Glücksmomente, Nachhaltigkeit
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Nachhaltige Mode – secondhand kaufen

Ich habe mir da ewas vorgenommen. Etwas das ich hätte schon viel früher tun sollen. Etwas das nicht viel Aufwand erfordert, aber gleichzeitig einen großen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit bedeutet. Es muss nicht immer der Jahreswechsel sein, der einen neue Vorsätze formulieren lässt. Es kann auch einfach mal mitten im Jahr sein, an einem x-beliebigen Tag, der sich genau richtig dafür anfühlt, um etwas zu ändern. Dieser Tag war bei mir letzte Woche.

Schon länger beschäftige ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Bewusster zu konsumieren, fairer zu kaufen und ökologischer zu leben. In vielen Bereichen habe ich das auch schon umgesetzt. Vegane Ernährung, Kauf von Bio Lebensmitteln, Müllvermeidung im Alltag, Fokus auf mehr Minimalismus. Trotzdem gibt oder besser gab es einen Bereich in dem es mir extrem schwer fiel.

Mode

Ich liebe schöne Kleidung, arbeite selbst im Fashionbereich und gönne mir gerne mal das ein oder andere hübsche Teil. Früher war es für mich ganz normal in die Stadt zum shoppen zu fahren. Als Hobby. Und das sicherlich einmal im Monat. Heutzutage habe ich das bereits sein lassen. Mein Konsumverhalten ist wesentlich kontrollierter und wenn ich mir etwas kaufe, dann überlege ich vorher sehr gut ob ich es auch wirklich brauche.

Gekauft habe ich in der Vergangenheit ausschließlich in dem Unternehmen für das ich arbeite. Andere fast fashion Ketten habe ich seit bestimmt drei Jahren nicht mehr unterstützt. Trotzdem konsumierte ich weiterhin fast fashion.

Der Markt für faire Mode ist mittlerweile stark gewachsen und eigentlich sollte es umso leichter sein nachhaltige Mode zu beziehen. Leider trifft vieles aber nicht meinen Geschmack. Ich liebe feminine, fließende und locker sitzende Röcke und Kleidchen. Das ist echt schwer in der fairen Modewelt zu finden. Und wenn ich dann mal etwas Schönes fand, war das Teil seeehr teuer (über 200€).

Auch wenn der Preis oft gerechtfertigt ist und wir durch die fast fashion Industrie an zu billige Preise gewöhnt sind, so ist es mir das für ein Teil einfach nicht wert. Erstens muss ich es mir leisten können und zweitens habe ich das Gefühl, lebt das Teil wahrscheinlich nicht so lange, als das sich der Preis ist am Ende rechnet. Aus diesen Gründen haderte ich wirklich sehr damit die Kurve hin zu nachhaltiger und meinen Geschmack entsprechender Mode zu kriegen.

Secondhand – Mein Vorsatz

Mittlerweile habe ich aber einen passenden Weg für mich gefunden nachhaltige Mode zu kaufen. Secondhand ist das Zauberwort. Ich habe mir fest vorgenommen für das gesamte restliche Jahr primär secondhand oder fair produzierte Mode zu konsumieren. Das wird eine ganz schöne Challenge, ist aber dringend notwendig!

In letzter Zeit merkte ich wie gut ich mit dem Kauf gebrauchter Kleidung meinen Kleiderschrank toll bestücken kann und trotzdem nachhaltige Mode unterstütze. Ich kaufe das, was andere nicht mehr tragen oder noch nie getragen haben. Gebe den Kleidungsstücken ein zweites Leben und verlängere den Textilkreislauf.

Wir alle trennen uns viel zu schnell von Kleidungsstücken und nur die wenigsten werden aufgetragen oder gar repariert. Ich habe mal gelesen, dass etwa 40% der Kleidungsstücke nie getragen werden und oft nur eine Saison lang getragen werden. Mode ist zum Wegwerfprodukt geworden und das obwohl sie teilweise unter schlimmen Arbeitsbedingungen produziert wird.

Sicherlich lässt sich darüber streiten, ob secondhand die nachhaltigste aller Varianten ist. Für mich ist dies aber der allerbeste Einstieg auf dem Weg zu nachhaltiger Mode. Ich habe weiterhin eine breite Auswahl an schönen Kleidungsstücken, kann damit auch noch Geld sparen und habe die Gewissheit, dass das Teil für mich nicht neu produziert werden musste.

Mode ist Emotion

Es ist schon ein gewaltiges Gefühl dem fast fashion Markt den Kampf anzusagen. Ich bin mir sicher damit genau das Richtige zu tun. Es macht mir aber auch etwas Angst, da täglich die Versuchungen im Modedschungel auf einen warten und ich hoffe diesen stand halten zu können.

Mode ist für mich ein sehr emotionales Thema und defintiv mehr, als nur eine Sache zum Anziehen. Mode sagt aus wie ich mich fühle, zeigt wie ich mich sehe und unterstreicht meine Persönlichkeit. Gerade deswegen sollte sie aber auch möglichst ökologisch und fair bezogen werden. Damit die Menschen, die an der Lieferkette beteiligt sind, ebenso viel Freude an der Mode haben können!

Erzählt mal, wie steht ihr zu diesem Thema und welche Schritte seit ihr vielleicht schon in Richtung nachhaltiger Mode gegangen?

Bis bald
Corinna

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