Neueste Artikel

Tragehilfen kurz erklärt

Welche Tragehilfe passt zu mir? Eine Übersicht.

Wer über den Kauf einer Tragehilfe nachdenkt, der wird ganz schnell über viele verschiedene Fachbegriffe stolpern, die für Neulinge sehr verwirrend sein können. Tragetuch, Mei Tai, Half Buckle, Full Buckle, Onbuhimo oder Ring Sling. Aber was ist was und welches System ist für wen am besten geeignet? Das erfährst du in diesem Artikel.

Tragetuch

Starten wir mit der wahrscheinlich bekanntesten Tragehilfe. Das Tragetuch. Das Tragetuch gibt es in unterschiedlichen Webarten und kann elastisch oder fest gewebt sein. Ich bevorzuge das fest gewebte Tragetuch, da dieses meines Erachtens einfach mehr Halt gibt und sich auch besser binden lässt. Das Tragetuch ist für jeden geeignet, der gerne bindet. Ob Papa, Mama, Oma oder Opa, es passt sich an den Tragenden individuell an und genauso variabel sind die Tragevarianten. Man kann sein Kind vorne, hinten und seitlich tragen. Zusätzlich gibt es für jede Position verschiedene Bindevarianten. Das Tragetuch erfordert mit das meiste Geschick. Hier ist die Devise, umso öfter gebunden, desto besser und einfacher wird es für den Tragenden. Es lässt sich sehr kompakt verstauen und mitnehmen, hat keine Fremdkörper am Stoff, die das Kind stören könnten und ist vom Neugeborenen bis Kleinkind geeignet.

Mei Tai

Die Mei Tai würde ich als eine Evolution des Tragetuchs beschreiben. Sie hat einen Bauchgurt, den man um die Hüfte bindet und Stoffträger die über die Schultern gebunden werden. Die Vereinfachung zum Tragetuch liegt darin, dass das Kind zunächst in eine vorgebundene Tragehilfe gesetzt wird, bevor die Träger zur Fixierung gebunden werden. So kann die Mei Tai auch mal kurz umgebunden bleiben, wenn das Kind aus der Trage genommen wird. Das Tragetuch müsste man hingegen ganz abnehmen. In der Mei Tai kann das Kind vorne, hinten und seitlich getragen werden. Damit bietet sie genau so viel Flexibilität wie ein Tragetuch, ist in der Anwendung aber etwas einfacher. Die Mei Tai kommt auch wieder ohne Fremdkörper am Stoff aus und kann für jedes Alter verwendet werden.

Half Buckle

Die Half Buckle ist wiederum die Weiterentwicklung der Mei Tai. Hier liegt der Unterschied darin, dass der Bauchgurt nicht mehr gebunden, sondern mit Schnallen verschlossen wird. Die Träger sind weiterhin aus Stoff und werden wie bei der Mei Tai zum Fixieren gebunden. Auch eine Half Buckle kann umgeschnallt bleiben, wenn das Kind rausgesetzt wird. Bei der Verwendung von Fremdkörpern am Tragestoff gibt es große Unterschiede. Einige Hersteller verzichten auch hier auf Schnallen oder ähnliches, andere verwenden welche. Mit einer Half Buckle kann vorne, hinten und seitlich getragen werden und sie ist in der Regel vom Neugeborenen bis Kleinkind zu verwenden.

Full Buckle

Eine Full Buckle Tragehilfe kommt ganz ohne binden aus. Sie hat einen festen Bauchgurt und zwei Schulterträger. Diese können mit entsprechenden Schnallen und Riemen an die Größe des Kindes und an den Tragenden eingestellt werden. Im Prinzip ist die Full Buckle wie ein Rucksack anzulegen. Mit ihr kann das Kind vorne und hinten getragen werden. Was die Größe des Kindes angeht gibt es große Unterschiede. Einige Hersteller bieten eine Full Buckle an, die von Geburt bis zum Kleinkindalter genutzt werden kann, andere bieten eine Variante für Babys (Geburt bis ca. 1 Jahr) und eine Variante für Kleinkinder (ca. 1 Jahr bis 2,5 Jahre) an. Welche Full Buckle für einen selbst infrage kommt, sollte man sich daher gut überlegen. Möchte ich mein Kind nur im ersten Lebensjahr tragen oder kann ich es mir vorstellen es bis ins Kleinkindalter zu tragen?

Onbuhimo

Eine Onbuhimo ist eine Full Buckle ohne Bauchgurt. Sie ist für Schwangere oder Tragende die am Bauch empfindlich sind geeignet. Mit der Onbuhimo wird das Kind hauptsächlich auf dem Rücken getragen. Sie kann aber auch vorne verwendet werden. Empfohlen ist eine Onbuhimo erst ab dem Sitzalter und ist damit für größere Babys bzw. Kleinkinder geeignet.

Ring Sling

Der Ring Sling ist eine Form des Tragetuchs. Dieser besteht aus einer langen Stoffbahn, die an einem Ende zwei Ringe hat. Durch diese Ringe wird das andere Ende des Stoffes hindurchgezogen und befestigt. So erhält man einen „Stoffbeutel“, in den das Kind hineingesetzt wird. Der Ring Sling wird nur über eine Schulter gebunden und sorgt damit für eine einseitige Gewichtsverteilung. Damit eigenet er sich am besten für den kurzweiligen Einsatz. Ein Ring Sling kann die gesamte Zeit umgelassen werden und ist damit schnell einsatzbereit. Getragen wird mit dem Ring Sling vorne oder seitlich und er ist für Neugeborene und Kleinkinder geeignet. Meine Empfehlung ist den Ring Sling als Zweittrage zu nutzen. Aufgrund des kompakten Packmaßes passt er in (fast) jede Handtasche und man hat damit überall eine Tragehilfe zur Hand.

Ich hoffe dieser Artikel konnte einen guten Überblick über die verschiedenen Tragehilfen geben und gestaltet die Entscheidung für den Kauf einer Tragehilfe leichter. So kompliziert der Tragedschungel erst erscheinen mag, so schön ist diese Vielfalt doch auch. Denn so ist auf jeden Fall garantiert, dass jede/r ihre/seine passende Tragehilfe findet!

Corinna

Wunderwaffe Muttermilch – Was sie alles kann

Neun Monate Schwangerschaft liegen hinter der frisch gebackenen Mama, das Neugeborene ist endlich auf der Welt und der Milcheinschuss lässt nicht lange auf sich warten (insofern der Wunsch des Stillens da ist). Dass Muttermilch die optimalste Nahrungsquelle für ein Neugeborenes darstellt, wird jeder Mama klar sein. Eine einzigartige Zusammensetzung die nicht kopierbar ist.

Dabei kann und sollte Muttermilch nicht nur als das reine Nahrungsangebot verstanden werden. Sie kann noch so viel mehr und was, das könnt ihr nachfolgend lesen. Denn in ihr stecken viele tolle weitere Anwendungsmöglichkeiten. Sollte also mal zu viel Milch da sein, dann auf keinen Fall wegschütten bzw. auch mit einem normalen Milchvolumen lassen sich wunderbare Anwendungsgebiete finden.

Selbst getestete Anwendungsmöglichkeiten:

Augentropfen

Kleine Mengen Muttermilch können wunderbar als Augentropfen für das Baby verwendet werden. Zum Beispiel wenn das Neugeborene verklebte Augen nach dem Schlaf hat oder sogar bei einer Bindehautentzündung kann Muttermilch helfen (zusätzlich die Hebamme oder den Kinderarzt konsultieren). Die Anwendung ist ziemlich einfach. Direkt aus der Brust etwas frische Milch in die Augen des Babys träufeln (ein bis zwei Tropfen reichen) und dann mit einem weichen Tuch oder Wattepad von außen nach innen auswischen. Das funktioniert auch mit einer Pipette o.ä.. Ich bin jedoch ein großer Fan davon die Milch direkt aus der Brust zu verwenden. So ist sie gleich steril und es muss nichts gereinigt oder desinfiziert werden.

Wunde Brustwarzen

Auch bei wunden Brustwarzen hilft Muttermilch wunderbar. Einfach nach dem Stillen etwas Milch ausstreichen, auf der Brustwarze verteilen und an der Luft trocknen lassen. Am besten nach jedem Stillen wiederholen.

Hautpflege

Solle das Neugeborene kleine Kratzer oder Babyakne haben, dann kann auch hier frische Muttermilch auf die betroffenen Stellen getupft werden. Das hat bei uns immer prima geholfen, um Wunden schneller heilen zu lassen.

Schnupfen

Verschnupfte Babynasen erfreuen sich sehr an ein paar Tropfen frischer Muttermilch. Diese befeuchtet die Schleimhäute und die Nase lässt sich einfacher putzen und saubermachen. Nach jeder Anwendung konnten unsere Kleinen gleich viel befreiter Atmen. Ähnlich wie bei den Augentropfen bevorzuge ich auch hier die direkte Verwendung aus der Brust. Wer das aber nicht mag, der kann zu einer sterilisierten Pipette o.ä. greifen und ein bis zwei Tropfen Muttermilch in je ein Nasenloch geben.

Milchschorf

Manche Babys haben in ihren ersten Lebensmonaten den so genannten Milchschorf. Auch hier kann das Auftragen von Muttermilch eine Verbesserung bewirken.

Badezusatz

Die wohl gängigste (und zugleich meine liebste) Verwendungsmöglichkeit ist die Muttermilch als Badezusatz zu verwenden. Ein schönes Milchbad ist wunderbar für Baby’s Haut. Hierfür kann auch prima abgepumpte Milch verwendet werden. Gerne friere ich die Muttermilch dafür in Eiswürfelförmchen ein. Somit kann man den Badezusatz ganz einfach portionieren. Wir nehmen etwa ein bis zwei Eiswürfel pro Badewanne.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten (noch nicht selbst getestet):

Juckreiz

Bei Juckreiz soll Muttermilch auch ganz wunderbar helfen. So schafft diese Linderung bei Sonnenbrand, Insektenstichen oder Pusteln nach dem Kontakt mit Brennesseln. Einfach die Milch auf die betroffene Stelle geben und trocknen lassen.

Wunder Po

Ein wunder Baby Po kann ebenfalls mit Muttermilch gepflegt werden. Nach der sanften Reinigung mit Waschlappen und warmem Wasser, die Muttermilch auftupfen und trocknen lassen.

Ohrenentzündung

Sollte das Neugeborene eine Ohrenentzündung haben, so können ein paar Tropfen Muttermilch (mehrmals täglich) Linderung verschaffen. Der Besuch beim Kinderartz sollte verständlicherweise trotzdem erfolgen.

Lippenpflege

Was ich unbedingt noch ausprobieren möchte ist Muttermilch bei trockenen und spröden Lippen anzuwenden. Dies soll Wunder bewirken und ein wahrer Ersatz für Lippenpflegestifte sein. Ein paar Tropfen auf die Lippen geben und schon fühlen sie sich wieder ganz geschmeidig an.

Muttermilch ist eine wirkliche Wunderwaffe und hat uns schon bei einigen Wehwehchen geholfen. Ich finde sie wird oft unterschätzt, da allen primär die optimale Nährstoffzusammensetzung für’s Neugeborene ein Begriff ist. Für mich ist sie definitiv mehr, als nur die beste Nahrung für mein Kind – sie ist meine kleine Geheimwaffe. Zudem ist Muttermilch so verwendet auch super nachhaltig. Man kann sich damit einige Salben, Kosmetika oder Pfegeprodukte sparen. Besser geht’s doch nicht!

Corinna

Trockenwerden

Trockenwerden – Unser Weg mit zweieinhalb Jahren

Werbung – unbeauftragt & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Mittlerweile ist es gut sieben Wochen her, dass unser zweites Kind auf die Welt gekommen ist. Zu Beginn der Schwangerschaft sagte ich noch scherzhaft wie schön es wäre, wenn wir das Trockenwerden der Maus bis dahin durch hätten und somit nur ein Wickelkind zu versorgen wäre. Dass dies nun tatsächlich Realität ist, hätte ich so nicht erwartet. Mit zwei Jahren und acht Monaten ist sie tagsüber, sowie nachts trocken.

In diesem Beitrag möchte ich euch über unseren Weg dorthin berichten. Es geht weniger darum, was wir als Eltern konkret tun können, um unser Kind trocken zu bekommen. Sondern viel mehr darum zu sensibilisieren, um diese Phase des Trockenwerdens optimal zu begleiten. Auf das Kind zu hören, Druck rauszunehmen und den natürlichen Prozess des Trockenwerdens auf sich zukommen zu lassen. Mit kleinen Tipps und Tricks, die uns auf dieser Reise geholfen haben.

Trockenwerden – Der Ablauf

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Als die Maus vor vier Monaten, ziemlich zu Beginn des Corona Lockdowns, eines Morgens sagte: „Ich möchte keine Windel anziehen“. Mein Mann und ich waren kurz stutzig. Keine Windel? Ob das gut geht? Ohne dies aber weiter zu hinterfragen oder sie in eine Richtung zu drängen sagten wir: „Okay, probieren wir es aus.“.

Wir haben in diesem Moment ganz einfach der Maus vertraut. Dass sie weiß was sie tut und anscheinend für sich den richtigen Zeitpunkt gefunden hat, um einen neuen Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen.

Für uns hätte es zeitlich nicht besser sein können. Die KiTa hatte zu, das öffentliche Leben stand still und wir waren aufgrund von Corona eh nur Zuhause. Wenn das keine optimalen Bedingungen waren das Trockenwerden anzugehen, dann weiß ich auch nicht. Also ließen wir es darauf ankommen. Wir ließen die Windel tagsüber weg und nutzten anfangs noch eine Nachtwindel. Die Maus war sichtlich zufrieden und es war ihr absolut bewusst, dass nun eine neue Form der Selbständigkeit auf sie wartete.

Die erste Woche

In der ersten Woche versuchten mein Mann und ich die Maus so oft wie möglich daran zu erinnern, dass sie nun keine Windel mehr anhat und daher die Toilette aufsuchen soll, wenn sie mal muss. Der Reminder war sehr wichtig, da sie im Spiel noch oft vergaß, dass die Windel nun weg war. Natürlich ging in dieser Zeit einiges daneben. Das war aber überhaupt nicht schlimm und genauso kommunizierten wir es auch an sie. Es gehörte zum Prozess dazu und genügend Wechselsachen, sowie Tücher zum Saubermachen hatten wir stets bereit. Eineinhalb Wochen später ging kaum noch etwas daneben. Die Maus wurde sicherer in ihrer körperlichen Wahrnehmung und immer stolzer, dass sie so selbständig war.

Zu dieser Zeit waren wir immer noch viel Zuhause und konnten sie regelmäßig an den Toilettengang erinnern. Ich würde sagen dies war auch mit die wichtigste Aufgabe von uns Eltern, um beim Trockenwerden zu helfen. Für das Kind da sein, regelmäßig erinnern und beruhigen, sollte doch mal etwas daneben gegangen sein. Einfach den Rückhalt und die sichere Umgebung für diese wichtige Entwicklung bieten.

Der weitere Verlauf

Etwa gegen Ende der zweiten Woche nahmen wir uns dann immer weiter zurück, wenn es um das Erinnern an den Toilettengang ging. Sie sollte nun selbst daran denken und merken wann der Richtige Zeitpunkt war zu gehen. Und das machte sie auch richtig gut. Mitten im Spiel flitzte sie dann aufeinmal davon und schaffte es in der Regel rechtzeitig. Den Ablauf auf der Toilette begleiteten wir weiterhin eng. Zeigten ihr die einzelnen Schritte, wiesen auf das Händewaschen danach hin und versuchten für sie einen klaren, immer wiederkehrenden Ablauf zu schaffen.

Das ging wiederum etwa zwei Wochen so. Sie forderte in dieser Zeit die Begleitung auf der Toilette stets bei uns ein. Nach diesen zwei Wochen versuchte sie immer mehr und mehr alleine zu schaffen. Sie war sooo stolz auf sich, wenn sie wieder etwas alleine geschafft hatte!

Wir als Eltern hielten uns stets raus, wenn sie sagte, dass sie etwas alleine machen möchte. Waren aber immer physisch anwesend. Wir waren in etwa die ganze Zeit wie ein Schatten bei ihr. Ein Schatten der da war, sollte sie Hilfe benötigen, der sich aber nie aufdrängte oder meinte sie belehren zu müssen. Nein im Gegenteil. Wir unterstützen die Maus darin es so zu machen wie sie wollte und zeigten nur gewisse Hygieneregeln und Abläufe auf.

Nach insgesamt sechs Wochen würde ich sagen, war das Trockenwerden tagsüber geschafft. Und dann kam kurz darauf auch schon der nächste überraschende Schritt.

„Ich möchte keine Nachtwindel mehr haben.“

Genau das war der danach folgende Wunsch der Maus. Und damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet! Trockenwerden in der Nacht. Keine Nachtwindel mehr, puh. Die Möglichkeiten hier zu unterstützen waren nun nur noch minimal. Also hieß es ganz viel Vertrauen in die Maus zu setzen und es einfach darauf ankommen zu lassen. Auch hier haben wir ihren Wunsch nie infrage gestellt, sondern nach Lösungen zur Umsetzung gesucht.

Zugegeben, die ersten anderthalb Wochen ging oft etwas daneben. Darauf hatten wir uns jedoch im Vorfeld eingestellt und die Betten, das von der Maus und unseres, entsprechend vorbereitet. Molton, Wickelunterlage, Wechselschlafsachen und Waschmaschine waren unsere besten Freunde. Morgens wurde meistens dann schnell eine Wäsche angestellt und gleich war alles wieder tippi toppi.

Eineinhalb Wochen später schien der große Meilenstein erneut geschafft zu sein. Die Maus war die Nacht über trocken. Auch hier war sie wieder super stolz auf sich, wenn wir sie morgens darauf aufmerksam machten, dass sie trocken geblieben ist und immer noch das selbe Schlafoutfit anhat. Dieses Grinsen in ihrem Gesicht war mit keinem Geld der Welt zu bezahlen!

Trockenwerden – Unsere Ausstattung

Während des Trockenwerdens haben wir unsere Ausstattung immer wieder etwas angepasst. Zunächst starteten wir mit einem Töpfchen*, welches im Wohnzimmer seinen Platz fand. Das war einfach der Ort an dem wir uns am meisten aufhielten und die Maus den kürzesten Weg hatte, wenn es darum ging schnell auf Toilette zu flitzen.

Um das Töpfchen* herum bauten wir nach ein paar Tagen eine Art Sichtschutz aus einem großen Pappkarton, da wir merkten, dass sie sich etwas mehr Privatsphäre wünschte. Es war ihr sichtlich unangenehm so ganz unter Beobachtung zu stehen. Mit dem Sichtschutz kam der Prozess dann so richtig ans Laufen.

Diese Lösung (Töpfchen + Sichschutz, im Wohnzimmer) hatten wir etwa dreiWochen lang. Dann wanderte das Töpfchen* ins Gäste WC. Nun hieß es also den Weg zur Toilette zu schaffen und sich an den neuen, finalen Ort zu gewöhnen.

Nachdem dieser Schritt ziemlich gut funktionierte, tauschten wir ein bis zwei Wochen später das Töpfchen* gegen einen Kinder Toilettensitz* plus Tritthocker aus. Nun war es also soweit und die Maus ging „ganz normal“ wie Mama und Papa auf Toilette. Im großen Bad nutzten wir von Beginn an einen Kinder Toilettensitz*, wodurch sie die Konstellation bereits etwas gewohnt war.

Ich glaube es war für das Trockenwerden ganz wichtig, dass wir sie überall mit einbanden. Wir besprachen jeden neuen Schritt gemeinsam, sie durfte die Pakete auspacken als Töpfchen und Sitz ankamen und baute alles mit auf und ein. Es war ihr Prozess und genau das sollte sie spüren.

Jedes Kind ist anders

Jedes Kind ist natürlich anders und damit ist der Prozess des Trockenwerdens auch immer ein anderer. Was ich aber mitgeben möchte ist, dass eine gewisse Übergangszeit ganz normal ist, bis sich solch ein neuer Schritt eingependelt hat. Bei uns waren das immer etwa eineinhalb bis zwei Wochen. Die ging es durchzuhalten und danach wurde es Tag für Tag einfacher.

Ich würde auch immer wieder abwarten, bis das Kind von selbst den Wunsch äußert die Windel loszuwerden und es nicht unnötig in eine Richtung drängen. Zuhören, die Wünsche aufnehmen, respektieren und das Kind den Prozess leiten lassen. Lösungen vorschlagen und emotionale Stütze sein, wenn es mal nicht so gut läuft.

Mittlerweile schafft die Maus den Toilettengang komplett alleine. Je nach Tagesform möchte sie mal mehr, mal weniger dass Mama oder Papa helfen und das ist okay so. Ich freue mich unheimlich für sie, dass sie diesen Meilenstein geschafft hat und damit ein gutes Stück selbständiger geworden ist.

Erzählt mal, welche Erfahrungen habt ihr mit dem Trockenwerden eurer Kleinen/Großen gemacht?

Bis bald, Corinna

Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten – ein Auf und Ab der Gefühle

Ziemlich früh stand fest, dass die Maus mit etwa zwei Jahren in die KiTa gehen wird. Meine Elternzeit hatte ich für zwei Jahre beantragt. Nach der Elternzeit wollte ich halbtags wieder arbeiten gehen. Vormittags, 5 Stunden pro Tag, 5 Tage die Woche. Nachmittags war ich dann wieder für meine Kleine da, so der Plan.

Wir meldeten unsere Maus also bei den KiTas an und hofften im September 2019 mit der Eingewöhnung starten zu können. Ab Oktober wäre es für mich dann wieder losgegangen. Tatsächlich erhielten wir auch die Zusage von unserer favorisierten KiTa. Allerdings mit dem Start der Eingewöhnung im Juli 2019. Huch, das war uns eigentlich vieeel zu früh. So freundete ich mich doch gerade erst damit an meine Kleine ab September abzugeben.

Da unsere KiTa im August und September allerdings insgesamt drei Wochen geschlossen hatte und nach den Ferien andere Kinder für die Eingewöhnung geplant waren, mussten wir früher als gedacht starten. Vier Wochen Eingewöhnung, drei Wochen Ferien und nochmal vier Wochen Zeit bis ich wieder arbeiten gehe.

Wie unsere Eingewöhnung verlief, welche Höhen und Tiefen wir hatten, dass möchte ich gerne mit euch teilen. Denn um ehrlich zu sein hatte ich von Beginn an ein wenig Bauchschmerzen bei dem Thema. Mein Herz schlägt eigentlich sehr dafür sie bis zum Kindergartenalter selbst zu betreuen. Leider geht das aber nicht.

Woche 1

Die erste Woche verlief wie im Fluge. Wir sollten erstmal für ein bis eineinhalb Stunden dort bleiben und die Erzieher*innen, sowie Kinder kennenlernen. Uns an die Räumlichkeiten gewöhnen und Abläufe mitmachen. Von Trennung war noch gar keine Rede. Die Maus war von Beginn an sehr gelöst, erkundete alles Neue und trennte sich sogar ein paar Mal für kurze Zeit von mir (ich blieb allerdings noch im Gruppenraum). Sie war so neugierig und verstand noch gar nicht was um sie herum passierte. Es gab keine Tränen, keine Trennungsängste oder ähnliches.

Woche 2

In der zweiten Woche begannen wir mit den ersten Trennungsversuchen. Ich verbrachte etwa die halbe Woche über jeden Tag mehr als eine Stunde im Nebenraum. Sie machte das klasse mit der Trennung und war sich sicher „Mama kommt wieder“. Trotzdem merkte man wie anstrengend die Zeit in der KiTa für sie war. Sie war müder als sonst und suchte nach der Zeit in der KiTa sehr viel Nähe.

Woche 3

Die dritte Woche war ziemlich emotional. Ich hatte das Gefühl, dass sie hier auf einmal verstand was die Trennung für sie bedeutete. Dass Mama eine Zeit lang weg war. Mittlerweile sogar nach Hause fuhr und sie alleine in der KiTa bleibt. Sie blieb jetzt von 09:30 Uhr bis etwa 12:00 Uhr in der KiTa. Aß mit den anderen Kindern zu Mittag und wurde dann wieder von mir abgeholt. In dieser Zeit liefen das erste Mal Tränen und man merkte, dass sie die Trennung nicht wollte. Trotzdem hatte sie auch viel Spaß beim Spielen und Vertrauen zu ihrer Bezugserzieherin.

Woche 4

Der Start der vierten Woche war leider nicht so gut, da die Maus mit Fieber krank Zuhause blieb. Daher machte ich mir etwas Sorgen wie der weitere Wochenverlauf werden würde. Tatsächlich aber war dies die beste Woche bisher. Die Maus spielte sehr viel, vertraute sich auch den anderen Erzieher*innen an und begann sich so richtig für die anderen Kinder zu interessieren. Am letzten Tag vor den Ferien berichtete mir die Bezugserzieherin, dass sie denkt der Knoten sei so langsam geplatzt. Die Maus hatte nicht einmal mehr geweint und war die ganze Zeit über sehr zufrieden.

3 Wochen KiTa Ferien

Dann folgten drei Wochen KiTa Ferien. Ich machte mir im Vorfeld Gedanken wie ich diese Zeit gut überbrücken kann. Wie ich der Maus diese drei Wochen begreifbar machen kann und wie ich verhindere, dass sie die KiTa vergisst. Ich dachte, dass etwas visuelles dabei bestimmt hilft und erstellte einen stark vereinfachten KiTa Ferien-Kalender. Dieser bestand im Prinzip aus so vielen leeren Kästchen, wie es Schließtage gab. Ins letzte Kästchen, der Tag an dem die KiTa wieder losging, fügte ich das Logo der KiTa ein. Der Rest blieb leer. Nun konnte die Maus jeden Tag in den Ferien ein leeres Kästchen mit bunten Filzstiften ausmalen. Ich sagte ihr, dass wenn alle Felder ausgemalt sind, die KiTa wieder losgeht. Und sie verstand es. Der Ferienkalender war das absolute Highlight jeden Tages und sie freute sich mit jedem ausgemalten Kästchen mehr und mehr auf den KiTa Start.

Woche 5

Auf den ersten KiTa Tag nach den Ferien freute sich die Maus unheimlich. Sie erzählte schon Tage vorher davon. Als es aber soweit war, klammerte sie sich ganz arg an mich. Es fiel ihr schwer loszulassen und erst nach einiger Zeit ging sie in den Gruppenraum zum Spielen. Nach der Trennung war wieder alles bestens, sodass wir nach den Ferien zum ersten Mal die Betreuungszeiten erweiterten. Nun brachte ich sie um 09:00 Uhr hin und holte sie etwa um 13:00 Uhr ab. Neu für die Maus war nun, dass sie sich nach dem Mittagessen mit den anderen Kindern ausruhen sollte. Das war für sie ganz schwer und ein sehr emotionales Thema. Bis dato war sie es gewohnt nur bei Mama einzuschlafen (egal ob tagsüber oder abends). Ihr fiel es schwer sich in der KiTa fallen zu lassen und weinte daher auch sehr viel. Der Beginn unserer emotionalsten Zeit der Eingewöhnung.

Das Abgeben und Abholen war nun immer von Tränen begleitet. Die Trennung am Morgen war schwer, aber sobald diese geschafft war, spielte die Maus ganz gelöst in der KiTa. Mama war kein Thema mehr. Sobald es aber wieder ans Abholen ging, kochten die Emotionen wieder hoch. Das war für uns beide richtig schwer und es ging so weit, dass sie mir am Abend vorher sagte sie wolle am nächsten Tag nicht in die KiTa. Die Trennung verarbeitete sie viel im Schlaf, sodass unsere Abende unruhiger waren und sie öfter nach Mama rief.

Woche 6

Woche sechs begann wie Woche fünf aufgehört hatte. Mit einigen Tränen. Dafür war die Zeit in der KiTa aber richtig gut. Sie konnte sich das erste Mal ein bisschen auf das Ausruhen in der KiTa einlassen und fing nicht mehr an zu weinen. Man merkte, dass sie die Trennung jetzt so richtig begriff und zunächst versuchte diese gar nicht zuzulassen. So langsam begriff sie aber auch, dass Mama wirklich immer, immer, immer wieder kommt und sie nicht alleine gelassen wird. Der Montag war sehr emotional, der Dienstag schon etwas besser und der Mittwoch war super. Am Mittwoch konnte ich sie das erste Mal ganz ohne Weinen abgeben und auch beim Abholen ging es ihr sehr gut. Diese Entwicklung stimmte mich unheimlich zufrieden.

Woche 7

Eine Woche die alles veränderte. Nachdem die sechste Woche der Eingewöhnung mit vielen Auf und Abs verbunden war, war ich etwas nervös wie es weitergeht. Es war die vorletzte Woche meiner Elternzeit und so langsam spürte ich den Druck, dass „es doch endlich klappen muss“. Die Verabschiedung am Morgen lief jetzt schon viel besser, aber das Essen in der KiTa und vor allem der Mittagsschlaf machten uns allen (Eltern + Erzieher*innen) noch Sorgen. Am Montag von Woche sieben sprach ich mit der Bezugserzieherin was wir tun können, um der Maus zu helfen. Wir sammelten ein paar Ideen und wollten vor allem den Rhythmus durchbrechen, dass die Kleine jeden Tag Zuhause ihren Mittagsschlaf nachholte, der in der KiTa fehlte. Sie sollte die Sicherheit haben, dass sie auch in der KiTa schlafen darf und nicht bis Zuhause warten muss.

Also sprach ich auf dem Nachhauseweg mit ihr und sagte: „Heute mein Schatz, machen wir das letzte Mal Mittagsschlaf Zuhause. Ab morgen darfst du dann in der KiTa schlafen.“ Sie reagierte darauf erstaunlich entspannt und tatsächlich machte sie, wie von Zauberhand, am darauffolgenden Tag ihren ersten Mittagsschlaf in der KiTa. Ich konnte es kaum glauben und war sooo stolz auf die kleine Maus! Am Mittwoch schlief sie wieder dort und am Donnerstag und am Freitag. Auf einmal war der Knoten geplatzt. Sie ging auf einmal auch richtig gerne in die KiTa. Wo vorher immer noch viel Angst zu spüren war, war jetzt Vorfreude. Und das alles, obwohl der Papa sie ab dem Dienstag morgens zur KiTa brachte. Bisher übernahm ich die Aufgabe, aber mit dem Wiedereinstieg in den Job konnte ich dies nicht mehr tun. Daher war dies nun die Aufgabe des Papas.

Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten - ein Auf und Ab der Gefühle

Wir sind eingewöhnt

Ganze sieben Wochen hat unsere Eingewöhnung gedauert. Plus drei Wochen KiTa Ferien. Ich war sooo froh, dass wir früh mit der Eingewöhnung angefangen hatten. Wir hatten Zeit, brauchten uns und der Kleinen keinen Druck machen und konnten ganz Behutsam vorgehen. Es war eine anstrengende Zeit für alle, die sich am Ende aber auszahlte. Jetzt lief es sehr gut und auch wenn die nächste Talfahrt bestimmt irgendwann nochmal kommt, so bin ich doch sehr beruhigt, dass die Maus angekommen ist. Angekommen bei sich selbst, in der KiTa und bei ihrer Bezugserzieherin. Wir sind richtig stolz!

Jetzt heißt es in Kürze für die Mama sich in den neuen/alten Job einzugewöhnen. Davor habe ich schon großen Respekt und kann nur allzu gut nachvollziehen wie die Maus sich wohl gefühlt haben muss. Aber auch das werde ich irgendwie meistern und schließlich wachsen wir alle an neuen Herausforderungen. Egal ob groß der klein.

Es wird noch ein Beitrag folgen, in dem ich euch die Ideen vorstelle, die wir genutzt haben um die Trennung in der Eingewöhnung zu überbrücken. Sowohl für einen normalen KiTa Tag, als auch in der Ferienzeit. Die Überbrückung der Trennung empfand ich nämlich als ganz besonders wichtig.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten (1,5 – 2 Jahre)

Werbung –  unbeauftragt & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Weiter geht es mit der Reihe unserer liebsten Kinderbücher. Die Favoriten für Zuhause und für Unterwegs hatte ich euch ja bereits vorgestellt. Heute geht es um unsere liebsten Gutenachtgeschichten. An Gutenachtgeschichten haben wir eine kleine aber feine Auswahl im Schlafzimmer. Diese bewahren wir ganz bewusst getrennt zu den anderen Büchern auf und lesen sie auch wirklich nur abends vor dem Schlafengehen. Mir ist wichtig, dass die Bücher etwas Besonderes für die Maus bleiben und im direkten Zusammenhang zu unserer Abendroutine stehen.

Meistens machen wir es so, dass wir alle Bücher aufs Bett legen und sie sich dann eines aussucht, das sie lesen möchte. Mit der Zeit haben sich ein paar absolute lieblings Gutenachtgeschichten herauskristallisiert. Diese wählt sie dann immer und immer wieder aus. Es kann durchaus vorkommen, dass wir mehrere Wochen jeden Abend dasselbe Buch vorlesen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Gute Nacht, Locke!")

„Gute Nacht, Locke!“ von Ravensburger

„Gute Nacht, Locke!“* erzählt die Geschichte vom Schaaf Locke und ihren Freunden wie sie sich am Abend fertig machen. Sie lesen eine Geschichte, gehen ins Bad, sagen sich gute Nacht und legen sich ins Bett. Als Locke aber nicht schlafen kann, kommen die Freunde zu Hilfe und kuscheln sich zusammen mit Locke ins Bett. Die Geschichte ist ganz toll vorzulesen, schön illustriert und macht einfach gute Laune.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wenn kleine Tiere träumen..." & "Schlaf gut, träum schön!")

„Schlaf gut, träum schön“ von Ravensburger*

In diesem Buch gibt es elf kurze Gutenachtgeschichten. Die Geschichten sind alle ganz unterschiedlich, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir lesen meistens etwa drei bis vier Kurzgeschichten vor. Dank der Abwechslung eignet sich das Buch auch sehr gut für Unterwegs. So braucht man nur ein Buch mitzunehmen und hat für jeden Abend eine andere Gutenachtgeschichte in petto.

„Wenn kleine Tiere träumen“ von CARLSEN

„Wenn kleine Tiere träumen“* ist vom Aufbau her ähnlich die das „Schlaf gut, träum schön“* Buch von Ravensburger. Es gibt 10 Kurzgeschichten zum Vorlesen, welche somit wieder schön viel Abwechslung in die Abendroutine bringen. Am Ende gibt es dann noch ein riesengroßes Klappbild, welches alle Geschichten in einem Bild zusammenfasst. „Wenn kleine Tier träumen“* ist aktuell das liebste Gutenachtbuch von unserer Kleinen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wie kleine Tiere schlafen gehen" & "Wenn kleine Tiere müde sind")

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Oetinger

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“* erzählt in schönen Reimen wie die unterschiedlichsten Tiere schlafen gehen. Es lässt sich wunderbar lesen und für die Maus sind die Reime super mitzusprechen. Einfach richtig toll!

„Wenn kleine Tiere müde sind“ von Ravensburger

„Wenn kleine Tiere müde sind“* ist genau wie das Buch „Wie kleine Tiere schlafen gehen“* aufgebaut. Es erzählt ebenfalls in reimform die Geschichte dazu wie unterschiedliche Tiere schlafen gehen. Nur eben mit anderen Tieren. Auch wenn sich die Bücher ähneln, so finde ich haben beide ihre absolute Daseinsberechtigung.

Eine Abendroutine ohne Bücher kann ich mir wirklich nicht mehr vorstellen. Ich finde es ist einfach das Schönste sich ins Bett zu kuscheln, eine Gutenachtgeschichte vorzulesen und so langsam vom Tag abzuschalten. Die Maus freut sich jeden Abend riesig darauf. Jetzt mit knapp zwei Jahren lesen wir noch recht kurze Geschichten. Ich freue mich schon darauf, wenn wir irgendwann dann mal richtig lange Gutenachtgeschichten vorlesen und sie vielleicht sogar dabei ins Traumland entschwindet. Ja, eine entspanntere Abendroutine kann ich mir kaum vorstellen.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs (1,5 – 2 Jahre)

Werbung –  unbeauftragt & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Nach dem ersten Artikel zu unseren liebsten Kinderbüchern für Zuhause, kommen heute unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs. Unterwegs und auf Reisen haben wir wirklich immer Bücher mit dabei. Die Maus fordert es richtig ein im Auto zu lesen oder vorgelesen zu bekommen. Auch wenn wir bei jemandem zu Besuch sind werden ganz oft unsere mitgebrachten Bücher herausgeholt.

Bei den Büchern für Unterwegs ist es mir vor allem wichtig, dass sie schön klein und handlich sind und dass die Maus sie selbständig anschauen kann. Ein bisschen Text mit einer schönen Geschichte darf aber auch nicht fehlen. Kleine Bücher, die nicht nur ausschließlich Bilder zeigen, finde ich sind gar nicht so leicht zu bekommen. Ich habe aber eine Reihe entdeckt, die all das kann und die ich daher unheimlich liebe.

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Ich bin das kleine Küken", "Ich bin das kleine Schäfchen", "Ich bin das kleine Kaninchen" & "Ich bin der kleine Hund")

„Ich bin…“ von Ravensburger

Die „Ich bin…“ Bücher von Ravensburger haben die perfekte Reisegröße. Es gibt sie in einer großen Ausführung und in einem ganz kleinen Taschenbuchformat. Das Taschenbuchformat ist der absolute Knaller. Leider sind die Bücher etwas schwer im Handel zu bekommen und schon gar nicht online zu bestellen. An die großen Ausgaben kommt man einfacher ran (daher konnte ich euch auch leider nur diese verlinken). Aktuell haben wir vier der Taschenbuchausgaben. Im Buch wird immer eine Geschichte über den Tag eines kleinen Tieres erzählt. Wie es aufwacht, was es erlebt und wie es am Abend wieder schlafen geht. Sehr süß geschrieben, gut zum Vorlesen und Zuhören für die kleinen Mäuse. Solltet ihr im Handel also zufällig über eine oder mehrere Ausgaben davon stolpern, unbedingt mitnehmen!

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Auf und zu, das kann ich schon!")

„Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena

Eine weitere gute Beschäftigung für Unterwegs stellt das Buch „Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena* dar. Hier gibt es auf mehreren Seiten unterschiedliche Verschlüsse, die die Kleinen öffnen und schließen können. Dabei wird die Konzentration und Feinmotorik trainiert. Eine kleine Geschichte gibt es ebenfalls dazu. Das Buch ist einfach eine nette Abwechslung zu den sonst klassischen Vorlesegeschichten. Wir hatten es damals für unsere Urlaubsreise geholt, auf der es dann auch viel Verwendung fand.

Was ich besonders liebe, wenn wir unterwegs sind und Bücher dabei haben, ist es zu sehen wie andere Personen die Geschichten vorlesen. Man merkt der kleinen Maus dann gleich an, dass sie es ganz toll findet die Geschichte aus einem anderen Mund zu hören. Auch für (kinderlose) Personen, die nicht ganz wissen was sie mit den Kleinen anfangen sollen, sind Bücher immer ein prima Einstieg.

Gerne hätte ich noch ein paar Mitmachbücher wie das von Arena, bei dem die Maus ihre Feinmotorik trainieren kann und sich lange damit beschäftigt. Ich muss dringend mal schauen, ob ich da noch etwas passendes finde. Hat jemand Tipps?

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause (1,5 – 2 Jahre)

Werbung –  unbeauftragt & *Amazon Affiliate-Partnerprogramm

Lesen ist nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib, sondern hat, wie viele Studien zeigen, auch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder. Es reichen schon 15 Minuten am Tag, um diesen positiven Effekt mitzunehmen. Kinder die regelmäßig vorgelesen bekommen verfügen über einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben später im Schnitt bessere Noten und mehr Freude am Umgang mit Texten. 15 Minuten am Tag sind wirklich nicht viel und in meinen Augen für jeden gut machbar. Alleine durch das Einbinden einer Gutenachtgeschichte in die Abendroutine lässt sich schon fasst die Zeit reinholen.

Wir haben mit der Maus ziemlich früh angefangen zu lesen. Weniger mit dem Hintergedanken die Entwicklung besonders zu fördern, sondern einfach weil wir alle Spaß daran hatten und Bücher ein fester Bestandteil unseres Abendrituals vor dem Schlafengehen waren. Mit zunehmenden Alter haben wir auch angefangen vermehrt tagsüber zu lesen. Die Maus verschlingt ihre Bücher und kann die meisten davon auswendig mitsprechen. Wir haben mittlerweile eine richtig schöne Auswahl Zuhause. Welches unsere liebsten Kinderbücher sind, das möchte ich euch gerne zeigen. Hierzu wird es drei Artikel geben. Heute geht es um unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause, es folgen unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs und zum Schluss unsere liebsten Gutenachtgeschichten.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Sachen Suchen die Jahreszeiten", "Sachen Suchen Meine Wimmelbilder" & "Sachen Suchen Im Kindergarten")

„Sachen Suchen“ von Ravensburger

Zuhause lesen wir sehr gerne Bücher mit kurzen Texten über Orte und Situationen die die Maus aus dem Alltag kennt. Solch realitätsnahe Inhalte finde ich ganz toll, da die Maus so Neues lernen kann und bekannte Dinge aus ihrem Umfeld in den Büchern wiederfindet. Besonders gut dafür eignen sich die „Sachen Suchen“ Bücher von Ravensburger. Hier gibt es jede Menge zu sehen und es lassen sich immer wieder neue Details in den Bildern entdecken. Die Bücher nehmen wir auch gerne mit ins Auto, da die Maus sich dort ganz intensiv die Bilder ansieht. Die Bilder sind immer auch ganz witzig gestaltet. So hüpft ein Kind zum Leid der Mutter zum Beispiel in den Brunnen im Zoo oder den Menschen fliegen im Herbst die Mützen vom Kopf.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Zuhause auf dem Bauernhof", "Zuhause am Meer" & "Zuhause in der Stadt")

„Zuhause“ von Magellan

Die „Zuhause“ Reihe von Magellan ist ein wenig mit den „Sachen Suchen“ Büchern zu vergleichen. Die Bücher sind aber deutlich größer. Ich finde diese Bücher besonders schön illustriert und aufbereitet. Die Bilder erstrecken sich jeweils über eine Doppelseite, auf der es viel zu entdecken gibt. Toll ist auch, dass für den Magellan Verlag das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Der Verlag versucht seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und pflanzt zum Beispiel neue Bäume in heimischen Waldgebieten. Alle oben aufgeführten Ausgaben kann ich sehr empfehlen. Es gibt noch die Ausgabe „Zuhause in der Natur“, welche wir leider nicht haben, ich aber noch nachkaufen werde.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Mein erster Märchenschatz" & "Alle vier Jahreszeiten")

„Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg

Ein weiteres ganz tolles Buch ist das „Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg*. Ein wunderschönes Ökobuch. Das Buch baut sich aus einem doppelseitigen Bild auf, welches vier Mal (also für jede Jahreszeit) unterschiedlich illustriert ist. Zwischendrin gibt es dann noch detailreiche Bilder zu jahreszeitenspezifischen Dingen. Es ist unheimlich liebevoll gestaltet. Die Kinder bekommen dadurch ein gutes Gefühl für den Lauf der Natur und den Wandel der Jahreszeiten. Von diesem Ökobuch gibt es noch zwei weitere große Ausgaben und mehrere kleine. Die beiden großen haben wir ebenfalls Zuhause.

„Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger

Kürzlich eingezogen ist bei uns noch „Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger*. In diesem Buch fnden sich neun Märchengeschichten kurz und knapp erzählt und ist sehr schön vorzulesen. Die Maus hört den Geschichten so gerne zu und taucht dabei in die Märchenwelten ein. Wir haben darin locker schon eine halbe Stunde am Stück gelesen. Ein sehr schöner Zeitvertreib für Eltern und Kind (oder auch Omas und Opas).

Das waren unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause. Wir haben noch viele weitere Zuhause, aber diese nimmt die Maus mit Abstand am häufigsten in die Hand. Welche Bücher könnt ihr denn für Zuhause noch empfehlen? Ich muss mich in den Buchhandlungen immer so zurückhalten, da es einfach so viele schöne Bücher für Kinder gibt. Wenn ich eine tolle Bücherreihe gefunden habe, dann kaufe ich unheimlich gerne gleich mehrere Bücher davon (wie man auf den Bildern vielleicht erahnen kann). Wenn man schon etwas Tolles gefunden hat, dann sollte man auch gleich zuschlagen, nicht wahr?

Bis bald, Corinna

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

Werbung – unbeauftragt

Den Sommerurlaub im Süden auf dem Campingplatz zu verbringen war für uns als Kinder jedes Jahr DAS Highlight. Wie haben wir es geliebt. Direkt am Meer sein, frei sein, keine feste Uhrzeiten, nur wenige Regeln und viele neue Freundschaften. Auch unsere Eltern konnten den Urlaub jedes Mal in vollen Zügen genießen und irgendwie bedeutete Campingurlaub für alle die maximale Entspannung. Trotz dessen wir in dieser Zeit Selbstversorger waren, mit allen Vor- und Nachteilen. Selber kochen, selber Abspülen und selber Wäsche waschen. Ähnlich wie Zuhause, aber doch anders.

Genau dieses Erlebnis wünsche ich mir auch für meine Familie und nachdem ich meinen Mann bereits vor Jahren vom Campen überzeugen konnte, fahren wir natürlich auch mit der Maus im Sommerurlaub auf den Campingplatz. Welche Reise Essentials man bei einem Campingurlaub mit Baby so dabei haben sollte erzählte ich euch bereits im letzten Jahr. Damals war die Maus noch nicht ganz ein Jahr alt.

Dieses Mal war sie 21 Monate alt und der Campingurlaub mit Kleinkind sah gleich ganz anders aus, als noch ein Jahr vorher. Trotzdem war es wieder wunderschön und wir haben ihn alle sehr genossen. Wie wir gereist sind, was wir gemacht haben und worauf wir achteten bei unserem Campingurlaub mit Kleinkind, dass möchte ich euch heute erzählen.

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

Die Zielauswahl

Während unserer Camper Karriere haben wir bereits einige Campingplätze kennen und lieben gelernt. Dabei stehen zwei ganz oben auf der Liste. Der „Camping Aquarius“ in Spanien und der „Union Lido“ in Italien. Der eine ganz klein und familiär und der andere riesengroß mit jeder Menge Angeboten. Sie sind miteinander überhaupt nicht zu vergleichen und haben beide ihren ganz eigenen Charme. Besonders auf dem „Camping Aquarius“ sind wir sooo gerne, dort fühlen wir uns so einfach „zuhause“. Hier machten wir im letzten Jahr auch unseren ersten Campingurlaub mit der Maus.

Dieses Jahr wollten wir ganz bewusst einen neuen Platz ausprobieren. Besonders kinderfreundlich sollte er sein, direkt am Meer gelegen, mit gutem Sanitär und in Italien. Das waren unsere wichtigsten Kriterien. Zur Platzauswahl nutzen wir schon seit Jahren den ADAC Campingführer (gibt es mittlerweile auch als App). Hier sind unheimlich viele Campingplätze aufgelistet und man kann sehr einfach filtern, welche für einen selbst in die nähere Auswahl kommen. Nach ein bisschen Recherche entschieden wir uns für einen Campingplatz in der Nähe von Livorno, Italien (Toskana). Dieser schien alle für uns wichtigen Kriterien zu erfüllen und war mit einer Anfahrtszeit von 9 Stunden auch ideal gelegen.

Die An- & Abreise

Mit unserer Erfahrung aus dem letzten Jahr und anderen längeren Autofahrten, war uns sofort klar, dass wir auf dem Hin- und Rückweg eine Übernachtung einplanen. Ziemlich auf halber Strecke lag Como und war damit der ideale Zwischenstopp. Dort übernachteten wir bereits, als wir vor zwei Jahren Urlaub in der Toskana machten. Das Hotel kannten wir daher schon und buchten es kurzerhand nochmal.

Es handelte sich dabei um das „ibis Hotel Como“. Dieses lässt sich sehr gut erreichen, hat moderate Preise und bietet für eine Nacht völlig ausreichende Zimmer. Zudem kommt man von dort ziemlich schnell nach Como an den See (sollte am Nachmittag/Abend noch etwas Zeit sein), es gibt fußläufig einen großen Supermarkt und einen hoteleigenen Parkplatz der in der Nacht abgeschlossen wird.

Dank dieses Zwischenstopps hatten wir pro Etappe etwa 4 – 5 Stunden Fahrzeit am Tag. Das ist mit Kleinkind und auch mit Baby super machbar. Man kann ganz entspannt fahren, hat genügend Zeit für Pausen, kann ausgeschlafen nach dem Frühstück losfahren und kommt zu einer vernünftigen Tageszeit am Ziel an. So kann der Campingurlaub mit Kleinkind gut starten und auch Zuhause kommt man auf dem Rückweg weniger gestresst an.

Zelt Auf- und Abbau

Aktuell gehören wir noch zu den Campern mit Zelt. Unseren Traum vom Wohnwagen möchten wir uns in der Zukunft irgendwann noch erfüllen. Denn mit Zelt braucht es etwas mehr Organisation und Zeit bis alles steht. Ehrlich gesagt machten wir uns vor dem Urlaub ein wenig Gedanken darüber, wie der Zelt Auf- und Abbau mit der Maus klappen wird. Denn es braucht zwei Personen, die gleichzeitig mithelfen. Alleine geht es nicht und helfen konnte die Maus uns dabei leider auch nicht wirklich. Also mussten wir irgendwie für eine gute Beschäftigung ihrerseits sorgen.

Die erste Maßnahme, als wir ankamen, war daher ihr Sandelzeug plus Ball auszupacken und damit eine kleine Ecke zu schaffen, in der sie ganz in Ruhe spielen konnte. Der Plan war gut, die Realität sah anders aus. Viel spannender fand sie das ganze Gepäck, welches aus dem Auto geräumt und auf der Parzelle arrangiert wurde. Also ließen wir sie einfach damit spielen. Passten auf, dass Hammer, Heringe und andere gefährliche Gegenstände aus dem Weg geräumt waren und wuselten so gut es ging um sie herum. Mit dieser Taktik schafften wir es sogar erstaunlich gut das Zelt aufzubauen. Den Pavillon baute der Papa alleine auf, die Mama gespaßte in der Zeit das Kind und umgekehrt passte der Papa auf, als die Mama das Zelt einräumte.

Ähnlich machten wir es auch bei der Abreise. Den Abend vorher packte ich alles im Zelt zusammen, sodass wir dies am Tag der Abreise nicht mehr machen mussten. Also brauchten nur noch die Taschen ins Auto gepackt, das Zelt und der Pavillon abgebaut und die Familie einmal abgeduscht und frisch gemacht werden, bevor wir die Rückreise antraten. Ich finde, wenn man die Kleinen gut in die eigenen Tätigkeiten mit einbindet und nicht als Störenfried empfindet, dann lässt sich so ein Zelt Auf- und Abbau, auch ohne „Babysitter“, wirklich gut meistern.

Auf dem Campingplatz – Organisation, Aktivitäten & Co.

Fertig aufgebaut und eingerichtet konnte der Urlaub starten. Als erste Maßnahme streiften wir über die Anlage, um uns ein wenig zu orientieren. Wo sind die Waschhäuser, der Supermarkt, das Restaurant, der Strand, Pool usw. Richtig toll war das Kinderwaschhaus auf dem Campingplatz. Hier gab es ganz viele Kabinen mit kleinen Toiletten, Duschen, Handwaschbecken und Babybadewannen. Die Maus fühlte sich dort sofort pudelwohl.

Somit nutzten wir in den zwei Wochen ausschließlich das Kinderwaschhaus, um sie frisch zu machen. Der Versuch mit ihr zusammen in der „Erwachsenendusche“ zu duschen scheiterte kläglich. Das hatte zur Folge, dass das Fertigmachen am Abend immer etwas länger dauerte. Somit hatten wir nach ein paar Tagen die folgende Routine: Zurück am Zelt schnappte ich mir die Duschsachen der Maus und ging mit ihr zum Kinderwaschhaus. Dort duschte ich sie und machte sie fertig. In derselben Zeit konnte der Papa alleine duschen.

Danach war ich dran mit alleine duschen und der Papa nutzte die Zeit um das Abendessen zuzubereiten. Die Maus spielte dann meist an der Parzelle oder half dem Papa beim Kochen. Wenn ich vom Duschen kam war das Essen meistens schon fertig und wir konnten alle zusammen zu Abend essen. Insgesamt hat das ganze Prozedere bestimmt über eine Stunde gedauert. Uns war aber wichtig, dass alle auf ihre Kosten kommen und auf nichts verzichten müssen (z.B. in Ruhe duschen zu können). Daher nahmen wir den Zeitaufwand gerne in Kauf.

Ansonsten ließen wir die Tage sehr auf uns zukommen. Wir planten nur wenige Ausflüge und genossen es auch einfach mal nichts zu machen. Die Maus ließen wir sich frei in unserem Blickfeld bewegen, sodass sie die Umgebung erkunden konnte. Sie sah jeden Tag sooo dreckig und staubig vom Spielen in der Natur aus, aber genau so muss es sein! Man darf bei einem Campingurlaub mit Kleinkind echt nicht zimperlich sein und muss es einfach ein Stück weit in Kauf nehmen, dass die Füße dauer-dreckig sind, überall Staub klebt und das Kind von oben bis unten in Sand paniert ist. Es brauchte Wochen bis wir den ganzen Sand aus den Haaren gewaschen hatten.

Die Zeit auf dem Campingplatz verbrachten wir meistens am Strand oder am Pool. Beides war auf seine eigene Art und Weise super. Am Strand hatten wir das Meer, die Wellen, den Sand, konnten Schildkröten oder Burgen bauen und hatten jede Menge zu gucken. Der Pool bot sich zum Schwimmen, Planschen und Relaxen an. Wir hatten eine gemütliche Liege, konnten uns Snacks und Getränke an der Bar holen und mussten nicht so übervorsichtig wie am Meer mit der Maus sein. Wir hatten sie dort einfach besser im Blick und mussten uns keine Sorgen über zu hohe Wellen o.ä. machen. Es war die Mischung aus beidem, die es für uns so perfekt machte.

Ansonsten waren wir natürlich jeden Abend in der Mini Disco. Die Maus liebte die Disco und tanzte sich jedes Mal so richtig müde. Gerne waren wir auch auf dem campingeigenen Spielplatz, den Hüpfburgen oder im Bällebad. Im Urlaub entwickelte die Maus das erste Mal Interesse für andere Kinder und da war es natürlich toll sich dort aufzuhalten, wo sich alle tummelten.

Folgende Tagesaufgaben / -abläufe hatten wir nach kurzer Eingewöhnungszeit auch recht schnell eingeteilt. Den morgendlichen Gang zum Bäcker erledigte ich stets zusammen mit der Maus, den Abwasch des Geschirrs machten Mama und Papa immer im Wechsel und generell kümmerte sich immer einer um die Maus, wenn der andere gerade etwas machen wollte/musste.

Die Ausflüge

Vor unserer Zeit mit Kind machten wir etwa jeden zweiten Tag kleinere und größere Ausflüge. Jetzt kommen wir in Summe vielleicht auf drei bis vier Ausflüge innerhalb von zwei Wochen. Das ist deutlich weniger, für uns aber wesentlich entspannter. Wenn wir irgendwohin fahren, dann suchen wir Ziele heraus, die möglichst nah gelegen sind und Möglichkeiten für die Maus bieten sich frei zu bewegen. Einen straff geplanten Städtetrip, herausfordernde Wandertouren oder ähnliches lassen wir bewusst sein. Lieber schlendern wir durch kleine Gassen und schauen uns süße Städtchen an. Ganz ohne Plan, ganz ohne Druck. So erlebt man viel eher positive Überraschungen, als herbe Enttäuschungen.

Während unserer Zeit in der Toskana machten wir insgesamt drei Ausflüge. Das am weitesten entfernte Ausflugsziel war etwa 20 Minuten zu fahren. Die Ausflüge machten wir alle vormittags, sodass wir nicht gerade in der prallen Mittagssonne herumliefen und auf dem Rückweg immer noch einen kurzen Stopp zum Einkaufen einplanen konnten. Zurück am Platz konnte die Maus dann direkt ihren Mittagsschlaf machen. Generell ist das Kombinieren der Ausflüge mit dem Lebensmitteleinkauf ein Tipp den ich empfehlen kann. So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und alles auf einer Tour erledigen.

Der Schlaf

Der Schlaf ist wahrscheinlich ein Punkt über den sich einige Gedanken machen, wenn es darum geht einen Campingurlaub mit Kleinkind zu planen. Schon nach unserem ersten Campingurlaub wussten wir aber, hier gibt es so gar keinen Grund für Bedenken. Tatsächlich regelt sich der Schlaf im Campingurlaub fast von alleine. Nach drei bis vier Tagen hatte sich bei uns allen ein neuer Rhythmus eingespielt. Der Mittags- und Abendschlaf unserer Kleinen passte sich direkt daran an.

Für den Mittagsschlaf war es uns wichtig immer am Platz zu sein. Dort konnte sich die Maus am besten erholen und auch Mama und Papa konnten eine Pause einlegen. Ich brauchte sie dort nicht einmal in den Schlaf zu schaukeln, zu singen oder ähnliches. Sie schlief einfach bei mir im Arm an der Brust ein, wenn sie müde genug war und ich legte sie dann ins Zelt.

Am Abend verschob sich der Zeitpunkt des Einschlafens recht weit nach hinten. Sie ist immer so gegen 22 Uhr ins Bett gegangen. Um 21 Uhr war Mini Disco, diese dauerte eine halbe Stunde und danach machten wir noch eine kurze Runde über den Platz. So konnte sie nach dem aufregenden Tag, beim Spaziergang, runter kommen. Für uns bedeutete das ab 22 Uhr an der Parzelle zu bleiben. Früher machten wir noch späte Spaziergänge am Strand oder ließen den Abend im Zentrum ausklingen. Heute kuscheln wir uns gemütlich in unsere Campingstühle und genießen den verbleibenden Abend.

Erfahrungsbericht zum Campingurlaub mit Kleinkind

Das Fazit

Auch wenn ein Campingurlaub mit Kleinkind auf den ersten Blick sehr anstrengend und aufwendig aussehen kann, so empfinde ich ihn als wesentlich entspannter als einen Hotelaufenthalt. Man muss sich einfach drauf einlassen und – so blöd es klingt – sich in gewisser Weise gehen lassen. Keine Gedanken darüber machen, wie man am schnellsten gewisse To Do’s erledigt, nicht davon stressen lassen dass ein paar Hausarbeiten auf einen warten oder dass das Kind fünf Minuten nach dem Duschen gleich wieder so aussieht, als wenn es nie einen Tropfen Wasser und Seife gesehen hätte.

Zusammen den Alltag genießen und erleben, alle einbinden und einfach in den Tag hinein leben. Es findet sich ganz von alleine ein natürlicher Rhythmus und auch ohne Uhrzeiten wird man überrascht sein, wie gut sich die Tagesabläufe wie von alleine regeln. Und ja die richtige Campingausstattung kann gewisse Dinge einfacher machen, ist aber für einen schönen Campingurlaub mit Kleinkind nicht ausschlaggebend. Probiert es doch einfach mal aus und lasst euch von diesem etwas anderen Urlaubsgefühl überraschen.

Gibt es eurerseits Fragen zum Campingurlaub mit Kleinkind? Wenn ja, dann gerne her damit ich freue mich sie zu beantworten!

Bis bald, Corinna

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Werbung – unbeauftragt

Die Montessori Pädagogik hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Ich habe bereits einiges dazu gelesen und versuche stetig hier und da Dinge in unseren Alltag zu übernehmen. Wie zum Beispiel unser Floorbed oder die Spielecke der kleinen Maus. Den Ansatz „Hilf mir es selbst zu tun“ finde ich großartig und merke immer wieder wie positiv meine Kleine darauf reagiert. Sie wird ins Familienleben integriert, hat ihre eigenen Stationen bei uns Zuhause und muss sich nicht der Erwachsenenwelt unterordnen. Sie findet passende Möbel in ihrer Körpergröße vor, kann eigenständig an wichtige Dinge des Alltags herankommen und somit ein vollwertiger Teil der Familie sein.

Dazu müssen ab und zu neue Anschaffungen gemacht werden. Manchmal aber, da lässt sich ganz einfach aus Dingen die bereits Zuhause sind ein neuer Platz schaffen. Wie zum Beispiel unser Montessori Waschtisch im Badezimmer. Ewig lange hatte ich dieses Projekt vor mir hergeschoben, da ich dachte ich muss dafür unheimlich viel Neues besorgen, sägen, bohren und schrauben. Tatsächlich aber war dieser neue Platz für die Maus in weniger als 15 Minuten geschaffen. Das meiste hatten wir bereits Zuhause und nur wenige Kleinteile habe ich neu besorgt. Wie unser Montessori Waschtisch im Bad aufgebaut ist und was ihr dabei beachten solltet möchte ich euch in diesem Beitrag zeigen.

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Die Ausstattung

  • Stuhl als Waschtisch von Ikea (stand bei uns schon seit Jahren unbenutzt in der Wohnung)
  • Spiegel von Ikea (neu)
  • Emaille Schüssel als Waschbecken (im Trödelladen gekauft)
  • Emaille Karaffe von Ikea zum Wasser eingießen (hatten wir bereits Zuhause)
  • Kleine Seifenschale (hatten wir bereits Zuhause)
  • Stück feste Seife
  • 4 Kleine Handtücher (zwei davon als Reserve)
    • das weiße wird bei uns für den Körper verwendet
    • das beige wird bei uns zum Saubermachen verwendet
  • Korb zur Aufbewahrung von
    • der Haarbürste
    • dem Zahnputzbecher mit Zahnbürste und Zahnpasta
  • Haken mit Saugnapf von Ikea (neu)
  • Was ich noch gerne besorgen möchte ist ein kleiner Teppich, um ihn vor den Waschtisch zu legen
    • dieser schafft ein etwas schöneres Raumgefühl
    • die Maus steht nicht mehr barfuß auf den kalten Fliesen
    • die Ausrutschgefahr, wenn Wasser auf den Boden kommt (passiert derzeit noch recht häufig), ist nicht mehr gegeben

Darauf ist zu achten

  • Von links nach rechts arbeiten (bereitet die Kinder nach Montessori auf das Lesen und Schreiben von links nach rechts vor)
    • Handtücher hängen links
    • Seifenschale steht links
    • Karaffe wird von links angereicht
  • Weniger ist mehr – nur die wichtigsten Sachen auf den Waschtisch stellen
  • Utensilien haben kindgerechte Größe und Höhe

Der Ablauf

Der Montessori Waschtisch im Badezimmer wird bei uns zum Fertigmachen am Morgen, am Abend und Zwischendrin zum Händewaschen verwendet. Nachfolgend möchte ich euch unseren Ablauf während des Fertigmachens erläutern.

Zu allererst füllen Mama (morgens) oder Papa (abends) die Karaffe mit Wasser. Wir achten darauf, dass diese nicht zu voll und zu schwer wird. Es sollte gerade so viel Wasser hinein gefüllt werden, sodass ausreichend Wasser in der Schüssel zum Waschen ist. Dann geben wir der Maus die Karaffe von der linken Seite her an und sie füllt das Wasser in die Schüssel.

Nun holt die Maus ihre Zahnbürste und Zahnpasta aus dem Zahnputzbecher und macht die Zahnbürste im Wasser nass. Die Zahnpastatube dreht sie selbständig auf und mit Hilfe von Mama oder Papa wird etwas Zahnpasta auf die Zahnbürste gegeben. Sie stellt die Zahnpasta zurück und putzt sich zunächst die Zähne alleine vor. Nach einer Weile, wenn sie fertig mit „alleine putzen“ ist, putzen Mama oder Papa nochmal nach. Jetzt wird die Zahnbürste im Wasser sauber gemacht, im weißen Handtuch abgetrocknet und zurück in den Zahnputzbecher gestellt.

Nach dem Zähneputzen wäscht die Maus sich das Gesicht. Hierzu befeuchtet sie sich die Hände in der Schüssel und geht damit durchs Gesicht. Wir achten darauf, dass sie überall einmal langwäscht. Das Gesicht zu waschen macht ihr mit am meisten Spaß. Mit dem weißen Handtuch trocknet sie sich nach dem Waschen dann das Gesicht ab.

Jetzt werden die Hände gewaschen. Dazu macht sie sich die Hände in der Schüssel nass, nimmt das Seifenstück aus der Schale, verreibt es zwischen den Händen und legt es wieder zurück. Sie befeuchtet nochmals die Hände und verreibt die Seife. Zum Schluss wäscht sie die Hände im Wasser sauber und trocknet diese mit dem weißen Handtuch ab.

Nachdem die Maus sich fertig gemacht hat wird aufgeräumt. Dazu leert sie das Wasser aus der Schüssel in der daneben stehenden Badewanne aus und nimmt das beige Handtuch, um den Stuhl, die Schüssel, den Boden usw. trocken zu wischen. Dann ist sie fertig!

Alles in allem dauert dieser Ablauf bei uns knappe 10 Minuten.

Montessori Waschtisch im Badezimmer

Realistisch sein

So wie ich den Ablauf oben beschrieben habe ist es natürlich das Musterbeispiel. Wenn wir ehrlich sind laufen die wenigsten Tage ganz unkompliziert ab. Die Maus ist mal mehr mal weniger konzentriert und möchte mal mehr mal weniger alleine machen. Das Saubermachen zum Schluss überlässt sie im Moment zum Beispiel ganz uns. Auch kann beim Fertigmachen einiges daneben gehen. Die Schüssel wurde schon mal neben der Badewanne ausgeleert, anstatt darin, das Wasser aus der Karaffe etwas zu überschwänglich in die Schüssel gekippt oder die Zahnpasta am Spiegel verteilt.

Ja, auch mich machen solche Momente dann kurz wahnsinnig. Ich versuche mich aber schnell wieder zusammen zu reißen und ruhig zu bleiben. Schließlich muss sie ja all das noch lernen, was wir bereits gelernt haben. Und gerade darum geht es doch. Fehler machen zu können in einer Umgebung die dafür geschaffen ist. Dinge auszuprobieren von denen man noch nicht weiß wie sie funktionieren und dadurch an sich zu wachsen.

Auf keinen Fall sollte man mit der Haltung an die Umsetzung des Waschtisches gehen, dass die Kinder sich auf einmal wie von Zauberhand alleine fertig machen. Viel mehr muss man sich dessen bewusst sein, dass sie weiterhin unsere Unterstützung benötigen. Wir müssen für sie da sein, sie beobachten und unterstützen, wenn sie unsere Hilfe benötigen. Dann ist dieser Waschtisch eine wahrlich tolle Sache für alle. Ich empfinde das Fertigmachen als viel entspannter und erfüllender als noch ohne unseren Montessori Waschtisch im Badezimmer.

Wenn ihr auch Lust auf so einen Waschtisch habt, dann los mit euch. Die Umsetzung ist im Prinzip total einfach und gar nicht so kompliziert wie ich erst dachte. Für unsere Version brauchte ich insgesamt nur drei Dinge neu kaufen und schon konnte der Montessori Waschtisch im Badezimmer aufgebaut werden. Schaut doch mal bei euch Zuhause, was ihr noch so unbenutzt herumliegen habt. Damit lässt sich sicherlich auch ganz einfach ein schöner Platz für eure Kleinen schaffen.

Bis bald, Corinna

Tragen im Test: Der Überblick

Werbung

Ich bin Tragemama mit Leib und Seele und liebe es die unterschiedlichsten Tragesysteme zu testen. Immer auf der Suche nach der perfekten Lösung für meine Kleine und mich. Vom Tragetuch bis hin zur Systemtrage war schon einiges dabei und falls du noch etwas Unterstützung bei der Wahl der richtigen Trage für dich und dein Kind brauchst, dann hoffe ich hilft dir diese Übersicht dabei. Zu den detaillierten Erfahrungsberichten kommst du mit einem Klick auf die jeweilige Trage.

Tragen im Test der Überblick

Trage:Shabany Ring SlingSchmusewolke Comfort MaxiCybex Yema TieRuckeliManduca FirstSchmusewolke Musselin Tragetuch
Gewicht des Kindes:3 kg bis 15 kg3,5 kg bis 15 kg3,5 kg bis 15 kg3,5 kg bis 20 kg3,5 kg bis 20 kgGeburt bis 16 kg
Tragemöglichkeiten:Bauch (Neugeborenes)
Hüfte
Bauch
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Bauch
Hüfte
Rücken
Material:100% Bio-Baumwolle 100% Bio-Baumwolle (Polsterung: 100% Polyester)Innentuch 100% Baumwolle100% Bio-Baumwolle55% Hanf, 45% Bio-Baumwolle
(Polsterung: 100% Bio-Baumwolle)
100% Bio-Baumwolle
Preis:69 €119 €189,95 €ab 149,90 €124,90 €89 €
Handhabung:++++++++
Komfort/Sitz:++++++++++
Gewichtsverteilung:+++++++++
Optik:++++++++++
Stillen:+++++++++
Ablegen:+++++++++++
Insgesamt:+++++++++

++ sehr gut / + gut / 0 neutral / – weniger gut

Gibt es weitere Tragen, die ihr besonders empfehlen könnt oder wo ihr gerne einen Testbericht zu lesen würdet? Wenn ja, dann lasst es mich doch gerne wissen, denn ich hätte große Lust mich noch weiter durchzutesten.

Bis bald
Corinna