde wieder und wieder infrage gestellt. Aufeinmal entschied ich nicht mehr nur für mich selbst, sondern auch für ein kleines Menschenwesen, welches auf mich angewiesen ist.

Ja, ich hatte am Anfang einige Sorgen, ob ich denn das Richtige tun würde und wie ich am besten entscheiden soll. Ich wollte unbedingt weiterhin vegan leben und meinen Werten treu bleiben, merkte aber auch, dass ich das „Korsett“ etwas lockern musste. Ich wollte mir nicht vorhalten lassen, dass mein Lebensstil die Entwicklung meines Kindes beeinträchtigt und meine Entscheidungen rein egoistischer Natur sind. Was würde mein Mann davon halten, was meine Familie und Freunde und was meine Ärztin?!

Alles eine Frage der richtigen Nährstoffzufuhr

Glücklicherweise stieß ich bei allen Parteien auf Verständnis und erfuhr nirgendswo Ablehnung oder arge Skepsis. Sogar meine Ärztin war mit meiner Ernährungsweise einverstanden und wies mich lediglich auf ein paar wichtige Punkte hin (ja vielleicht sagte sie auch, dass ich mir überlegen soll Milch und Käse ab und zu zu essen, aber das überlesen wir jetzt 😛 ). Das Positive war, dass sie selbst Vegetarierin ist und meine Einstellung somit ganz gut nachvollziehen konnte. Auf Vitamin B12, Eisen und Calcium sollte ich jedoch dringend achten. Also checkte ich nochmal die Lebensmittel, die ich oft aß und änderte das ein oder andere Produkt ab bzw. nahm es öfter mit auf meine Speisekarte.

Meine tägliche Eisenzufuhr war von vornherein ziemlich gut, den Calcium Bedarf stellte ich durch mit Calcium angereicherte Pflanzendrinks sicher und aß deutlich mehr Kohlsorten, die viel Calcium enthalten. Der Vitamin B12 Bedarf wurde über meine Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere abgedeckt und ich besorgte mir eine mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta, um zusätzlich aufzustocken. Der Verlauf der Schwangerschaft zeigte mir, dass ich scheinbar alles richtig zu machen schien. Meine Blutwerte waren durchweg perfekt.

Es ging mir (bis auf die ersten üblen Wochen) blendend, ich fühlte mich gesund und fit und hatte den ganzen Tag ausreichend Energie. Mein Baby wuchs vorbildlich heran, sah gesund aus und entsprach genau dem, was eine Frauenärztin bei der Untersuchung sehen möchte. Ein vollkommen gesundes Menschlein, mit allem drin und dran. Genauso wie es sein soll.

Neben dem bereits angesprochenen Nährstoffbedarf war eine gesunde und ausgewogene Ernährung natürlich auch sehr wichtig. Eine große Umstellung war dies für mich nicht, da ich bereits vorher ziemlich gesund aß. Ausnahmen gab es natürlich auch mal. Eine Pizza, Schokolade oder ein leckeres Teilchen vom Bäcker haben schließlich noch niemandem geschadet. Solange der überwiegende Teil gesund und ausgewogen ist, alles kein Ding.

Aß ich denn jetzt weiterhin vegan, oder nicht?!

Meine 100% vegane Ernährung wandelte sich. Ein Schock für jeden konsequenten Veganer – ich weiß! Das ist mir aber vollkommen wurscht, da ich feststellen musste, dass ab und zu ein paar Ausnahmen mir einfach gut getan haben. Besonders in den ersten (kotzüblen) Wochen, wo ich oft nicht viel essen konnte und irgendwie immer Hunger hatte, tat ein gutes Käsebrot wahre Wunder. Plötzlich war alles wieder in Ordnung, der Hunger verflog und mir ging es wieder gut. Auch wenn ich unterwegs war und Hunger bekam, war ich mit einer vegatarischen Alternative vollkommen zufrieden. Ohne Baby im Bauch wäre ich so lange umher geschlichen, bis ich halbwegs etwas vernünftiges, dafür aber veganes zu Essen gefunden hätte. Dies wollte ich mit Baby im Bauch nicht tun. Mir war es wichtiger mein Baby und mich satt zu machen, etwas gesundes zu essen und dafür ab und an auch mal eine vegetarische Ausnahme zu machen.

Wenn mich jemand fragen würde, dann würde ich mich zu 80% – 90% vegan in der Schwangerschaft bezeichnen. Die restlichen Prozente wurden mit vegetarischen Optionen aufgefüllt und das empfand ich als absolut richtig für mich. Dazu muss ich auch sagen, dass bei allen vegetarischen Produkten die ich Zuhause aß, ich sehr auf die Herkunft und Herstellung achtete. Wenn ich schon tierische Produkte aß, dann nur unter einigermaßen vertretbaren Bedingungen. Ganz ohne ist selbstverständlich besser, aber immerhin ein kleines bisschen drauf geachtet als gar nicht!

Das Wichtigste in der gesamten Schwangerschaft war für mich, mich stets wohl zu fühlen. Mich nicht für irgendetwas rechtfertigen zu müssen und auf mich und mein Baby zu hören. Ich bin zu 100% froh über meine Entscheidungen und kann heute – mit einem vollkommen gesunden Baby im Arm – sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Auch bei einer nächsten Schwangerschaft würde ich diesen Weg immer wieder wählen.

Die Stillzeit

Natürlich beginnt jetzt eine weitere wichtige Zeit für’s Baby – die Stillzeit. Auch hier ist es super wichtig alle Nährstoffe aufzunehmen, die das Kind braucht und es mit guter Muttermilch zu versorgen. Für diese Zeit werde ich meine vegan/vegatarische Ernährung fortsetzen. Noch etwas mehr vegetarisch als zuvor, da ich sonst echt schwer meinen zusätzlichen Kalorienbedarf decken kann und von einigen Nährstoffen noch mehr aufnehmen muss, als in der Schwangerschaft. Wie es danach weiter geht mag ich noch nicht mit vollkommener Sicherheit sagen. Mein Ziel ist es aber zu einer 100% veganen Ernährung zurück zu kommen. Solange ich nur für mich alleine entscheiden muss, wird dies immer meine erste Wahl sein.

Welche Erfahrungen habt ihr denn mit veganen Schwangerschaften? Habt ihr eventuell noch weitere Fragen, die ich euch beantworten kann? Mich würden ein paar andere Meinungen dazu ja brennend interessieren!

Bis bald ihr Lieben!