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Familienzuwachs - Wie sich unser Leben veränderte

Familienzuwachs ² – Was sich für uns änderte

Ein Baby kommt auf die Welt. Alle sind entzückt. Die Großeltern verzaubert, die Eltern verliebt und das Geschwisterkind…? Ja was ist eigentlich mit dem Geschwisterkind. In den meisten Fällen hört man davon, dass auch diese den Familienzuwachs mit Liebe überschütten. Ihn mit offenen Armen empfangen, den Platz in der Familie freihalten und sich rührend kümmern. Plötzlich zu viert. Das hieß es für uns Mitte diesen Jahres auch. Nach unserer Tochter bekamen wir nun unser zweites Kind. Unseren Sohn. Und wie sich unser Familenleben veränderte, das möchte ich erzählen.

Die Vorbereitung

Dass der Familienzuwachs nicht immer so unproblematisch aufgenommen wird, das war mir klar. Gerade deswegen versuchte ich unsere Tochter so gut wie möglich auf ihren Bruder vorzubreiten. Während der gesamten Schwangerschaft und der Geburtsvorbereitung war sie involviert. Gefühlt hatten wir ausführlich über die Schwangerschaft, Geburt und ihren zukünftigen Bruder gesprochen. Hatten sie aktiv teilhaben lassen. Ängste begleitet und Freude geschürt. Trotzdem hatte unsere Große, nach der Ankunft ihres Bruders, arg zu kämpfen.

Das Baby ist da

Das erste Kennenlernen der beiden war das Schönste was ich bisher erleben durfte. Die Maus strahlte, verteilte Küsschen und freute sich sichtlich. Sie war stets vorsichtig im Umgang mit ihrem Bruder. An ihm lies sie ihre Unsicherheit, ihre Ängste und Sorgen nie aus. Aber wir Eltern bekamen diese umso mehr zu spüren.

Bereits ein paar Tage nach der Geburt machte sich diese Unsicherheit während des Zubettgeh Rituals bemerkbar. Ihr viel es schwer sich vom Tag zu verabschieden. Sie tobte und bekam einen Wutanfall nach dem anderen. Tag für Tag, Abend für Abend. Wir begleiteten ihre Gefühle und wollten die Situation so empatisch wie möglich begleiten. Es war hart. Man merkte ihr an, dass sie ihren Platz in der Familie verloren hatte. Das sie mit dem Familienzuwachs nicht mehr wusste wo sie hingehörte. Ob Mama und Papa sie noch genau so liebten oder der neue Bruder nun all die Aufmerksamkeit und Liebe erhält.

Sie forderte unheimlich viel Nähe, Körperkontakt und Aufmerksamkeit ein. Wollte auch wieder Baby sein und versuchte ihren Willen in jeder nur denkbaren Situation durchzusetzen. Es war schwer an sie heranzukommen und oft dauerte es Minuten des Weinens, bis ich sie in den Arm nehmen durfte. In den Kindergarten ging sie in dieser Zeit unheimlich gerne. Ich hatte das Gefühl sie brauchte diesen Ort. Einen Ort, der noch genauso war wie vor der Geburt ihres Bruder. Wo sich nichts verändert hatte. Wo ihre Erzieherinnen Zeit für sie hatten. Sie spielen konnte und ihre Freunde und Freundinnen da waren. Das war nur für sie. Kein Bruder, keine Eltern.

Zeit heilt alle Wunden

Es dauerte sicherlich fünf bis sechs Wochen, bis sich all die Wut und Trauer legten. Bis sie ihren Platz wiederfand und sich sicher sein konnte, dass wir sie immer noch genauso lieben. Dass unsere Liebe einfach um einen Menschen mehr gewachsen ist.

Das was uns allen in dieser schweren Zeit am meisten geholfen hatte war Verständnis für sie zu zeigen. Zu hinterfragen woher die Wut kommt. Was der Auslöser ist und diesen zu besprechen und nach Möglichkeit zu beseitigen. Ich versuchte ihr Exklusivzeiten einzuräumen, band sie bei der Pflege ihres Bruders mit ein und zeigte ihr, dass sie immer noch wichtig ist. Auch machte ich mit ihr „besondere“ Aufgaben, wo nur sie mich unterstützen konnte. Nicht ihr Bruder. Zeigte ihr, dass es gut ist, dass sie so groß ist. Sagte ihr, dass ich es schön finde, dass sie kein Baby mehr ist und ich mich auch auf die Zeit freue, wenn ihr Bruder so viel kann wie sie.

Ich lernte in dieser Zeit ganz viel. Lernte, mich bewusster auf sie zu konzentrieren, wenn es die Zeit zuließ. Lernte, ihr ganz klar zu sagen: „jetzt ist unsere Zeit“. Lernte, zu priorisieren, wenn beide nach mir riefen und setzte mich mit dem Thema Hirarchien in einer Familie auseinander. Eine Sache, die mir besonders half klar agieren zu können. Die Bedürfnisse aller zu sehen und zu berücksichtigen. Für Struktur zu sorgen.

Alles wird gut

Heute, vier Monate später, sind all die Sorgen und Ängste passé. Die ersten Wochen nach dem Familienzuwachs waren hart. Tränenreich auf allen Seiten. Zeigten mir wie klein meine Große doch noch ist. Und ließen mich stärker mein Handeln reflektieren als zuvor. Heute, vier Monate später bin ich stärker geworden. Bin mir sicher, dass ich beiden Kindern gerecht werden kann. Habe aufgehört zu zweifeln und möchte allen sagen, die in genau solch einer Situation stecken: Ihr schafft das! Nehmt die Sorgen und Ängste ernst. Hinterfragt woher sie kommen und sucht Lösungen. Stellt, wenn nötig, eure komplette Familienstruktur auf den Kopf. Setzt alles auf Anfang und besprecht wie die Zukunft mitereinander aussehen soll. Die Zeit ist auf eurer Seite.

Corinna

Geburtsvorbereitung 2.0 - Was beim zweiten Kind anders war.

Geburtsvorbereitung 2.0 – Was dieses Mal anders war

Im Oktober 2019 stand es fest. Ich war wieder schwanger und hoffentlich durften wir in neun Monaten unser zweites Baby in den Armen halten. Neben der Vorfreude schwirrten mir gleichzeitig unzählige Dinge durch den Kopf, die ich vor der Geburt noch planen und organisieren muss. Geburtsvorbereitung 2.0. Angefangen bei notwendigen Neuanschaffungen, bis hin zur Regelung der Betreuungssituation am Entbindungstag. Die Covid-19 Pandemie sorgte für zusätzliche Verunsicherung. Es brauchte einen Plan an was ich alles bei meiner Geburtsvorbereitung denken muss.

Geburtsvorbereitungskurs und Nachsorgehebamme

Bei meiner Tochter wusste ich damals, dass ich unbedingt einen Geburtsvorbereitungskurs machen möchte. Weniger um Kontakte zu knüpfen, sondern tatsächlich um mir Wissen anzueignen und meine Fragen loszuwerden. Zusätzliche Literatur nutzte ich keine. Es war damals ein gutes Gefühl auf eine Quelle vertrauen zu können, anstatt sich von zu vielen verunsichern zu lassen. Natürlich hörte ich hier und da auch weitere Tipps und Tricks, vertraute ansonsten aber auf mich und meinen Körper und dass wir das schon schaffen.

Meine zukünftige Nachsorgehebamme leitete den Kurs. Dadurch konnten wir uns im Vorfeld ausgiebig kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Ein idealer Start. Diese Hebamme wollte ich bei Kind zwei auch wieder an meiner Seite haben. Es hatte einfach prima gepasst und sie war eine super Unterstützung. Sie war immer für uns da, drängte sich nicht auf und hatte stets die richtigen Ratschläge parat. Also schrieb ich meiner Hebamme kurz nach dem positiven Test, ob sie im Juni 2020 Zeit hätte. Glücklicherweise passte es bei ihr. Damit war recht schnell ein ganz wichiger Punkt auf meiner Liste zur Geburtsvorbereitung geklärt.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Eine zweite Sache, die ich auch wieder so wie beim ersten Mal machen wollte, war die Akupunktur zur Geburtsvorbereitung. Ich glaube fest daran, dass sie mir schon beim ersten Mal geholfen hatte. Die Geburt verlief selbstbestimmt, ohne Komplikationen und aus eigener Kraft heraus. Daher stand fest, dieses Mal musste es auch sein! Meine Frauenärztin ging leider in Ruhestand, wodurch sie die Akupunktur nicht mehr durchführen konnte. Ich brauchte einen Plan B. Aufgrund der Covid-19 Pandemie, die gerade zu diesem Zeitpunkt aufkam, gar nicht so einfach. Gott sei Dank fand ich eine Hebamme, die trotz Covid-19 die Akupunktur anbot. Darüber war ich unheimlich froh und dankbar.

Vom Einzelkind zum Geschwisterkind

Soweit so gut. Noch ähnelte die Geburtsvorbereitung der beim ersten Kind. Neu war, dass meine Tochter auch ihren Platz bei all diesen Vorbereitungen, auf den neuen Erdenbürger, finden musste. Dabei ging es nicht nur darum wo sie sein wird, wenn wir ins Krankenhaus fahren, sondern vor allem auch wie wir sie auf die neue Familienkonstellation und ihren Bruder vorbereiten. Aus einem Einzelkind wird ein Geschwisterkind.

Wir entschieden uns dafür die Maus von Beginn an bei allem mit einzubeziehen. Wir erzählten ihr vom Baby noch bevor der Bauch sichtbar war und ich nahm sie zu (fast) allen Untersuchungen bei der Frauenärztin mit. Wir lasen Bücher darüber wie ein Baby entsteht, was passiert wenn es auf der Welt ist und sprachen darüber wie es ist ein Geschwisterchen zu haben. Wir erzählten ihr von unseren Namens Favouriten und nahmen sie bei der finalen Namensfindung mit. Auch sprachen wir regelmäßig den Tag der Geburt durch. Dann wenn Mama und Papa ins Krankenhaus fahren. Der Tag an dem ihr kleiner Bruder auf die Welt kommt. Ehrlicherweise bereitete mir dieser Tag am meisten Sorgen.

Die Betreuung

Unsere Familie wohnt recht weit weg, wodurch es nicht möglich war die Omas und Opas auf Abruf einzubestellen, sobald die Geburt losgeht. Wir brauchten die Unterstützung unserer Freunde. Also fragten wir die, bei denen wir uns sicher waren, dass die Maus sich dort wohl und sicher fühlt. Wir wussten, das wird passen. Und trotzdem war immer noch etwas Unsicherheit da. Die Maus wurde bis dahin noch nie von jemand anderem als mir ins Bett gebracht. Geschweige denn war sie einen ganzen Tag von uns getrennt. Unter anderem auch deswegen wollte ich unbedingt ambulant entbinden. Die Trennungszeit so kurz wie möglich halten.

Dokumente über Dokumente

Im Rahmen der Geburtsvorbereitung schrieb ich für unsere Freunde, ein paar Wochen vor ET, die wichtigsten Eckpunkte unseres Tagesablaufes auf. Wann stehen wir auf, wann und was gibt es zu Essen, wann spielen wir, wann ist Bettzeit. Das sollte helfen den Tag mit der Maus gut bestreiten zu können und zu verstehen wann sie hungrig oder müde wird. Zusätzlich zum Tagesablauf erstellte ich eine Checkliste mit Dingen die ich Zuhause vorbereiten musste. Das Gästebett beziehen, Gästehandtücher aufhängen, den Fresskorb für die Maus packen, Essensgeld bereitlegen, W-Lan Passwort organisieren. Denn, so war der Plan, unsere Freunde sollten wenn es los geht zu uns kommen und die Zeit bei uns Zuhause mit der Maus verbringen. So blieb sie in ihrem gewohnten Umfeld.

Diese zwei Dokumente (der Tagesablauf und die Checkliste) nahmen schnell ganz viel Druck von mir. Es war alles geklärt. Ich hatte alles Wichtige notiert und es konnte eigentlich nichts mehr schief laufen.

Ein weiteres unverzichtbares Dokument war der Geburtsplan, den ich mit ins Krankenhaus nahm. Bei der Maus hatte ich damals zwei ausführliche Vorgespräche, bei denen sich die Hebammen alles notierten. Dieses Mal fand das aufgrund von Covid-19 nicht statt. Daher schrieb ich meine Wünsche in einem Geburtsplan nieder. Mit diesem Dokument konnte ich mir sicher sein, dass wir alle (die Ärtzinnen, Hebammen, mein Mann und ich) auf dem gleichen Wissensstand sind. Alle wussten was ich möchte und was nicht. Das machte es mir auch einfacher bei gewissen Fragen standhaft zu bleiben und meine Wünsche nochmals klar zu kommunizieren.

Hat sich die Mühe gelohnt?

Am großen Tag lief alles ziemlich glatt. Die Maus hatte einen tollen Tag mit unseren Freunden, die Nacht lief erstaunlich gut und ich konnte mich voll und ganz auf die Geburt konzentrieren. Das war zu Beginn meine größte Angst, nicht 100% bei mir und dem Baby sein zu können. Die Geburt dauerte lange, verlief ansonsten aber genau so wie ich es mir wünschte. Sechs Stunden später konnte ich wieder nach Hause. Nach Hause zu meiner Maus. Nach Hause zu unseren Freunden. Das war der krönende Abschluss von neun langen und zehrenden Monaten.

Dann begann unsere Zeit zu viert. Ein wunderschöner und gleichzeitig anstrengender Start, zu welchem ich ganz bald mehr erzählen möchte.

Corinna

Sandkasten schnell und einfach selber bauen

Seit nun einem dreiviertel Jahr kommen wir in den Genuss eines eigenen Gartens. Wir schätzen dieses kleine Stückchen Grün und Freiheit sehr. Es ist einfach so schön die Türe aufmachen und raus in die Natur hüpfen zu können. Natürlich ist der Garten nicht nur für uns Erwachsene ganz toll, sondern vor allem auch für die Kids. Daher haben wir ihn entsprechend schnell kinderfreundlich gestaltet. Mit Schaukel, Rutsche und einem Sandkasten aus Kunststoff. Schnell musste ich aber feststellen, dass der gekaufte Sandkasten genauso billig war wie sein Preis. Also musste ein neuer Sandkasten her. Ein Sandkasten der Jahre hält und Marke Eigenbau ist.

Material für den Sandkasten

  • Meterstab
  • Spaten
  • Wasserwaage
  • 4 dicke Holzbalken in den gewünschten Maßen für den Sandkasten (unsere sind 10 cm hoch, 8 cm breit und 80 cm bzw. 150cm lang)
  • 8 lange Holzschrauben
  • Kies
  • Gartenvlies
  • Tacker
  • Spielsand

Material für die Abdeckung

  • 4 schmale Holzlatten in den Maßen des Sandkastens
  • Fieberglasgewebe
  • 28 kleine Holzschrauben
  • 4 Winkel
  • 3 Scharniere
  • Tacker

Arbeitsschritte

  1. Loch ausheben – Mit dem Meterstab die gewünschte Größe des Sandkastens ausmessen und mit einem Spaten die Ränder abstechen. Im gekennzeichneten Bereich die Grasnarbe entfernen und ggf. das Loch noch etwas tiefer ausheben. Mit einer Wasserwaage überprüfen, ob das ausgehobene Loch (relativ) eben ist.
  2. Holz kaufen und probelegen – Entsprechend der vorher genommenen Maße, vier Balken für die Sandkastenbregrenzung kaufen und am Loch probelegen. Nun können Korrekturen am Aushub vorgenommen werden. Z.B. wenn der Aushub zu kurz oder zu schmal ist.
  3. Nachbessern und verschrauben – Bei Bedarf das Loch nachbessern und mit der Wasserwaage die ausgelegten Balken ins Lot bringen. Hierfür entweder die Balken mit zusätzlicher Erde unterfüttern oder Erde darunter entfernen. Anschließend die Balken an der kurzen Seite, Stoß auf Stoß, mit jeweils zwei Schrauben (oben und unten) verschrauben.
  4. Kies einfüllen – Kies etwa 2 cm hoch als Drainage in die Mulde einfüllen.
  5. Gartenvlies auslegen und befestigen – In der Mulde Gartenvlies locker auslegen und dieses von innen an die Holzbalken tacken. Überstehende Reste abschneiden.
  6. Sand einfüllen – Jetzt kann der Spielsand eingefüllt werden.
  7. Abdeckung bauen – Vier Latten in der Breite und Länge des Sandkastens, auf einer ebenen Fläche auslegen und an den Ecken mit Winkeln verschrauben. Das Fieberglasgewebe um die Abdeckung spannen und festtackern. Überstehende Reste abschneiden.
  8. Abdeckung montieren – Mit den Scharnieren die Abdeckung an der Rückseite des Sandkastens montieren. Ein Scharnier links außen, eines rechts außen und eines in der Mitte festschrauben. Fertig.

Unser Sandkastenspielzeug ist im Übrigen bunt zusammengewürfelt und aus zweiter Hand. Hierzu hatte ich schonmal einen Beitrag geschrieben, denn ich finde dass hier echt kein neues Spielzeug zum Einsatz kommen muss. Dieses sieht nach paarmaliger Benutzung dann eh aus wie gebraucht.

Wie eingangs erwähnt, wollte ich einen Sandkasten bauen, der mehrere Jahre hält. Wir haben uns beim Holz für unbehandelte Fichte entschieden. Diese soll etwa 5 Jahre halten, was für unsere Zwecke absolut ausreichend ist. Haltbarer wird das Holz, wenn es ensprechend behandelt ist. Ich habe mich aber bewusst dagegen entschieden, damit keine Substanzen in den Spielsand eindringen können, der ja doch noch allzu gern in den Mund wandert.

Corinna

Tragehilfen kurz erklärt

Welche Tragehilfe passt zu mir? Eine Übersicht.

Wer über den Kauf einer Tragehilfe nachdenkt, der wird ganz schnell über viele verschiedene Fachbegriffe stolpern, die für Neulinge sehr verwirrend sein können. Tragetuch, Mei Tai, Half Buckle, Full Buckle, Onbuhimo oder Ring Sling. Aber was ist was und welches System ist für wen am besten geeignet? Das erfährst du in diesem Artikel.

Tragetuch

Starten wir mit der wahrscheinlich bekanntesten Tragehilfe. Das Tragetuch. Das Tragetuch gibt es in unterschiedlichen Webarten und kann elastisch oder fest gewebt sein. Ich bevorzuge das fest gewebte Tragetuch, da dieses meines Erachtens einfach mehr Halt gibt und sich auch besser binden lässt. Das Tragetuch ist für jeden geeignet, der gerne bindet. Ob Papa, Mama, Oma oder Opa, es passt sich an den Tragenden individuell an und genauso variabel sind die Tragevarianten. Man kann sein Kind vorne, hinten und seitlich tragen. Zusätzlich gibt es für jede Position verschiedene Bindevarianten. Das Tragetuch erfordert mit das meiste Geschick. Hier ist die Devise, umso öfter gebunden, desto besser und einfacher wird es für den Tragenden. Es lässt sich sehr kompakt verstauen und mitnehmen, hat keine Fremdkörper am Stoff, die das Kind stören könnten und ist vom Neugeborenen bis Kleinkind geeignet.

Mei Tai

Die Mei Tai würde ich als eine Evolution des Tragetuchs beschreiben. Sie hat einen Bauchgurt, den man um die Hüfte bindet und Stoffträger die über die Schultern gebunden werden. Die Vereinfachung zum Tragetuch liegt darin, dass das Kind zunächst in eine vorgebundene Tragehilfe gesetzt wird, bevor die Träger zur Fixierung gebunden werden. So kann die Mei Tai auch mal kurz umgebunden bleiben, wenn das Kind aus der Trage genommen wird. Das Tragetuch müsste man hingegen ganz abnehmen. In der Mei Tai kann das Kind vorne, hinten und seitlich getragen werden. Damit bietet sie genau so viel Flexibilität wie ein Tragetuch, ist in der Anwendung aber etwas einfacher. Die Mei Tai kommt auch wieder ohne Fremdkörper am Stoff aus und kann für jedes Alter verwendet werden.

Half Buckle

Die Half Buckle ist wiederum die Weiterentwicklung der Mei Tai. Hier liegt der Unterschied darin, dass der Bauchgurt nicht mehr gebunden, sondern mit Schnallen verschlossen wird. Die Träger sind weiterhin aus Stoff und werden wie bei der Mei Tai zum Fixieren gebunden. Auch eine Half Buckle kann umgeschnallt bleiben, wenn das Kind rausgesetzt wird. Bei der Verwendung von Fremdkörpern am Tragestoff gibt es große Unterschiede. Einige Hersteller verzichten auch hier auf Schnallen oder ähnliches, andere verwenden welche. Mit einer Half Buckle kann vorne, hinten und seitlich getragen werden und sie ist in der Regel vom Neugeborenen bis Kleinkind zu verwenden.

Full Buckle

Eine Full Buckle Tragehilfe kommt ganz ohne binden aus. Sie hat einen festen Bauchgurt und zwei Schulterträger. Diese können mit entsprechenden Schnallen und Riemen an die Größe des Kindes und an den Tragenden eingestellt werden. Im Prinzip ist die Full Buckle wie ein Rucksack anzulegen. Mit ihr kann das Kind vorne und hinten getragen werden. Was die Größe des Kindes angeht gibt es große Unterschiede. Einige Hersteller bieten eine Full Buckle an, die von Geburt bis zum Kleinkindalter genutzt werden kann, andere bieten eine Variante für Babys (Geburt bis ca. 1 Jahr) und eine Variante für Kleinkinder (ca. 1 Jahr bis 2,5 Jahre) an. Welche Full Buckle für einen selbst infrage kommt, sollte man sich daher gut überlegen. Möchte ich mein Kind nur im ersten Lebensjahr tragen oder kann ich es mir vorstellen es bis ins Kleinkindalter zu tragen?

Onbuhimo

Eine Onbuhimo ist eine Full Buckle ohne Bauchgurt. Sie ist für Schwangere oder Tragende die am Bauch empfindlich sind geeignet. Mit der Onbuhimo wird das Kind hauptsächlich auf dem Rücken getragen. Sie kann aber auch vorne verwendet werden. Empfohlen ist eine Onbuhimo erst ab dem Sitzalter und ist damit für größere Babys bzw. Kleinkinder geeignet.

Ring Sling

Der Ring Sling ist eine Form des Tragetuchs. Dieser besteht aus einer langen Stoffbahn, die an einem Ende zwei Ringe hat. Durch diese Ringe wird das andere Ende des Stoffes hindurchgezogen und befestigt. So erhält man einen „Stoffbeutel“, in den das Kind hineingesetzt wird. Der Ring Sling wird nur über eine Schulter gebunden und sorgt damit für eine einseitige Gewichtsverteilung. Damit eigenet er sich am besten für den kurzweiligen Einsatz. Ein Ring Sling kann die gesamte Zeit umgelassen werden und ist damit schnell einsatzbereit. Getragen wird mit dem Ring Sling vorne oder seitlich und er ist für Neugeborene und Kleinkinder geeignet. Meine Empfehlung ist den Ring Sling als Zweittrage zu nutzen. Aufgrund des kompakten Packmaßes passt er in (fast) jede Handtasche und man hat damit überall eine Tragehilfe zur Hand.

Ich hoffe dieser Artikel konnte einen guten Überblick über die verschiedenen Tragehilfen geben und gestaltet die Entscheidung für den Kauf einer Tragehilfe leichter. So kompliziert der Tragedschungel erst erscheinen mag, so schön ist diese Vielfalt doch auch. Denn so ist auf jeden Fall garantiert, dass jede/r ihre/seine passende Tragehilfe findet!

Corinna

Wunderwaffe Muttermilch – Was sie alles kann

Neun Monate Schwangerschaft liegen hinter der frisch gebackenen Mama, das Neugeborene ist endlich auf der Welt und der Milcheinschuss lässt nicht lange auf sich warten (insofern der Wunsch des Stillens da ist). Dass Muttermilch die optimalste Nahrungsquelle für ein Neugeborenes darstellt, wird jeder Mama klar sein. Eine einzigartige Zusammensetzung die nicht kopierbar ist.

Dabei kann und sollte Muttermilch nicht nur als das reine Nahrungsangebot verstanden werden. Sie kann noch so viel mehr und was, das könnt ihr nachfolgend lesen. Denn in ihr stecken viele tolle weitere Anwendungsmöglichkeiten. Sollte also mal zu viel Milch da sein, dann auf keinen Fall wegschütten bzw. auch mit einem normalen Milchvolumen lassen sich wunderbare Anwendungsgebiete finden.

Selbst getestete Anwendungsmöglichkeiten:

Augentropfen

Kleine Mengen Muttermilch können wunderbar als Augentropfen für das Baby verwendet werden. Zum Beispiel wenn das Neugeborene verklebte Augen nach dem Schlaf hat oder sogar bei einer Bindehautentzündung kann Muttermilch helfen (zusätzlich die Hebamme oder den Kinderarzt konsultieren). Die Anwendung ist ziemlich einfach. Direkt aus der Brust etwas frische Milch in die Augen des Babys träufeln (ein bis zwei Tropfen reichen) und dann mit einem weichen Tuch oder Wattepad von außen nach innen auswischen. Das funktioniert auch mit einer Pipette o.ä.. Ich bin jedoch ein großer Fan davon die Milch direkt aus der Brust zu verwenden. So ist sie gleich steril und es muss nichts gereinigt oder desinfiziert werden.

Wunde Brustwarzen

Auch bei wunden Brustwarzen hilft Muttermilch wunderbar. Einfach nach dem Stillen etwas Milch ausstreichen, auf der Brustwarze verteilen und an der Luft trocknen lassen. Am besten nach jedem Stillen wiederholen.

Hautpflege

Solle das Neugeborene kleine Kratzer oder Babyakne haben, dann kann auch hier frische Muttermilch auf die betroffenen Stellen getupft werden. Das hat bei uns immer prima geholfen, um Wunden schneller heilen zu lassen.

Schnupfen

Verschnupfte Babynasen erfreuen sich sehr an ein paar Tropfen frischer Muttermilch. Diese befeuchtet die Schleimhäute und die Nase lässt sich einfacher putzen und saubermachen. Nach jeder Anwendung konnten unsere Kleinen gleich viel befreiter Atmen. Ähnlich wie bei den Augentropfen bevorzuge ich auch hier die direkte Verwendung aus der Brust. Wer das aber nicht mag, der kann zu einer sterilisierten Pipette o.ä. greifen und ein bis zwei Tropfen Muttermilch in je ein Nasenloch geben.

Milchschorf

Manche Babys haben in ihren ersten Lebensmonaten den so genannten Milchschorf. Auch hier kann das Auftragen von Muttermilch eine Verbesserung bewirken.

Badezusatz

Die wohl gängigste (und zugleich meine liebste) Verwendungsmöglichkeit ist die Muttermilch als Badezusatz zu verwenden. Ein schönes Milchbad ist wunderbar für Baby’s Haut. Hierfür kann auch prima abgepumpte Milch verwendet werden. Gerne friere ich die Muttermilch dafür in Eiswürfelförmchen ein. Somit kann man den Badezusatz ganz einfach portionieren. Wir nehmen etwa ein bis zwei Eiswürfel pro Badewanne.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten (noch nicht selbst getestet):

Juckreiz

Bei Juckreiz soll Muttermilch auch ganz wunderbar helfen. So schafft diese Linderung bei Sonnenbrand, Insektenstichen oder Pusteln nach dem Kontakt mit Brennesseln. Einfach die Milch auf die betroffene Stelle geben und trocknen lassen.

Wunder Po

Ein wunder Baby Po kann ebenfalls mit Muttermilch gepflegt werden. Nach der sanften Reinigung mit Waschlappen und warmem Wasser, die Muttermilch auftupfen und trocknen lassen.

Ohrenentzündung

Sollte das Neugeborene eine Ohrenentzündung haben, so können ein paar Tropfen Muttermilch (mehrmals täglich) Linderung verschaffen. Der Besuch beim Kinderartz sollte verständlicherweise trotzdem erfolgen.

Lippenpflege

Was ich unbedingt noch ausprobieren möchte ist Muttermilch bei trockenen und spröden Lippen anzuwenden. Dies soll Wunder bewirken und ein wahrer Ersatz für Lippenpflegestifte sein. Ein paar Tropfen auf die Lippen geben und schon fühlen sie sich wieder ganz geschmeidig an.

Muttermilch ist eine wirkliche Wunderwaffe und hat uns schon bei einigen Wehwehchen geholfen. Ich finde sie wird oft unterschätzt, da allen primär die optimale Nährstoffzusammensetzung für’s Neugeborene ein Begriff ist. Für mich ist sie definitiv mehr, als nur die beste Nahrung für mein Kind – sie ist meine kleine Geheimwaffe. Zudem ist Muttermilch so verwendet auch super nachhaltig. Man kann sich damit einige Salben, Kosmetika oder Pfegeprodukte sparen. Besser geht’s doch nicht!

Corinna

Trockenwerden

Trockenwerden – Unser Weg mit zweieinhalb Jahren

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Mittlerweile ist es gut sieben Wochen her, dass unser zweites Kind auf die Welt gekommen ist. Zu Beginn der Schwangerschaft sagte ich noch scherzhaft wie schön es wäre, wenn wir das Trockenwerden der Maus bis dahin durch hätten und somit nur ein Wickelkind zu versorgen wäre. Dass dies nun tatsächlich Realität ist, hätte ich so nicht erwartet. Mit zwei Jahren und acht Monaten ist sie tagsüber, sowie nachts trocken.

In diesem Beitrag möchte ich euch über unseren Weg dorthin berichten. Es geht weniger darum, was wir als Eltern konkret tun können, um unser Kind trocken zu bekommen. Sondern viel mehr darum zu sensibilisieren, um diese Phase des Trockenwerdens optimal zu begleiten. Auf das Kind zu hören, Druck rauszunehmen und den natürlichen Prozess des Trockenwerdens auf sich zukommen zu lassen. Mit kleinen Tipps und Tricks, die uns auf dieser Reise geholfen haben.

Trockenwerden – Der Ablauf

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Als die Maus vor vier Monaten, ziemlich zu Beginn des Corona Lockdowns, eines Morgens sagte: „Ich möchte keine Windel anziehen“. Mein Mann und ich waren kurz stutzig. Keine Windel? Ob das gut geht? Ohne dies aber weiter zu hinterfragen oder sie in eine Richtung zu drängen sagten wir: „Okay, probieren wir es aus.“.

Wir haben in diesem Moment ganz einfach der Maus vertraut. Dass sie weiß was sie tut und anscheinend für sich den richtigen Zeitpunkt gefunden hat, um einen neuen Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen.

Für uns hätte es zeitlich nicht besser sein können. Die KiTa hatte zu, das öffentliche Leben stand still und wir waren aufgrund von Corona eh nur Zuhause. Wenn das keine optimalen Bedingungen waren das Trockenwerden anzugehen, dann weiß ich auch nicht. Also ließen wir es darauf ankommen. Wir ließen die Windel tagsüber weg und nutzten anfangs noch eine Nachtwindel. Die Maus war sichtlich zufrieden und es war ihr absolut bewusst, dass nun eine neue Form der Selbständigkeit auf sie wartete.

Die erste Woche

In der ersten Woche versuchten mein Mann und ich die Maus so oft wie möglich daran zu erinnern, dass sie nun keine Windel mehr anhat und daher die Toilette aufsuchen soll, wenn sie mal muss. Der Reminder war sehr wichtig, da sie im Spiel noch oft vergaß, dass die Windel nun weg war. Natürlich ging in dieser Zeit einiges daneben. Das war aber überhaupt nicht schlimm und genauso kommunizierten wir es auch an sie. Es gehörte zum Prozess dazu und genügend Wechselsachen, sowie Tücher zum Saubermachen hatten wir stets bereit. Eineinhalb Wochen später ging kaum noch etwas daneben. Die Maus wurde sicherer in ihrer körperlichen Wahrnehmung und immer stolzer, dass sie so selbständig war.

Zu dieser Zeit waren wir immer noch viel Zuhause und konnten sie regelmäßig an den Toilettengang erinnern. Ich würde sagen dies war auch mit die wichtigste Aufgabe von uns Eltern, um beim Trockenwerden zu helfen. Für das Kind da sein, regelmäßig erinnern und beruhigen, sollte doch mal etwas daneben gegangen sein. Einfach den Rückhalt und die sichere Umgebung für diese wichtige Entwicklung bieten.

Der weitere Verlauf

Etwa gegen Ende der zweiten Woche nahmen wir uns dann immer weiter zurück, wenn es um das Erinnern an den Toilettengang ging. Sie sollte nun selbst daran denken und merken wann der Richtige Zeitpunkt war zu gehen. Und das machte sie auch richtig gut. Mitten im Spiel flitzte sie dann aufeinmal davon und schaffte es in der Regel rechtzeitig. Den Ablauf auf der Toilette begleiteten wir weiterhin eng. Zeigten ihr die einzelnen Schritte, wiesen auf das Händewaschen danach hin und versuchten für sie einen klaren, immer wiederkehrenden Ablauf zu schaffen.

Das ging wiederum etwa zwei Wochen so. Sie forderte in dieser Zeit die Begleitung auf der Toilette stets bei uns ein. Nach diesen zwei Wochen versuchte sie immer mehr und mehr alleine zu schaffen. Sie war sooo stolz auf sich, wenn sie wieder etwas alleine geschafft hatte!

Wir als Eltern hielten uns stets raus, wenn sie sagte, dass sie etwas alleine machen möchte. Waren aber immer physisch anwesend. Wir waren in etwa die ganze Zeit wie ein Schatten bei ihr. Ein Schatten der da war, sollte sie Hilfe benötigen, der sich aber nie aufdrängte oder meinte sie belehren zu müssen. Nein im Gegenteil. Wir unterstützen die Maus darin es so zu machen wie sie wollte und zeigten nur gewisse Hygieneregeln und Abläufe auf.

Nach insgesamt sechs Wochen würde ich sagen, war das Trockenwerden tagsüber geschafft. Und dann kam kurz darauf auch schon der nächste überraschende Schritt.

„Ich möchte keine Nachtwindel mehr haben.“

Genau das war der danach folgende Wunsch der Maus. Und damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet! Trockenwerden in der Nacht. Keine Nachtwindel mehr, puh. Die Möglichkeiten hier zu unterstützen waren nun nur noch minimal. Also hieß es ganz viel Vertrauen in die Maus zu setzen und es einfach darauf ankommen zu lassen. Auch hier haben wir ihren Wunsch nie infrage gestellt, sondern nach Lösungen zur Umsetzung gesucht.

Zugegeben, die ersten anderthalb Wochen ging oft etwas daneben. Darauf hatten wir uns jedoch im Vorfeld eingestellt und die Betten, das von der Maus und unseres, entsprechend vorbereitet. Molton, Wickelunterlage, Wechselschlafsachen und Waschmaschine waren unsere besten Freunde. Morgens wurde meistens dann schnell eine Wäsche angestellt und gleich war alles wieder tippi toppi.

Eineinhalb Wochen später schien der große Meilenstein erneut geschafft zu sein. Die Maus war die Nacht über trocken. Auch hier war sie wieder super stolz auf sich, wenn wir sie morgens darauf aufmerksam machten, dass sie trocken geblieben ist und immer noch das selbe Schlafoutfit anhat. Dieses Grinsen in ihrem Gesicht war mit keinem Geld der Welt zu bezahlen!

Trockenwerden – Unsere Ausstattung

Während des Trockenwerdens haben wir unsere Ausstattung immer wieder etwas angepasst. Zunächst starteten wir mit einem Töpfchen*, welches im Wohnzimmer seinen Platz fand. Das war einfach der Ort an dem wir uns am meisten aufhielten und die Maus den kürzesten Weg hatte, wenn es darum ging schnell auf Toilette zu flitzen.

Um das Töpfchen* herum bauten wir nach ein paar Tagen eine Art Sichtschutz aus einem großen Pappkarton, da wir merkten, dass sie sich etwas mehr Privatsphäre wünschte. Es war ihr sichtlich unangenehm so ganz unter Beobachtung zu stehen. Mit dem Sichtschutz kam der Prozess dann so richtig ans Laufen.

Diese Lösung (Töpfchen + Sichschutz, im Wohnzimmer) hatten wir etwa dreiWochen lang. Dann wanderte das Töpfchen* ins Gäste WC. Nun hieß es also den Weg zur Toilette zu schaffen und sich an den neuen, finalen Ort zu gewöhnen.

Nachdem dieser Schritt ziemlich gut funktionierte, tauschten wir ein bis zwei Wochen später das Töpfchen* gegen einen Kinder Toilettensitz* plus Tritthocker aus. Nun war es also soweit und die Maus ging „ganz normal“ wie Mama und Papa auf Toilette. Im großen Bad nutzten wir von Beginn an einen Kinder Toilettensitz*, wodurch sie die Konstellation bereits etwas gewohnt war.

Ich glaube es war für das Trockenwerden ganz wichtig, dass wir sie überall mit einbanden. Wir besprachen jeden neuen Schritt gemeinsam, sie durfte die Pakete auspacken als Töpfchen und Sitz ankamen und baute alles mit auf und ein. Es war ihr Prozess und genau das sollte sie spüren.

Jedes Kind ist anders

Jedes Kind ist natürlich anders und damit ist der Prozess des Trockenwerdens auch immer ein anderer. Was ich aber mitgeben möchte ist, dass eine gewisse Übergangszeit ganz normal ist, bis sich solch ein neuer Schritt eingependelt hat. Bei uns waren das immer etwa eineinhalb bis zwei Wochen. Die ging es durchzuhalten und danach wurde es Tag für Tag einfacher.

Ich würde auch immer wieder abwarten, bis das Kind von selbst den Wunsch äußert die Windel loszuwerden und es nicht unnötig in eine Richtung drängen. Zuhören, die Wünsche aufnehmen, respektieren und das Kind den Prozess leiten lassen. Lösungen vorschlagen und emotionale Stütze sein, wenn es mal nicht so gut läuft.

Mittlerweile schafft die Maus den Toilettengang komplett alleine. Je nach Tagesform möchte sie mal mehr, mal weniger dass Mama oder Papa helfen und das ist okay so. Ich freue mich unheimlich für sie, dass sie diesen Meilenstein geschafft hat und damit ein gutes Stück selbständiger geworden ist.

Erzählt mal, welche Erfahrungen habt ihr mit dem Trockenwerden eurer Kleinen/Großen gemacht?

Bis bald, Corinna

Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten – ein Auf und Ab der Gefühle

Ziemlich früh stand fest, dass die Maus mit etwa zwei Jahren in die KiTa gehen wird. Meine Elternzeit hatte ich für zwei Jahre beantragt. Nach der Elternzeit wollte ich halbtags wieder arbeiten gehen. Vormittags, 5 Stunden pro Tag, 5 Tage die Woche. Nachmittags war ich dann wieder für meine Kleine da, so der Plan.

Wir meldeten unsere Maus also bei den KiTas an und hofften im September 2019 mit der Eingewöhnung starten zu können. Ab Oktober wäre es für mich dann wieder losgegangen. Tatsächlich erhielten wir auch die Zusage von unserer favorisierten KiTa. Allerdings mit dem Start der Eingewöhnung im Juli 2019. Huch, das war uns eigentlich vieeel zu früh. So freundete ich mich doch gerade erst damit an meine Kleine ab September abzugeben.

Da unsere KiTa im August und September allerdings insgesamt drei Wochen geschlossen hatte und nach den Ferien andere Kinder für die Eingewöhnung geplant waren, mussten wir früher als gedacht starten. Vier Wochen Eingewöhnung, drei Wochen Ferien und nochmal vier Wochen Zeit bis ich wieder arbeiten gehe.

Wie unsere Eingewöhnung verlief, welche Höhen und Tiefen wir hatten, dass möchte ich gerne mit euch teilen. Denn um ehrlich zu sein hatte ich von Beginn an ein wenig Bauchschmerzen bei dem Thema. Mein Herz schlägt eigentlich sehr dafür sie bis zum Kindergartenalter selbst zu betreuen. Leider geht das aber nicht.

Woche 1

Die erste Woche verlief wie im Fluge. Wir sollten erstmal für ein bis eineinhalb Stunden dort bleiben und die Erzieher*innen, sowie Kinder kennenlernen. Uns an die Räumlichkeiten gewöhnen und Abläufe mitmachen. Von Trennung war noch gar keine Rede. Die Maus war von Beginn an sehr gelöst, erkundete alles Neue und trennte sich sogar ein paar Mal für kurze Zeit von mir (ich blieb allerdings noch im Gruppenraum). Sie war so neugierig und verstand noch gar nicht was um sie herum passierte. Es gab keine Tränen, keine Trennungsängste oder ähnliches.

Woche 2

In der zweiten Woche begannen wir mit den ersten Trennungsversuchen. Ich verbrachte etwa die halbe Woche über jeden Tag mehr als eine Stunde im Nebenraum. Sie machte das klasse mit der Trennung und war sich sicher „Mama kommt wieder“. Trotzdem merkte man wie anstrengend die Zeit in der KiTa für sie war. Sie war müder als sonst und suchte nach der Zeit in der KiTa sehr viel Nähe.

Woche 3

Die dritte Woche war ziemlich emotional. Ich hatte das Gefühl, dass sie hier auf einmal verstand was die Trennung für sie bedeutete. Dass Mama eine Zeit lang weg war. Mittlerweile sogar nach Hause fuhr und sie alleine in der KiTa bleibt. Sie blieb jetzt von 09:30 Uhr bis etwa 12:00 Uhr in der KiTa. Aß mit den anderen Kindern zu Mittag und wurde dann wieder von mir abgeholt. In dieser Zeit liefen das erste Mal Tränen und man merkte, dass sie die Trennung nicht wollte. Trotzdem hatte sie auch viel Spaß beim Spielen und Vertrauen zu ihrer Bezugserzieherin.

Woche 4

Der Start der vierten Woche war leider nicht so gut, da die Maus mit Fieber krank Zuhause blieb. Daher machte ich mir etwas Sorgen wie der weitere Wochenverlauf werden würde. Tatsächlich aber war dies die beste Woche bisher. Die Maus spielte sehr viel, vertraute sich auch den anderen Erzieher*innen an und begann sich so richtig für die anderen Kinder zu interessieren. Am letzten Tag vor den Ferien berichtete mir die Bezugserzieherin, dass sie denkt der Knoten sei so langsam geplatzt. Die Maus hatte nicht einmal mehr geweint und war die ganze Zeit über sehr zufrieden.

3 Wochen KiTa Ferien

Dann folgten drei Wochen KiTa Ferien. Ich machte mir im Vorfeld Gedanken wie ich diese Zeit gut überbrücken kann. Wie ich der Maus diese drei Wochen begreifbar machen kann und wie ich verhindere, dass sie die KiTa vergisst. Ich dachte, dass etwas visuelles dabei bestimmt hilft und erstellte einen stark vereinfachten KiTa Ferien-Kalender. Dieser bestand im Prinzip aus so vielen leeren Kästchen, wie es Schließtage gab. Ins letzte Kästchen, der Tag an dem die KiTa wieder losging, fügte ich das Logo der KiTa ein. Der Rest blieb leer. Nun konnte die Maus jeden Tag in den Ferien ein leeres Kästchen mit bunten Filzstiften ausmalen. Ich sagte ihr, dass wenn alle Felder ausgemalt sind, die KiTa wieder losgeht. Und sie verstand es. Der Ferienkalender war das absolute Highlight jeden Tages und sie freute sich mit jedem ausgemalten Kästchen mehr und mehr auf den KiTa Start.

Woche 5

Auf den ersten KiTa Tag nach den Ferien freute sich die Maus unheimlich. Sie erzählte schon Tage vorher davon. Als es aber soweit war, klammerte sie sich ganz arg an mich. Es fiel ihr schwer loszulassen und erst nach einiger Zeit ging sie in den Gruppenraum zum Spielen. Nach der Trennung war wieder alles bestens, sodass wir nach den Ferien zum ersten Mal die Betreuungszeiten erweiterten. Nun brachte ich sie um 09:00 Uhr hin und holte sie etwa um 13:00 Uhr ab. Neu für die Maus war nun, dass sie sich nach dem Mittagessen mit den anderen Kindern ausruhen sollte. Das war für sie ganz schwer und ein sehr emotionales Thema. Bis dato war sie es gewohnt nur bei Mama einzuschlafen (egal ob tagsüber oder abends). Ihr fiel es schwer sich in der KiTa fallen zu lassen und weinte daher auch sehr viel. Der Beginn unserer emotionalsten Zeit der Eingewöhnung.

Das Abgeben und Abholen war nun immer von Tränen begleitet. Die Trennung am Morgen war schwer, aber sobald diese geschafft war, spielte die Maus ganz gelöst in der KiTa. Mama war kein Thema mehr. Sobald es aber wieder ans Abholen ging, kochten die Emotionen wieder hoch. Das war für uns beide richtig schwer und es ging so weit, dass sie mir am Abend vorher sagte sie wolle am nächsten Tag nicht in die KiTa. Die Trennung verarbeitete sie viel im Schlaf, sodass unsere Abende unruhiger waren und sie öfter nach Mama rief.

Woche 6

Woche sechs begann wie Woche fünf aufgehört hatte. Mit einigen Tränen. Dafür war die Zeit in der KiTa aber richtig gut. Sie konnte sich das erste Mal ein bisschen auf das Ausruhen in der KiTa einlassen und fing nicht mehr an zu weinen. Man merkte, dass sie die Trennung jetzt so richtig begriff und zunächst versuchte diese gar nicht zuzulassen. So langsam begriff sie aber auch, dass Mama wirklich immer, immer, immer wieder kommt und sie nicht alleine gelassen wird. Der Montag war sehr emotional, der Dienstag schon etwas besser und der Mittwoch war super. Am Mittwoch konnte ich sie das erste Mal ganz ohne Weinen abgeben und auch beim Abholen ging es ihr sehr gut. Diese Entwicklung stimmte mich unheimlich zufrieden.

Woche 7

Eine Woche die alles veränderte. Nachdem die sechste Woche der Eingewöhnung mit vielen Auf und Abs verbunden war, war ich etwas nervös wie es weitergeht. Es war die vorletzte Woche meiner Elternzeit und so langsam spürte ich den Druck, dass „es doch endlich klappen muss“. Die Verabschiedung am Morgen lief jetzt schon viel besser, aber das Essen in der KiTa und vor allem der Mittagsschlaf machten uns allen (Eltern + Erzieher*innen) noch Sorgen. Am Montag von Woche sieben sprach ich mit der Bezugserzieherin was wir tun können, um der Maus zu helfen. Wir sammelten ein paar Ideen und wollten vor allem den Rhythmus durchbrechen, dass die Kleine jeden Tag Zuhause ihren Mittagsschlaf nachholte, der in der KiTa fehlte. Sie sollte die Sicherheit haben, dass sie auch in der KiTa schlafen darf und nicht bis Zuhause warten muss.

Also sprach ich auf dem Nachhauseweg mit ihr und sagte: „Heute mein Schatz, machen wir das letzte Mal Mittagsschlaf Zuhause. Ab morgen darfst du dann in der KiTa schlafen.“ Sie reagierte darauf erstaunlich entspannt und tatsächlich machte sie, wie von Zauberhand, am darauffolgenden Tag ihren ersten Mittagsschlaf in der KiTa. Ich konnte es kaum glauben und war sooo stolz auf die kleine Maus! Am Mittwoch schlief sie wieder dort und am Donnerstag und am Freitag. Auf einmal war der Knoten geplatzt. Sie ging auf einmal auch richtig gerne in die KiTa. Wo vorher immer noch viel Angst zu spüren war, war jetzt Vorfreude. Und das alles, obwohl der Papa sie ab dem Dienstag morgens zur KiTa brachte. Bisher übernahm ich die Aufgabe, aber mit dem Wiedereinstieg in den Job konnte ich dies nicht mehr tun. Daher war dies nun die Aufgabe des Papas.

Unsere KiTa Eingewöhnung mit 21 Monaten - ein Auf und Ab der Gefühle

Wir sind eingewöhnt

Ganze sieben Wochen hat unsere Eingewöhnung gedauert. Plus drei Wochen KiTa Ferien. Ich war sooo froh, dass wir früh mit der Eingewöhnung angefangen hatten. Wir hatten Zeit, brauchten uns und der Kleinen keinen Druck machen und konnten ganz Behutsam vorgehen. Es war eine anstrengende Zeit für alle, die sich am Ende aber auszahlte. Jetzt lief es sehr gut und auch wenn die nächste Talfahrt bestimmt irgendwann nochmal kommt, so bin ich doch sehr beruhigt, dass die Maus angekommen ist. Angekommen bei sich selbst, in der KiTa und bei ihrer Bezugserzieherin. Wir sind richtig stolz!

Jetzt heißt es in Kürze für die Mama sich in den neuen/alten Job einzugewöhnen. Davor habe ich schon großen Respekt und kann nur allzu gut nachvollziehen wie die Maus sich wohl gefühlt haben muss. Aber auch das werde ich irgendwie meistern und schließlich wachsen wir alle an neuen Herausforderungen. Egal ob groß der klein.

Es wird noch ein Beitrag folgen, in dem ich euch die Ideen vorstelle, die wir genutzt haben um die Trennung in der Eingewöhnung zu überbrücken. Sowohl für einen normalen KiTa Tag, als auch in der Ferienzeit. Die Überbrückung der Trennung empfand ich nämlich als ganz besonders wichtig.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten (1,5 – 2 Jahre)

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Weiter geht es mit der Reihe unserer liebsten Kinderbücher. Die Favoriten für Zuhause und für Unterwegs hatte ich euch ja bereits vorgestellt. Heute geht es um unsere liebsten Gutenachtgeschichten. An Gutenachtgeschichten haben wir eine kleine aber feine Auswahl im Schlafzimmer. Diese bewahren wir ganz bewusst getrennt zu den anderen Büchern auf und lesen sie auch wirklich nur abends vor dem Schlafengehen. Mir ist wichtig, dass die Bücher etwas Besonderes für die Maus bleiben und im direkten Zusammenhang zu unserer Abendroutine stehen.

Meistens machen wir es so, dass wir alle Bücher aufs Bett legen und sie sich dann eines aussucht, das sie lesen möchte. Mit der Zeit haben sich ein paar absolute lieblings Gutenachtgeschichten herauskristallisiert. Diese wählt sie dann immer und immer wieder aus. Es kann durchaus vorkommen, dass wir mehrere Wochen jeden Abend dasselbe Buch vorlesen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Gute Nacht, Locke!")

„Gute Nacht, Locke!“ von Ravensburger

„Gute Nacht, Locke!“* erzählt die Geschichte vom Schaaf Locke und ihren Freunden wie sie sich am Abend fertig machen. Sie lesen eine Geschichte, gehen ins Bad, sagen sich gute Nacht und legen sich ins Bett. Als Locke aber nicht schlafen kann, kommen die Freunde zu Hilfe und kuscheln sich zusammen mit Locke ins Bett. Die Geschichte ist ganz toll vorzulesen, schön illustriert und macht einfach gute Laune.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wenn kleine Tiere träumen..." & "Schlaf gut, träum schön!")

„Schlaf gut, träum schön“ von Ravensburger*

In diesem Buch gibt es elf kurze Gutenachtgeschichten. Die Geschichten sind alle ganz unterschiedlich, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir lesen meistens etwa drei bis vier Kurzgeschichten vor. Dank der Abwechslung eignet sich das Buch auch sehr gut für Unterwegs. So braucht man nur ein Buch mitzunehmen und hat für jeden Abend eine andere Gutenachtgeschichte in petto.

„Wenn kleine Tiere träumen“ von CARLSEN

„Wenn kleine Tiere träumen“* ist vom Aufbau her ähnlich die das „Schlaf gut, träum schön“* Buch von Ravensburger. Es gibt 10 Kurzgeschichten zum Vorlesen, welche somit wieder schön viel Abwechslung in die Abendroutine bringen. Am Ende gibt es dann noch ein riesengroßes Klappbild, welches alle Geschichten in einem Bild zusammenfasst. „Wenn kleine Tier träumen“* ist aktuell das liebste Gutenachtbuch von unserer Kleinen.

Unsere liebsten Gutenachtgeschichten ("Wie kleine Tiere schlafen gehen" & "Wenn kleine Tiere müde sind")

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Oetinger

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“* erzählt in schönen Reimen wie die unterschiedlichsten Tiere schlafen gehen. Es lässt sich wunderbar lesen und für die Maus sind die Reime super mitzusprechen. Einfach richtig toll!

„Wenn kleine Tiere müde sind“ von Ravensburger

„Wenn kleine Tiere müde sind“* ist genau wie das Buch „Wie kleine Tiere schlafen gehen“* aufgebaut. Es erzählt ebenfalls in reimform die Geschichte dazu wie unterschiedliche Tiere schlafen gehen. Nur eben mit anderen Tieren. Auch wenn sich die Bücher ähneln, so finde ich haben beide ihre absolute Daseinsberechtigung.

Eine Abendroutine ohne Bücher kann ich mir wirklich nicht mehr vorstellen. Ich finde es ist einfach das Schönste sich ins Bett zu kuscheln, eine Gutenachtgeschichte vorzulesen und so langsam vom Tag abzuschalten. Die Maus freut sich jeden Abend riesig darauf. Jetzt mit knapp zwei Jahren lesen wir noch recht kurze Geschichten. Ich freue mich schon darauf, wenn wir irgendwann dann mal richtig lange Gutenachtgeschichten vorlesen und sie vielleicht sogar dabei ins Traumland entschwindet. Ja, eine entspanntere Abendroutine kann ich mir kaum vorstellen.

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs (1,5 – 2 Jahre)

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Nach dem ersten Artikel zu unseren liebsten Kinderbüchern für Zuhause, kommen heute unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs. Unterwegs und auf Reisen haben wir wirklich immer Bücher mit dabei. Die Maus fordert es richtig ein im Auto zu lesen oder vorgelesen zu bekommen. Auch wenn wir bei jemandem zu Besuch sind werden ganz oft unsere mitgebrachten Bücher herausgeholt.

Bei den Büchern für Unterwegs ist es mir vor allem wichtig, dass sie schön klein und handlich sind und dass die Maus sie selbständig anschauen kann. Ein bisschen Text mit einer schönen Geschichte darf aber auch nicht fehlen. Kleine Bücher, die nicht nur ausschließlich Bilder zeigen, finde ich sind gar nicht so leicht zu bekommen. Ich habe aber eine Reihe entdeckt, die all das kann und die ich daher unheimlich liebe.

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Ich bin das kleine Küken", "Ich bin das kleine Schäfchen", "Ich bin das kleine Kaninchen" & "Ich bin der kleine Hund")

„Ich bin…“ von Ravensburger

Die „Ich bin…“ Bücher von Ravensburger haben die perfekte Reisegröße. Es gibt sie in einer großen Ausführung und in einem ganz kleinen Taschenbuchformat. Das Taschenbuchformat ist der absolute Knaller. Leider sind die Bücher etwas schwer im Handel zu bekommen und schon gar nicht online zu bestellen. An die großen Ausgaben kommt man einfacher ran (daher konnte ich euch auch leider nur diese verlinken). Aktuell haben wir vier der Taschenbuchausgaben. Im Buch wird immer eine Geschichte über den Tag eines kleinen Tieres erzählt. Wie es aufwacht, was es erlebt und wie es am Abend wieder schlafen geht. Sehr süß geschrieben, gut zum Vorlesen und Zuhören für die kleinen Mäuse. Solltet ihr im Handel also zufällig über eine oder mehrere Ausgaben davon stolpern, unbedingt mitnehmen!

Unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs ("Auf und zu, das kann ich schon!")

„Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena

Eine weitere gute Beschäftigung für Unterwegs stellt das Buch „Auf und zu, das kann ich schon!“ von Arena* dar. Hier gibt es auf mehreren Seiten unterschiedliche Verschlüsse, die die Kleinen öffnen und schließen können. Dabei wird die Konzentration und Feinmotorik trainiert. Eine kleine Geschichte gibt es ebenfalls dazu. Das Buch ist einfach eine nette Abwechslung zu den sonst klassischen Vorlesegeschichten. Wir hatten es damals für unsere Urlaubsreise geholt, auf der es dann auch viel Verwendung fand.

Was ich besonders liebe, wenn wir unterwegs sind und Bücher dabei haben, ist es zu sehen wie andere Personen die Geschichten vorlesen. Man merkt der kleinen Maus dann gleich an, dass sie es ganz toll findet die Geschichte aus einem anderen Mund zu hören. Auch für (kinderlose) Personen, die nicht ganz wissen was sie mit den Kleinen anfangen sollen, sind Bücher immer ein prima Einstieg.

Gerne hätte ich noch ein paar Mitmachbücher wie das von Arena, bei dem die Maus ihre Feinmotorik trainieren kann und sich lange damit beschäftigt. Ich muss dringend mal schauen, ob ich da noch etwas passendes finde. Hat jemand Tipps?

Bis bald, Corinna

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause (1,5 – 2 Jahre)

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Lesen ist nicht nur ein wunderbarer Zeitvertreib, sondern hat, wie viele Studien zeigen, auch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder. Es reichen schon 15 Minuten am Tag, um diesen positiven Effekt mitzunehmen. Kinder die regelmäßig vorgelesen bekommen verfügen über einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung, haben später im Schnitt bessere Noten und mehr Freude am Umgang mit Texten. 15 Minuten am Tag sind wirklich nicht viel und in meinen Augen für jeden gut machbar. Alleine durch das Einbinden einer Gutenachtgeschichte in die Abendroutine lässt sich schon fasst die Zeit reinholen.

Wir haben mit der Maus ziemlich früh angefangen zu lesen. Weniger mit dem Hintergedanken die Entwicklung besonders zu fördern, sondern einfach weil wir alle Spaß daran hatten und Bücher ein fester Bestandteil unseres Abendrituals vor dem Schlafengehen waren. Mit zunehmenden Alter haben wir auch angefangen vermehrt tagsüber zu lesen. Die Maus verschlingt ihre Bücher und kann die meisten davon auswendig mitsprechen. Wir haben mittlerweile eine richtig schöne Auswahl Zuhause. Welches unsere liebsten Kinderbücher sind, das möchte ich euch gerne zeigen. Hierzu wird es drei Artikel geben. Heute geht es um unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause, es folgen unsere liebsten Kinderbücher für Unterwegs und zum Schluss unsere liebsten Gutenachtgeschichten.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Sachen Suchen die Jahreszeiten", "Sachen Suchen Meine Wimmelbilder" & "Sachen Suchen Im Kindergarten")

„Sachen Suchen“ von Ravensburger

Zuhause lesen wir sehr gerne Bücher mit kurzen Texten über Orte und Situationen die die Maus aus dem Alltag kennt. Solch realitätsnahe Inhalte finde ich ganz toll, da die Maus so Neues lernen kann und bekannte Dinge aus ihrem Umfeld in den Büchern wiederfindet. Besonders gut dafür eignen sich die „Sachen Suchen“ Bücher von Ravensburger. Hier gibt es jede Menge zu sehen und es lassen sich immer wieder neue Details in den Bildern entdecken. Die Bücher nehmen wir auch gerne mit ins Auto, da die Maus sich dort ganz intensiv die Bilder ansieht. Die Bilder sind immer auch ganz witzig gestaltet. So hüpft ein Kind zum Leid der Mutter zum Beispiel in den Brunnen im Zoo oder den Menschen fliegen im Herbst die Mützen vom Kopf.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Zuhause auf dem Bauernhof", "Zuhause am Meer" & "Zuhause in der Stadt")

„Zuhause“ von Magellan

Die „Zuhause“ Reihe von Magellan ist ein wenig mit den „Sachen Suchen“ Büchern zu vergleichen. Die Bücher sind aber deutlich größer. Ich finde diese Bücher besonders schön illustriert und aufbereitet. Die Bilder erstrecken sich jeweils über eine Doppelseite, auf der es viel zu entdecken gibt. Toll ist auch, dass für den Magellan Verlag das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Der Verlag versucht seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und pflanzt zum Beispiel neue Bäume in heimischen Waldgebieten. Alle oben aufgeführten Ausgaben kann ich sehr empfehlen. Es gibt noch die Ausgabe „Zuhause in der Natur“, welche wir leider nicht haben, ich aber noch nachkaufen werde.

Unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause ("Mein erster Märchenschatz" & "Alle vier Jahreszeiten")

„Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg

Ein weiteres ganz tolles Buch ist das „Alle vier Jahreszeiten“ von BELTZ & Gelberg*. Ein wunderschönes Ökobuch. Das Buch baut sich aus einem doppelseitigen Bild auf, welches vier Mal (also für jede Jahreszeit) unterschiedlich illustriert ist. Zwischendrin gibt es dann noch detailreiche Bilder zu jahreszeitenspezifischen Dingen. Es ist unheimlich liebevoll gestaltet. Die Kinder bekommen dadurch ein gutes Gefühl für den Lauf der Natur und den Wandel der Jahreszeiten. Von diesem Ökobuch gibt es noch zwei weitere große Ausgaben und mehrere kleine. Die beiden großen haben wir ebenfalls Zuhause.

„Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger

Kürzlich eingezogen ist bei uns noch „Mein erster Märchenschatz“ von Ravensburger*. In diesem Buch fnden sich neun Märchengeschichten kurz und knapp erzählt und ist sehr schön vorzulesen. Die Maus hört den Geschichten so gerne zu und taucht dabei in die Märchenwelten ein. Wir haben darin locker schon eine halbe Stunde am Stück gelesen. Ein sehr schöner Zeitvertreib für Eltern und Kind (oder auch Omas und Opas).

Das waren unsere liebsten Kinderbücher für Zuhause. Wir haben noch viele weitere Zuhause, aber diese nimmt die Maus mit Abstand am häufigsten in die Hand. Welche Bücher könnt ihr denn für Zuhause noch empfehlen? Ich muss mich in den Buchhandlungen immer so zurückhalten, da es einfach so viele schöne Bücher für Kinder gibt. Wenn ich eine tolle Bücherreihe gefunden habe, dann kaufe ich unheimlich gerne gleich mehrere Bücher davon (wie man auf den Bildern vielleicht erahnen kann). Wenn man schon etwas Tolles gefunden hat, dann sollte man auch gleich zuschlagen, nicht wahr?

Bis bald, Corinna