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Elternsein

Bist du bereit dein altes Leben aufzugeben, alles hinter dir zu lassen und nochmal ganz neu anzufangen?

Diese oder eine ähnliche Frage sollte allen werdenden Eltern gestellt werden. Denn dass ein Kind Veränderungen mit sich bringt denke ich wissen alle, aber keiner weiß so wirklich was es bedeuten wird, das Elternsein. Man ist unerfahren, vielleicht ein bisschen naiv und möchte es eh anders machen als die ganzen anderen Eltern.

Von alten Gewohnheiten ablassen, offen für Neues sein, feste Pläne vergessen und am besten ohne Erwartungshaltung an Dinge rangehen. Es akzeptieren wie es ist und auch aus vermeintlich doofen Situationen das Beste machen. Das sind nur wenige Punkte die ich teilweise neu lernen musste und die den Alltag als Mutter/Eltern deutlich entspannten.

An schlechten Tagen sind wir meistens mit dran Schuld

Ich merke immer wieder, dass die Tage an denen alles „verkehrt läuft“ genau diese sind, an denen ich Pläne und Vorstellungen hatte, die nicht umsetzbar waren. Solche Tage an denen ich meinte zu wissen wann das Kind seinen Mittagsschlaf machen soll. Wo ich entscheiden wollte wann sie spielt und ich eine feste Zubettgehzeit im Kopf hatte. Tage an denen ich meine To Do’s erledigen wollte und das Kind halt „mit musste“.

Tatsächlich aber entscheidet immer das Kind wieviel, was und wann ich etwas angehen kann. Nicht weil sie mich im Griff hat, manipulieren möchte oder ihren eigenen Willen durchsetzt. Nein, einfach weil in aller erster Linie ihre Grundbedürfnisse zählen. Weil das kleine Menschlein auf der Welt ankommen muss und Zeit dafür braucht. Raum sich selbst zu entfalten, Grenzen kennen zu lernen, sich selbst zu entdecken und zu lernen. Es ist das Baby, welches neu auf dieser Welt ist und all unsere Liebe, Wärme und Nähe braucht um Sicherheit zu erlangen. Sicherheit im Umgang mit seiner Umwelt, allem Neuen und Fremden. Geborgenheit um ein Selbstvertrauen aufzubauen. Aufmerksamkeit um sich entwickeln zu können und Eltern, die seine Zeichen richtig deuten auch ohne, dass es sprechen kann.

Das erste Jahr im Leben ankommen

Das erste Lebensjahr ist in meinen Augen so unfassbar wichtig. Hier haben wir als Eltern die Chance eine optimale Basis für alles Weitere zu schaffen. Eine Ausgangslage auf der sich unser Kind optimal entfalten kann. Ein Jahr nachdem es wissen soll „meine Eltern sind immer für mich da“. Beschützt und behütet Fehler machen dürfen, auf die Nase fallen, den Kopf stoßen und immer wieder mit der Hilfe der Eltern aufstehen. Selbständig werden und das eigene Ich kennenlernen .

Ja, ich glaube im ersten Jahr muss es so sein, dass das Kind im Mittelpunkt steht und man versucht seine eigenen Pläne drumherum zu bauen. Das heißt nicht sich selbst aufzugeben, nein! Aber seinen vorherigen Egoismus ein Stück weit abzulegen und zu akzeptieren, dass jemand anderes erstmal mehr Zeit und Hilfe benötigt.

Ein bisschen mehr Gelassenheit für jeden von uns

Anfangs versuchte ich alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen, aber es hat selten geklappt. Das Ende vom Lied war eine enttäuschte und gestresste Mutter, ein weinendes Baby und ein Umfeld welches nicht wusste wie es mit der Situation umgehen soll.

Irgendwann habe ich mich damit arrangiert, dass es nicht mehr so läuft wie früher. Dass ich nicht mehr überall dabei sein kann. Dass es der Maus nicht immer gut tut rumkutschiert zu werden. Dass auch sie mal Ruhe und Zeit für sich selbst braucht. Dass wir die Tagesabläufe anders strukturieren sollten und wir uns als Team erstmal einspielen müssen.

Auch heute lasse ich mich immer noch dazu verleiten den Tagesablauf vorgeben zu wollen und werde dann schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, wenn es nicht so klappt wie gewünscht. Das ist mittlerweile aber okay. Ich weiß meine Zeit kommt wieder. Das spüre ich jetzt schon. Und ich weiß ich habe meiner Tochter immer all das gegeben was ich geben konnte. Ich war immer für sie da, konnte sie trösten, ihr Nähe geben, sie unterstützen und begleiten. Ich habe nichts was ich bereue oder anders machen würde und genau das entschädigt für alle Entbehrungen in diesem ersten Jahr.

Heute weiß ich, dass die besten Tage die sind an denen man dem Kind vertraut, dass es sich das holt was es braucht. Dass es schläft wenn es Schlaf braucht und es am besten weiß wann der Zeitpunkt dafür ist. Dass es spielt und sich austobt wie es das zur Entwicklung benötigt. Dass es die Liebe und Zuneigung einfordert, die es braucht – manchmal weniger und manchmal ununterbrochen. Dass es unsere Aufgabe als Eltern ist feinfühlig zu sein, die Grundbedürfnisse zu befriedigen und unseren Kindern Raum zu geben.

Das erste Jahr ist kein einfaches. Nicht für das Kind, nicht für die Mutter, den Vater oder die Partnerschaft. Es ist ein Lernprozess für alle, eine Zeit in der alle Verständnis aufbringen müssen und man gemeinsam an einem Strang ziehen muss. Gleichzeitig ist dieses erste Jahr aber auch wunderschön. Ereignisreich, aufregend und turbulent. Eine unvergessliche, wertvolle Zeit.

Bis bald
Corinna

Fernreise mit Baby

Werbung – unbeauftragt

Einmal für eine längere Zeit im Ausland sein. Reisen, Land und Leute erleben, neue Eindrücke sammeln und den eigenen Horziont erweitern. Diesen Traum hatte ich schon sehr lange, nur bisher fehlte immer die Zeit dazu. Als wir erfuhren, dass wir ein Kind erwarten und ich Elternzeit nehmen werde war mir klar: jetzt ist die Chance diesen Traum wahr werden zu lassen. Wohin es gehen sollte wussten wir noch nicht genau. Erst war die Rede von Schweden, Norwegen oder Kanada. Bei einem Termin in unserem Reisebüro des Vertrauens kam dann irgendwie Florida auf den Tisch. Eine Destination die wir nie vor Augen hatten, trotzdem absolut perfekt für unsere erste Fernreise mit Baby erschien. Zwar ist der Flug mit zehn Stunden sehr lang, aber ansonsten bot Florida in unseren Augen alles für eine entspannte Reise mit Baby. Uns war wichtig, dass wir immer einen guten Plan B haben, sollte unsere Maus mal einen schlechten Tag haben und nicht so viele Aktivitäten mitmachen wollen. In Florida dachten wir, kann man dann auch einfach mal einen Strandtag einschieben, oder am Pool bleiben. In Schweden oder Kanada hätten wir mehr wandern und in der Natur unterwegs sein wollen und wären da wahrscheinlich eingeschränkter gewesen.

Das Transportmittel

Nachdem das Ziel klar war, stellten wir uns die Frage wie wir reisen wollen. Das Reisen mit Wohnmobil oder Mietwagen bot beides Vor- und Nachteile. Schließlich entschieden wir uns für eine Mietwagenrundreise. Diese war preislich attraktiver, wir waren vor Ort flexibler, da wir kein großes Wohnmobil durch die Städte steuern müssten und wir hatten etwas mehr Komfort und Platz in den Appartements.

Die An- und Abreise

Bei der An- und Abreise entschieden wir uns ganz bewusst für Direktflüge von Frankfurt nach Miami und zurück. Auch wenn von Stuttgart ein Direktflug nach Atlanta geht und wir von dort hätten weiter fliegen können, haben wir uns für die Bahnfahrt nach Frankfurt und den dortigen Direktflug entschieden. Zum einen erschien uns eine deutsche Airline mit Baby die sicherere Nummer in Sachen Komfort und Service (von Stuttgart flogen ausschließlich andere Gesellschaften) und zum anderen sparten wir uns die „immigration“ in Atlanta beim Umsteigen. In den USA ist es nämlich so, dass man immer durch die Einwanderungskontrolle muss, auch wenn man nur zwischenlandet oder umsteigt. Wie lange das Prozedere dann dauert ist die große Frage. Es kann ganz schnell gehen oder aber auch mal länger dauern. Diesen Stress wollten wir uns auf jeden Fall sparen und haben daher hin und zurück Direktflüge gebucht. Bei der Airline hatten wir die Möglichkeit vorab den Wunsch nach einem Babybett zu äußern, welches im Flugzeug installiert wird. Diese Chance haben wir natürlich direkt genutzt und zusätzlich Plätze in der dafür vorgesehen Reihe reserviert. Dies würden wir auch immer wieder tun und jedem mit Baby empfehlen!

Die Route

Nachdem alle grundlegenden An- und Abreisefragen geklärt waren, begaben wir uns an die Planung der Route. Mit Zuhilfenahme einiger Reiseführer und Tipps von Freunden bastelteten wir uns unsere Wunschroute zusammen. Fast fünf Wochen galt es zu planen. Ganz Florida stand zur Auswahl und wir mussten nur irgendwie einen Tag vor Rückflug wieder in Miami sein. Eine handvoll Wunschziele hatten wir schon, aber ansonsten waren wir völlig frei wohin es gehen soll. Nach mehrfacher Planung stand sie dann fest unsere Route. 1300 Meilen, 11 Unterkünfte und 31 Nächte. Wir wollten es schaffen fast ganz Florida in dieser Zeit zu sehen. Trotzdem achteten wir darauf fast immer mehrere Nächte an einen Ort zu bleiben, damit es für die Maus nicht zu anstrengend wird. In Fort Myers und Clearwater planten wir jeweils eine ganze Woche ein, um auch mal Zeit für Strandtage zu haben. In Orlando buchten wir fünf Nächte und ansonsten waren wir bis auf ein paar Zwischenstops zwei bis drei Nächte an einem Ort.

Wichtige Dokumente

Bevor es losgehen konnte mussten wir für die Maus noch einen vollwertigen Reisepass beantragen. Dies ist nicht für alle Fernreisen notwendig, allerdings schon für die USA. Auch das Beantragen des ESTA ist ganz wichtig, damit man einreisen darf. Den Papierkram für die Flüge und den Mietwagen ließen wir übers Reisebüro abwickeln, was ein super Support war.

Die Unterkünfte

Bei der Buchung unserer Unterkünfte war uns wichtig möglichst oft in Appartements zu übernachten. So hatten wir zum einen die Möglichkeit selbst zu kochen und zum anderen hatten wir ein eigenes Schlafzimmer mit Türe, sodass wir uns am Abend vor dem Baby nicht anflüstern mussten. Fast alle Unterkünfte buchten wir so, dass sie noch stornierbar waren, falls wir kurzfristig die Route oder Übernachtungszeitraum ändern wollten. Zwei Mal nutzen wir diese Flexibilität auch und buchten um. Alle Unterkünfte hatten wir vor der Abreise in Deutschland vorgebucht.

Der Flug

Zum Zeitpunkt der Abreise aus Deutschland war die Maus gerade acht Monate alt und wir waren sichtlich nervös wie der Flug laufen würde. Der Hinflug war ein Tagflug (es ging früh morgens in Stuttgart am Bahnhof los und wir kamen nachmittags in Miami an) zurück buchten wir den Nachflug (Abflug am frühen Abend in Miami und Ankunft am Morgen in Frankfurt, dann noch Bahnfahrt nach Stuttgart). Insgesamt waren beide Flüge ganz gut, nur viel Schlaf oder Ruhepausen hatten wir nicht. Der Maus viel es sehr schwer richtig zu schlafen, sodass sie hinwegs gerade mal eine Stunde schlief und zurück maximal drei Stunden. Sie war aber die gesamte Zeit ganz lieb und wir haben all unser Entertainment Programm ausgepackt, um sie gut zu unterhalten. Die Flüge waren insgesamt anstrengend aber machbar. Das Wichtigste war, dass wir genügend Platz hatten auf und ab zu laufen und die Maus im Arm zu wiegen.

Jetlag

Ein weiteres „Sorgenkind“ war das Thema Jetlag. Wir fragten uns, ob wir wohl die Nächte wach liegen werden, wenn die Maus nicht schlafen kann, oder ob sie sich schneller an den neuen Rhythmus gewöhnt als wir denken. Gott sei Dank war der Jetlag kein großes Thema. Dadurch, dass wir beim Hinflug alle stundenlang auf den Beinen waren, waren wir am Abend in Miami entsprechend müde und konnten früh schlafen gehen. Der frühe Schlaf führte in den ersten Tagen zu sehr frühem Aufstehen, was aber voll in Ordnng war, da wir so viel machen konnten. Tag für Tag hat sich das Einschlafen und Aufstehen dann immer um etwa eine Stunde nach hinten verschoben, sodass wir etwa nach einer Woche im normalen Rhytmus waren. Ebenso lief es bei uns auf der Rückreise. Wir hatten keine einzige durchwachte Nacht und konnten uns ganz entspannt an die neue Zeitverschiebung gewöhnen.

Der Roadtrip

Dank guter Vorplanung und nicht zu hohen Erwartungen hatten wir eine richtig gute Zeit in Florida. Unser Mäuseli hat die Reise super mitgemacht und sichtlich alles in sich aufgesogen. Sie hat in den fünf Wochen so viel gelernt. Sitzen, krabbeln und klatschen. Ist fremden Menschen gegenüber viel aufgeschlossener geworden und hat das Schlafen im Auto „gelernt“ (daran war vorher nur mit viel Geweine und Gesang von Mama zu denken). Auch für uns als Eltern war die Fernreise mit Baby ein gutes Learning. Wir haben schnell gemerkt, dass eine Reise mit Baby anders geplant werden muss. So achteten wir zum Beispiel immer darauf, dass wir nur den halben Tag Ausflüge machten. Das Mäuseli konnte sich somit in der restlichen Zeit immer austoben. Hatte sie an einem Tag zu wenig Bewegung, holte sie diese gnadenlos abends vor dem Schlafengehen nach. Auch haben wir nicht jeden Tag große Aktivitäten geplant. Wir versuchten eine gute Balance zu halten, indem wir an einem Tag etwas aktiveres machten und am nächsten dann zum Beispiel nur am Strand blieben. Mit dieser Taktik sind wir sehr gut gefahren und hatten so als gesamte Familie eine entspannte Reisezeit.

Rückblickend würde ich immer wieder so eine Fernreise mit Baby machen. Es war eine wunderschöne und aufregende Zeit, die definitiv unvergessen bleibt. Auch das Alter von acht Monaten fanden wir ideal. Sie war noch ruhig genug, um einen langen Flug gut zu überstehen, aber schon so mobil, dass wir sie zum Beispiel überall in einen Hochstuhl setzen und in Ruhe gemeinsam essen konnten. Auch dass ich noch voll stillte, war eine große Erleichterung. So mussten wir uns um Babynahrung keine Gedanken machen. Es war einfach richtig, richtig schön!

Habt ihr noch Fragen zu unserer Reise? Dann lasst mir gerne einen Kommentar da.

Bis bald
Corinna

(Fast) Ein Jahr als Mama

Fast ein Jahr ist es her, dass hier der letzte Beitrag online gegangen ist. Ein Jahr in dem so unglaublich viel passiert ist. Mein Baby ist allmählich zum Kleinkind geworden, sie läuft, sie babbelt unverständliche Geschichten, richtet ein Chaos nach dem anderen an und macht mich jeden Tag aufs Neue unendlich glücklich und dankbar. Es gibt für mich nur noch ein Leben mit ihr und ich liebe es einfach Mama zu sein. Dafür ist jeder Tag aber auch richtig anstrengend. Stets hoch konzentriert sein, immer wachsam ob das Kind einen braucht, spielen, erklären, toben, tragen, stillen und in den Schlaf schaukeln. Schlechte Tage vom Kind geduldig aushalten und immer versuchen die bestmögliche Lösung für alle zu finden. Es ist nicht immer leicht, aber der Satz stimmt „Ein Lachen und es ist alles wieder vergessen“. Es ist all die Arbeit wert und ich möchte es mir nie wieder anders vorstellen!

In all der Zeit habe ich mich zu 100% auf mein Mädchen konzentriert und daher keine Zeit und Muße für den Blog gefunden. Jetzt aber, habe ich das Gefühl, ist der richtige Zeitpunkt um wieder zu starten. Es gibt so viel zu erzählen und so viele Dinge die ich mit euch teilen möchte. Ob es unsere bisher größte Reise nach Florida mit einem acht Monate alten Baby ist, die Erfahrung mit Stoffwindeln zu wickeln, der breifreie Beikoststart, mein Weg zurück in eine Fitnessroutine und und und… Ihr seht, es hat sich so einiges angesammelt.

Wie zu vermuten, wird der Fokus mehr auf dem Thema Mama & Kind liegen, da dies zur Zeit mein Lebensmittelpunkt ist. Aber auch die anderen Kategorien werden ihre Berücksichtigung finden. Ich freue mich auf jeden Fall auf den „Neustart“ und hoffe ihr seid dabei. Bei neuen Geschichten und Erlebnissen im Leben einer Mama.

Bis bald, ich freue mich auf euch!

Vegan in der Schwangerschaft

Und wie ernährst du dich jetzt? Kann du weiterhin vegan essen? Musst du auf besondere Dinge achten? Wie bekommst du denn alle wichtigen Nährstoffe? Was sagt deine Frauenärztin?

Diese und weitere Fragen wurden mir mit der Bekanntgabe meiner Schwangerschaft gestellt. Alles verständliche Fragen, wenn man sich mit solch einer neuen Situation konfrontiert sieht. Alles Fragen die auch ich mir im Vorfeld stellte, deren Antworten ich insgeheim aber eigentlich schon kannte.

Wie ist es denn vegan in der Schwangerschaft zu leben? Eine Frage, die ich euch heute aus meiner persönlichen Sichtweise beantworten möchte. Ganz wichtig dabei ist mir zu sagen, dass dieser Beitrag ausschließlich meine persönliche Erfahrung widerspiegelt. Jede Frau erlebt ihre Schwangerschaft unterschiedlich, verfolgt andere Ansätze und trifft andere Entscheidungen. Meine Haltung ist ganz sicher nicht für jeden passend, war für mich aber der ideale Weg. Ein Weg die Schwangerschaft in vollen Zügen genießen zu können, die eigenen Werte trotzdem nicht komplett über Bord zu werfen und sich einfach gesund und wohl zu fühlen.

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft musste ich feststellen, dass sich mein komplettes Wertesystem zu wandeln beginn. Aufeinmal wirkte alles was bisher so leicht und klar erschien viel komplizierter, warf mehr Fragen auf und wurde wieder und wieder infrage gestellt. Aufeinmal entschied ich nicht mehr nur für mich selbst, sondern auch für ein kleines Menschenwesen, welches auf mich angewiesen ist.

Ja, ich hatte am Anfang einige Sorgen, ob ich denn das Richtige tun würde und wie ich am besten entscheiden soll. Ich wollte unbedingt weiterhin vegan leben und meinen Werten treu bleiben, merkte aber auch, dass ich das „Korsett“ etwas lockern musste. Ich wollte mir nicht vorhalten lassen, dass mein Lebensstil die Entwicklung meines Kindes beeinträchtigt und meine Entscheidungen rein egoistischer Natur sind. Was würde mein Mann davon halten, was meine Familie und Freunde und was meine Ärztin?!

Alles eine Frage der richtigen Nährstoffzufuhr

Glücklicherweise stieß ich bei allen Parteien auf Verständnis und erfuhr nirgendswo Ablehnung oder arge Skepsis. Sogar meine Ärztin war mit meiner Ernährungsweise einverstanden und wies mich lediglich auf ein paar wichtige Punkte hin (ja vielleicht sagte sie auch, dass ich mir überlegen soll Milch und Käse ab und zu zu essen, aber das überlesen wir jetzt 😛 ). Das Positive war, dass sie selbst Vegetarierin ist und meine Einstellung somit ganz gut nachvollziehen konnte. Auf Vitamin B12, Eisen und Calcium sollte ich jedoch dringend achten. Also checkte ich nochmal die Lebensmittel, die ich oft aß und änderte das ein oder andere Produkt ab bzw. nahm es öfter mit auf meine Speisekarte.

Meine tägliche Eisenzufuhr war von vornherein ziemlich gut, den Calcium Bedarf stellte ich durch mit Calcium angereicherte Pflanzendrinks sicher und aß deutlich mehr Kohlsorten, die viel Calcium enthalten. Der Vitamin B12 Bedarf wurde über meine Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere abgedeckt und ich besorgte mir eine mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta, um zusätzlich aufzustocken. Der Verlauf der Schwangerschaft zeigte mir, dass ich scheinbar alles richtig zu machen schien. Meine Blutwerte waren durchweg perfekt.

Es ging mir (bis auf die ersten üblen Wochen) blendend, ich fühlte mich gesund und fit und hatte den ganzen Tag ausreichend Energie. Mein Baby wuchs vorbildlich heran, sah gesund aus und entsprach genau dem, was eine Frauenärztin bei der Untersuchung sehen möchte. Ein vollkommen gesundes Menschlein, mit allem drin und dran. Genauso wie es sein soll.

Neben dem bereits angesprochenen Nährstoffbedarf war eine gesunde und ausgewogene Ernährung natürlich auch sehr wichtig. Eine große Umstellung war dies für mich nicht, da ich bereits vorher ziemlich gesund aß. Ausnahmen gab es natürlich auch mal. Eine Pizza, Schokolade oder ein leckeres Teilchen vom Bäcker haben schließlich noch niemandem geschadet. Solange der überwiegende Teil gesund und ausgewogen ist, alles kein Ding.

Aß ich denn jetzt weiterhin vegan, oder nicht?!

Meine 100% vegane Ernährung wandelte sich. Ein Schock für jeden konsequenten Veganer – ich weiß! Das ist mir aber vollkommen wurscht, da ich feststellen musste, dass ab und zu ein paar Ausnahmen mir einfach gut getan haben. Besonders in den ersten (kotzüblen) Wochen, wo ich oft nicht viel essen konnte und irgendwie immer Hunger hatte, tat ein gutes Käsebrot wahre Wunder. Plötzlich war alles wieder in Ordnung, der Hunger verflog und mir ging es wieder gut. Auch wenn ich unterwegs war und Hunger bekam, war ich mit einer vegatarischen Alternative vollkommen zufrieden. Ohne Baby im Bauch wäre ich so lange umher geschlichen, bis ich halbwegs etwas vernünftiges, dafür aber veganes zu Essen gefunden hätte. Dies wollte ich mit Baby im Bauch nicht tun. Mir war es wichtiger mein Baby und mich satt zu machen, etwas gesundes zu essen und dafür ab und an auch mal eine vegetarische Ausnahme zu machen.

Wenn mich jemand fragen würde, dann würde ich mich zu 80% – 90% vegan in der Schwangerschaft bezeichnen. Die restlichen Prozente wurden mit vegetarischen Optionen aufgefüllt und das empfand ich als absolut richtig für mich. Dazu muss ich auch sagen, dass bei allen vegetarischen Produkten die ich Zuhause aß, ich sehr auf die Herkunft und Herstellung achtete. Wenn ich schon tierische Produkte aß, dann nur unter einigermaßen vertretbaren Bedingungen. Ganz ohne ist selbstverständlich besser, aber immerhin ein kleines bisschen drauf geachtet als gar nicht!

Das Wichtigste in der gesamten Schwangerschaft war für mich, mich stets wohl zu fühlen. Mich nicht für irgendetwas rechtfertigen zu müssen und auf mich und mein Baby zu hören. Ich bin zu 100% froh über meine Entscheidungen und kann heute – mit einem vollkommen gesunden Baby im Arm – sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Auch bei einer nächsten Schwangerschaft würde ich diesen Weg immer wieder wählen.

Die Stillzeit

Natürlich beginnt jetzt eine weitere wichtige Zeit für’s Baby – die Stillzeit. Auch hier ist es super wichtig alle Nährstoffe aufzunehmen, die das Kind braucht und es mit guter Muttermilch zu versorgen. Für diese Zeit werde ich meine vegan/vegatarische Ernährung fortsetzen. Noch etwas mehr vegetarisch als zuvor, da ich sonst echt schwer meinen zusätzlichen Kalorienbedarf decken kann und von einigen Nährstoffen noch mehr aufnehmen muss, als in der Schwangerschaft. Wie es danach weiter geht mag ich noch nicht mit vollkommener Sicherheit sagen. Mein Ziel ist es aber zu einer 100% veganen Ernährung zurück zu kommen. Solange ich nur für mich alleine entscheiden muss, wird dies immer meine erste Wahl sein.

Welche Erfahrungen habt ihr denn mit veganen Schwangerschaften? Habt ihr eventuell noch weitere Fragen, die ich euch beantworten kann? Mich würden ein paar andere Meinungen dazu ja brennend interessieren!

Bis bald ihr Lieben!

Baby und Nachhaltigkeit

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Den eigenen Alltag so nachhaltig wie möglich zu meistern ist die eine Sache. Hier muss man, wenn überhaupt, nur sich selbst maßregeln und gewisse Gewohnheiten verändern, um Nachhaltigkeit stärker zu fokussieren. Wenn dann ein Baby hinzukommt wird die ganze Sache gefühlt erstmal ein wenig komplizierter.

Wie soll das nachhaltige Leben mit Wegwerfwindeln, Feuchtetüchtern, Kleidung die viel zu schnell zu klein wird usw nur aussehen? Was brauche ich alles wirklich und was ist reine Geldmacherei der Babyindustrie?

Diese Fragen habe ich mir von Beginn der Schwangerschaft an gestellt und glaube für mich nun ganz gute Ansätze gefunden zu haben, die ein Baby und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren. Natürlich ist hiervon noch nichts erprobt und vieles kenne ich nur vom Hörensagen. Trotzdem wollte ich meine fünf Tipps für einen nachhaltigen Babyalltag mit euch schon jetzt teilen. Vielleicht helfen diese ja der ein oder anderen (werdenden) Mami und wenn ihr gute Ratschläge haben solltet, dann nur her damit! Schließlich steckt das Thema im Hause Wunschglück ja noch in den Kinderschuhen.

1. Wiederverwendbare Stilleinlagen aus Bio Bambus

Mein großer Wunsch ist unsere Maus voll zu stillen. Da die Brust natürlich nicht immer ganz dicht ist, kann es gut und gerne vorkommen, dass etwas Muttermilch „ausläuft“. Um die eigene Kleidung davor zu schützen bedarf es Stilleinlagen. Diese gibt es oftmals als Wegwerfvariante. Eine unnötige Produktion von Müll in meinen Augen und dann weiß man noch nichteinmal welche Inhaltsstoffe man sich da auf die Brust klebt. Für mich war klar, dass ich waschbare Stilleinlagen verwenden möchte und habe mir welche aus Bio Bambus bestellt. Damit weiß ich zum einen ganz genau, womit meine Brust in Kontakt kommt und zum anderen verursache ich keinen zusätzlichen Müll. Ich bin mir schon jetzt ziemlich sicher, dass ich damit sehr gut fahren werde. Denn was sollten die Wegwerfeinlagen besser als die Wiederverwendbaren machen?

2. Stoffwindeln

Gefühlt ist dies das am meisten diskutierte Thema überhaupt, wenn es um Nachhaltigkeit im Babyalltag geht – Stoffwindeln! Dabei ist dies auch einer der Punkte bei dem man mit am meisten tun kann. Man kann Ressourcen schonen, Müll vermeiden, hautverträglichere Produkte für sein Baby nutzen und einfach nachhaltiger konsumieren. Zudem spart man sich in der gesamten Wickelzeit jede Menge Geld. Bei meinen Recherchen habe ich super viel Positives zu Stoffwindeln gelesen, weiß aber auch dass die Handhabung vielleicht etwas komplizierter sein könnte, als mit Wegwerfwindeln. Vor allem auf Reisen bin ich gespannt wie sich unsere Stoffwindeln machen werden.

Es gibt unzählige Systeme und Varianten, die man nutzen kann und ich bin mir sicher, dass es für alle Eltern die passenden Stoffwindeln gibt. Wir persönlich haben uns zunächst für die Bambino Mio All in One als Nachtwindeln und die  Blueberry Capri Überhosen in Kombination mit den entsprechenden Einlagen für den Tag entschieden. Wieviele man braucht, worauf man achten muss etc. kann ich euch natürlich noch nicht zu 100% sagen, aber folgendes Video fand ich zur Orientierung sehr gut. Ich denke, sobald wir unsere ersten Erfahrungen mit den Stoffwindeln gemacht haben, werde ich auch mal einen Beitrag hierzu schreiben. Bis dahin freue ich mich schon auf den ersten Praxistest – auch wenn es hier um Windeln geht 😛

3. Mulltücher und wiederverwendbare Waschlappen

Feuchtetücher scheinen auf den ersten Blick super praktisch zu sein und die beste Möglichkeit, um das Baby sauber zu machen. Für Unterwegs ist dies vielleicht auch so, aber Zuhause kann man einfach auf wiederverwendbare Waschlappen und Mulltücher umsteigen. Ihr vermeidet Müll und wisst welche Stoffe an euer Baby kommen. Ich finde es immer erschreckend wieviele undefinierbare Inhaltsstoffe auf der Verpackung von Feuchtetüchern stehen. Habt ihr euch diese mal durchgelesen? Für’s Erste möchte ich versuchen ausschließlich mit Wasser und Waschlappen aus Baumwolle unsere Kleine sauber zu machen. Für Unterwegs werde ich mir sicherlich eine Packung Feuchtetücher zurecht legen. Hier bin ich aber noch auf der Suche nach den geeigneten. Aktuell überlege ich mir diese Water Wipes zu kaufen. Hat da jemand von euch Erfahrungen mit gemacht oder Tipps welche Feuchtetücher sich gut eignen und nach Möglichkeit schonend für Umwelt und Baby sind?

4. Naturkosmetik für Babys

Wenn es um die Körperpflege geht, so werde ich für unsere Maus ausschließlich auf Naturkosmetik zurückgreifen. Für den Anfang habe ich ersteinmal drei Produkte von Lavera gekauft. Eine Waschlotion & Shampoo, eine Pflegecreme und eine Wundschutzcreme. Ob wir diese Sachen am Ende tatsächlich brauchen oder nicht ist noch offen. Vielleicht finden sich ja sogar noch bessere und natürlichere Produkte. Trotzdem weiß ich, dass wir erstmal für alle Fälle gewappnet sind und dann nach und nach schauen können, womit wir weiter arbeiten. In der Naturkosmetik gibt es selbstverständlich auch noch weitere tolle Marken, die Babyprodukte anbieten. Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht 10€ und mehr für ein Duschgel ausgeben möchte. Lavera bot für mich einfach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und was Mutti mag, dass wird die Maus doch sicherlich auch mögen 🙂

5. Minimalismus & Second Hand

Wenn es um Babykleidung, Spielzeug und die Erstausstattung geht ist es ein Leichtes sich als werdende Eltern tot zu shoppen und unmengen von Geld auszugeben. Überall heißt es man brauch dies und man braucht das, dann sehen die Sachen auch alle so niedlich aus und vorsichtshalber kann man das doch mal mitnehmen. Schnapp – schon sitzt man in der Falle und steht am Ende mit jeder Menge Gerümpel da. Ich möchte es unbedingt vermeiden viel zu viel Kram Zuhause zu haben, der nachher gar nicht benutzt wird. Somit habe ich die Erstausstattung so klein wie möglich gehalten und tatsächlich nur das Nötigste besorgt.

Drei Bodys in Größe 56 und drei in 62, dieselbe Ausstattung an Stramplern, sechs Söckchen, zwei Hosen, zwei Oberteile, einen Pulli, eine Strickjacke, einen Overall und zwei Mützen. Für die Nacht dann noch einen Schlafsack und das war es. Schließlich werden wir in den ersten Tagen ganz schnell feststellen was wir wirklich brauchen und können dann immer noch dazu kaufen. Und mal ehrlich, ich finde es schon unheimlich schwer für ein Menschlein Kleidung einzukaufen, wenn ich noch nichteinmal weiß wie groß es ist. Da kann man doch nur daneben liegen, oder nicht?

Babyspielzeug habe ich bisher ausschließlich auf dem Flohmarkt gekauft. Es gibt so viele Kinderbasare, die man besuchen kann und es lassen sich dort für kleines Geld sehr nachhaltig Babysachen shoppen. Ebay Kleinanzeigen ist auch super geeignet für gebrauchte Gegenstände. Unser Babybay Beistellbett* haben wir dort zum Beispiel erworben. Und wenn man mal etwas gar nicht finden sollte, dann kann man es immer noch neuwertig kaufen.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck davon geben, mit welchen Mitteln wir versuchen trotz Baby weiterhin so nachhaltig wie möglich zu leben. Sicherlich wird dies nicht in allen Bereichen immer zu 100% funktionieren. Vor allem der Anfang wird für uns eine Lernphase sein. Immerhin gehen wir aber schonmal die ersten Schritte in die richtige Richtung. Ich bin gespannt was ich euch nach den ersten Monaten berichten werde. Welche Punkte für uns funktioniert haben, welche nicht und wie es dann im Kleinkindalter weitergeht. Schließlich kommen dann wieder viele weitere Punkte hinzu, die man berücksichtigen muss. Es bleibt spannend!!!

Bis bald ihr Lieben!

Schwangerschaftsupdate #6 / SSW 39

Nachdem es am letzten Sonntag nicht ganz so viel zu berichten gab, ist dieses Schwangerschaftsupdate #6 wieder deutlich spannender. In dieser Woche ist gefühlt ganz schön viel passiert und ich kann voller Überzeugung sagen: die Vorfreude auf unsere Zaubermaus ist so groß wie noch nie! Immerhin hat heute ihr Geburtsmonat begonnen und alleine das ist schon ziemlich crazy.

In dieser Woche standen einige wichtige Termine für uns an. Der Ultraschall bei der Frauenärztin, das Zweitgespräch im Krankenhaus für den Hebammenkreissaal und die dritte Akupunktur Sitzung. An jedem Termin erfuhren wir einzelne Neuigkeiten und daraus setzt sich aktuell ein ziemlich guter Schwangerschaftsbefund zusammen.

KW 39 – 2017 / SSW 39

Stimmung:

Meine Frauenärztin teilte mir am Dienstag einen sehr guten Befund mit und war rundherum zufrieden mit dem was sie sah. Die Maus hat nochmal an Gewicht zugelegt, das Köpfchen ist jetzt auch fest und generell sieht alles ziemlich prima aus. Die Hebamme im Krankenhaus war ebenfalls sehr angetan und bescheinigte uns ein starkes, kräftiges Mädchen – so wie die Maus gegen das Herztongerät boxte. Grünes Licht für den Hebammenkreissaal habe ich jetzt auch bekommen, was mich riesig freut. Das war für mich persönlich einer der wichtigsten Termine überhaupt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Wehen auf dem CTG. Da ich ja gerne alles mögliche ausprobiere, habe ich mir am Dienstag den klassischen Himbeerblättertee geholt. Dieser soll geburtsvorbereitend wirken. Sprich die Wehen ankurbeln und die Beckenmuskulatur lockern. Jetzt weiß ich nicht ob es daran lag, aber am Donnerstag bei der Akupunktur waren tatsächlich zwei Wehen auf dem CTG zu erkennnen. Die Tage drauf merkte ich auch selbst wie es ab und zu in den Rücken zog und ich teilweise schon leicht veratmen musste. Endlich sind also die Senkwehen da und Herr Wunschglück meinte, dass der Bauch wohl auch schon etwas nach unten gegangen ist.

Wie ihr seht ist also alles bester Dinge und mein Körper stellt sich schon richtig gut auf die anstehende Geburt ein. Stand heute haben wir noch knapp etwas mehr als eine Woche bis zum ET und innerlich bin ich weiterhin die Ruhe selbst. Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm. Nur etwas mehr Ruhe zum Schlafen würde ich mir wünschen. Das ist tatsächlich der einzige Punkt, der aktuell nicht so prima läuft. Ich wache oft auf, kann dann wieder schlecht einschlafen und habe generell einen super leichten Schlaf. Das heißt bei jedem Geräusch oder jeder Bewegung liege ich schnell mal wieder wach. Ob dies wohl auch schon eine körperliche Vorbereitung auf den kommenden Schlafmangel ist?

Achja und die Nadel im kleinen Zeh habe ich gar nicht gemerkt. War total harmlos, nur dass sie „reingeklopft“ wurde war etwas unangenehm. Meine Akupunktur Hassstelle ist und bleibt die linke Wade 😛

Bis bald ihr Lieben!

Glückssalat #9 – Kürbissalat mit Physalis

Diesen Monat bin ich richtig spät dran mit meinem Glückssalat, upsi. Dafür habe ich aber einen ganz außergewöhnlichen Kürbissalat mit Physalis für euch dabei. Farblich passt er auch einfach perfekt in den nun kommenden Herbst, findet ihr nicht auch? Vorne weg – der Salat ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Ich persönlich fand ihn aber ziemlich lecker, da er einfach mal etwas anderes ist. Die Kombi aus Kürbis und Physalis ist eine Kombination aus leichter Süße und kräftiger Säure. Der Quinoa ist der neutrale Partner der ganzen Geschichte und das Basilikum gibt nochmal einen Tricken Frische hinzu. Alles in allem ist dieser Kürbissalat im ersten Moment vielleicht etwas ungewohnt, auf den zweiten Blick (oder Bissen) aber umso leckerer.

Zutaten für etwa vier Portionen:

500 g Butternuss Kürbis
1 EL Rapsöl
200 g Quinoa
Wasser
6 Physalis
1/2 Zitrone
6 Basilikumblätter
Salz
Pfeffer
(Ahornsirup)

Zubereitung:

1. Den Kürbis waschen, trocknen und schälen. Nach dem Schälen den Kürbis halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen. Anschließend den Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Rapsöl und Salz hinzugeben und die Kürbiswürfel gleichmäßig marinieren. Es sollten alle Kürbisstücke ausreichend mit Salz gewürzt sein. Beim Öl gilt, weniger ist mehr. Die Kürbisstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 180 Grad Umluft für etwa 25 – 30 Minuten backen.
2. In der Zwischenzeit den Quinoa heiß abwaschen und mit der doppelten Menge Wasser für etwa 20 Minuten in einem Topf garen. Der Quinoa ist fertig, sobald das gesamte Wasser aufgesogen und verkocht ist. Nun vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
3. Die Physalis von den Blättern befreien, waschen und vierteln.
4. Den Saft der halben Zitrone auspressen. Die Basilikumblätter waschen, trocknen und fein hacken. Den Zitronensaft mit dem Basilikum vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Hieraus entsteht das „Dressing“ für den Kürbissalat. Wer es nicht ganz so sauer mag, der kann mit etwas Ahornsirup noch nachsüßen.
5. Das Dressing unter den Quinoa mischen, nochmals alles abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
6. Wenn der Kürbis goldbraun gebacken ist, diesen aus dem Ofen holen und zum Quinoa dazu geben. Die Physalis ebenfalls unterheben. Fertig!

Mit Kürbis könnte ich aktuell jeden Tag Gerichte zubereiten. Ich liiiebe die Kürbiszeit und freue mich jedes Jahr auf’s Neue darauf. Mein Liebling ist ja eigentlich der Hokkaido Kürbis, aber den Butternuss Kürbis mag ich auch sehr. Neu entdeckt haben wir in diesem Herbst den Spaghetti Kürbis. Hat den von euch schonmal jemand probiert? Den kann man ganz leicht im Ofen zubereiten und wenn er fertig gebacken ist, löst sich das Kürbisfleisch wie viele kleine Spaghetti aus der Schale. Total faszinierend und mit einer leckeren Tomatensauce die perfekte low-carb Alternative zu echten Nudeln.

Was ist euer liebster Kürbis im Herbst?

Bis bald ihr Lieben!

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Schwangerschaftsupdate #5 / SSW 38

Einen guten Abend an diesem entscheidenden Sonntag. Während ich gerade gespannt die Hochrechnungen der Bundestagswahl verfolge und enttäuscht über gewisse Ergebnisse bin, tippe ich euch noch mein neues Schwangerschaftsupdate #5 ab. Diese Woche war Baby-technisch nicht wirklich viel los, was aber ein ganz gutes Zeichen ist. Immerhin haben wir am Dienstag dann schon weitere zwei Wochen nach meinem letzten Arzttermin geschafft und der Geburt unserer kleinen Maus steht nichts mehr im Wege.

Unsere Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen und den Rest schaffen wir dann auch zu Dritt. Zumindestens wissen wir dann was wir tatsächlich brauchen und können unsere ersten Erfahrungen als Eltern machen. Wie ich euch in meinem letzten Beitrag zum Mamasein erzählt hatte, widerstrebt es mir total schon so viel anzuschaffen und im Endeffekt nicht zu wissen welche Kleidergröße wir wirklich brauchen, welche Dinge sich als hilfreich erweisen oder was nur Geldmacherei ist.

KW 38 – 2017 / SSW 38

Stimmung:

Die gesamte Woche verlief wie gesagt sehr ruhig und gut. Ziemlich viele „Wehwehchen“ haben sich vor allem in den letzten Tagen verzogen und es ist schon ein komisches Gefühl, dass der unangenehme Druck nach unten in den letzten Tagen so kaum noch zu spüren ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich deutlich mehr geschont habe, als in den Tagen zuvor. So richtig viel aktiv war ich nämlich nicht und habe mir wenn nur kleine Tagesprojekte vorgenommen. Worauf ich aktuell immer noch warte sind die ersten stärkeren Wehen. Hatte ich vor einer Woche noch vereinzelt das Gefühl, dass sie so langsam kommen, merke ich aktuell nichts mehr. Nur die „normalen“ Übungswehen merke ich wie sonst auch. Ansonsten ist aber alles tutti paletti hier in der Glücksbaby Produktion.

In der kommenden Woche gibt es zwei Termine auf die ich sehr hinfiebere. Dienstag ist wieder einmal Baby-TV angesagt und mein zweiter Termin im Hebammenkreissaal. Zum einen bin ich gespannt was meine Ärztin nun sagen wird und wieviel sich bei mir wieder getan hat und zum anderen kann ich Dienstag Abend dann endlich die Betreuung im Hebammenkreissaal dingfest machen. Danach sind dann alle Wunschtermine meinerseits geschafft und der Geburt steht nichts mehr im Wege. Mal gucken, ob sich danach dann doch mehr Wehen bemerkbar machen. Denn ich kann mir schon gut vorstellen, dass meine Psyche und der „Druck“ die Termine zu schaffen, die Geburtsvorbereitungen ein wenig zurück halten. Nicht, dass es danach dann auf einmal ganz flott geht 😛

Bis bald ihr Lieben!

Gedanken zum Mamasein

Eigentlich bin ich ein recht ausgeglichener Charakter. Ich habe mir im gesamten Schwangerschaftsverlauf wenig Sorgen um mögliche Komplikationen, die Geburt oder andere Dinge gemacht und schon gar keine Literatur dazu verschlungen. Alle Infos die ich habe, habe ich aus meinem Geburtsvorbereitungskurs, von meiner Frauenärztin und vereinzelter Recherche im Internet. Ob ich diese minimalistische Vorbereitung noch bereuhen werde weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass genau das mir am besten getan hat.

Ich wollte in der ganzen Zeit so gut wie möglich auf mich selbst vertrauen. Auf meinen Körper hören, das tun wozu ich mich in der Lage fühle und meinem Kind einen ruhigen, entspannten Platz zum Entwickeln bieten. Auf Horrorstories von anderen Müttern oder das Schüren von Ängsten hatte ich so gar keine Lust.

Dasselbe gilt auch für die Geburt. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Geburt auch ein schönes Erlebnis sein kann und der eigene Körper das ganz gut wuppen wird. Schließlich wären wir als Spezies doch lange schon ausgestorben, wenn es nicht einer der natürlichsten Vorgänge überhaupt wäre. Und Dank der modernen Medizin heute, ist man doch eigentlich immer und überall in sicheren Händen.

Auch wenn ich die vergangenen neun Monate prima gemeistert habe, die Entwicklung meines Kindes bestens voran geht und ich eine echt gute Schwangerschaft erleben durfte, so mache ich mir aktuell dann doch ein paar Gedanken. Nicht aber über die letzten Schwangerschaftswochen oder die anstehende Geburt. Nein, vielmehr um die Zeit die danach auf meinen Mann und mich wartet.

Wie wird das sein, das Mamasein? Werden wir gute Eltern sein? Werden wir instinktiv das Richtige tun? Sind wir gut vorbereitet? Welche Charakterzüge hat unsere Maus und wird sie uns genau so lieben, wie wir sie?

Für Außenstehende klingen diese Fragen vielleicht doof und an den Haaren herbeigezogen. Tatsächlich aber beschäftigen sie mich aktuell ganz schön. Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich im Moment viel zu viel Zeit habe, um mir solche Gedanken zu machen, aber vielleicht ist es auch wichtig sich genau damit auseinanderzusetzen?

Wir sind leider nicht in der glücklichen Lage unsere Familie in direkter Nähe zu haben und werden daher von Beginn an auf uns beide gestellt sein. Ein starkes zweier Team, welches von jetzt auf gleich mit einer ganz neuen Aufgabe ziemlich gut umgehen muss. Ich bin mir sicher wir schaffen das. Wie aber wird sich das auf unsere Beziehung auswirken? Werden wir die gleichen Ansichten haben und wie stark werden unsere Nerven beansprucht? Das sind alles Fragen, die bei mir im Kopf herumkreisen und auf die es noch keine finalen Antworten gibt. Um mich davon aber nicht verrückt machen zu lassen, versuche ich mir vorab erste Antworten durch positive Affirmationen zu geben und weiterhin auf meinen Mann, mich und unser Baby zu vertrauen. Irgendwie werden wir Drei das schon schaukeln – schließlich hat das im bisherigen Schwangerschaftsverlauf ja auch schon prima funktioniert.

Wie erging oder geht es denn euch anderen (werdenden) Mamis in den letzten Wochen vor der Geburt? Kamen euch auch so viele Fragen?

Schwangerschaftsupdate #4 / SSW 37

Eine weitere Woche mit Baby im Bauch wäre geschafft. Nun gibt es „schon“ mein Schwangerschaftsupdate #4 und die 37te Woche liegt in ein paar Tagen hinter uns. Ich muss schon sagen, die letzten Wochen in meiner Schwangerschaft sind ungemein aufregend und theoretisch könnte es jeden Moment los gehen. Dies schürt gleichzeitig die große Freude darauf das kleine Menschenwesen bald kennenzulernen, aber auch die Sorge gar nicht mehr so viel Zeit zu haben, um sich ausgiebig vorzubereiten. Am Ende geht es dann doch alles ziemlich schnell.

Gut, theoretisch liegen ja noch drei Wochen vor uns. Theoretisch, denn Frau und Kind Wunschglück scheinen sich schon schneller auf die Geburt einzustellen, als alle erwartet hätten. Big news ahead…

KW 37 – 2017 / SSW 37

Stimmung:

Am Dienstag hatte ich meine erste Untersuchung nach vier langen Wochen. Wie ich euch letzte Woche erzählt hatte, war ich ganz heiß darauf zu erfahren wie die Schangerschaft nun fortgeschritten ist. Von der letzten Untersuchung vor unserem Urlaub wusste ich schon, dass sich der Gebärmutterhals auf 3cm verkürzt hatte und ich bereits da ein wenig mehr auf mich acht geben sollte. Wir wollten ja schließlich nicht, dass unsere Maus mitten im Urlaub das Licht der Welt erblickt. Wie also sah die ganze Situation vier Wochen später aus.

Nunja, vier Wochen später ist der Muttermund bereits weich und dabei sich zu öffnen. „Oh mein Gott“ ging es mir im ersten Moment durch den Kopf „Jetzt wird es wirklich ernst“! Aufhalten würde man nun nichts mehr, aber meine Ärztin sagte, dass ein zwei Wochen mehr schon noch ganz schön wären. Ich soll mich also weiterhin gut schonen und danach stehen dann alle Ampeln auf grün.

Das Schonen klappt manchmal besser und manchmal nicht ganz so gut. Zugegeben, ich habe einfach zu viele Hummeln im Hintern, möchte alles mögliche erledigen und habe so viele Ideen was ich noch machen könnte. An manchen Tagen spüre ich dann auch ganz deutlich, dass es vielleicht doch zu viel war und verkrieche mich wehmütig auf die Couch. Mehr als eine/maxmimal zwei große Tagesaufgabe/n ist/sind einfach nicht mehr drin.

Ansonsten ist noch zu berichten, dass ich in dieser Woche meine erste Akupunktur Sitzung für die Geburtsvorbereitung hatte. Ich habe viel Positives darüber gelesen und gedacht, ich probiere es einfach mal für mich aus. Schaden kann es ja nicht. Zuvor hatte ich noch nie eine Akupunktur und wusste daher nicht wirklich was mich erwarten wird. Im Großen und Ganzen war die Sitzung gut auszuhalten, aber es ist schon etwas merkwürdig sich Nadeln genau in die empfindlichsten Bereiche pieksen zu lassen. Eine Nadel saß gefühlt recht fies am Muskel und ich hatte schon Sorge danach nicht richtig laufen zu können, oder Muskelkater zu bekommen. Am nächsten Tag habe ich aber schon gar nichts mehr davon gemerkt, was mich wiederum beruhigt hat.

Von nun an gehe ich einmal wöchentlich zur Akupunktur und hoffe, dass ich noch mindestens zwei Sitzungen schaffen werde. Schließlich wünsche ich mir ja ein goldenes Oktoberkind und möchte auch noch meinen zweiten Gesprächstermin für den Hebammenkreissaal, Ende September, wahrnehmen. Alle Daumen sind gedrückt 🙂

Bis bald ihr Lieben!