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Nachhaltiges Spielzeug – lieber gebraucht als neu

Als Einzelperson sein Leben nachhaltiger zu gestalten ist relativ simpel. In einer Partnerschaft kann es dann schonmal etwas schwieriger werden, wenn Kompromisse oder Alternativlösungen für beide Seiten gefunden werden müssen. Auf eine Familie warten wieder ganz andere Herausforderungen und Hürden, die genommen werden wollen. So vieles muss für den neuen Erdenbürger vermeintlich (neu) angeschafft werden und oft kann man darüber den Überblick verlieren.

Wir persönlich sind von Fehlkäufen glücklicherweise fast verschont geblieben. Trotzdem hatten wir die ein oder andere Sache Zuhause, die wir hätten nicht kaufen brauchen. Bestes Beispiel hierfür das gut gemeinte Gitterbett. Das meiste der Erstausstattung hatten wir damals tatsächlich neu gekauft. Anfangs störte mich das noch nicht so sehr – ich schiebe es mal auf die Schwangerschafts- und Glückshormone. Mittlerweile aber überlege ich vor allem bei Spielzeug sehr genau ob wir es brauchen oder nicht. Wenn ja, dann überlege ich ob es neu sein muss, oder auch gebraucht seinen Sinn und Zweck erfüllt.

Handelt es sich um etwas, dass ich von einer nachhaltig produzierenden Marke kaufen kann, dann kaufe ich gerne auch mal neu. Ist es aber ein Plastikartikel und am besten noch günstige Massenware, so weigere ich mich mittlerweile den Markt für diese Sachen, durch meinen Geldbeutel, zu finanzieren. Wenn ich für etwas Geld ausgebe, dann sollte es nachhaltiges Spielzeug sein! Egal ob dies am Ende neu oder gebraucht bedeutet.

Nachhaltiges Sandelspielzeug

Ein gutes Beispiel hierfür ist unsere Anschaffung des Sandelspielzeuges. Im letzten Jahr hatte sich die Maus auf dem Spielplatz dafür noch nicht so interessiert. Daher hatten wir uns bisher auch keines angeschafft. Mittlerweile aber liebt sie es total so richtig im Sand zu spielen. Eimer befüllen, Förmchen „backen“, Sand sieben usw. Lange Zeit hatten wir uns an anderem Sandelspielzeug bedient. Irgendwann fühlt man sich dann aber schon schlecht, wenn sein Kind immer die Sachen der anderen nimmt und nichts Eigenes hat. Es fühlte sich auch einfach nicht fair den anderen Kindern und Eltern gegenüber an.

Also sah ich mich so langsam dazu gezwungen mir Gedanken zu der Anschaffung des Spielzeuges zu machen. Mir war klar, es sollte am liebsten gebrauchtes Sandelspielzeug werden. Zu 99% besteht das Sandspielzeug aus billigem Plastik und daher wollte ich es auf keinen Fall neu kaufen. Wenn wir ehrlich sind sieht es nach ein paar Mal benutzen auch eh nicht mehr neu aus, warum also die Mühe. Die zweite Option wäre der Kauf eines möglichst ökologisch und fair hergestellten Sandelspielzeugs gewesen.

Auf meinen Flohmarktbesuchen klapperte ich also die Stände auch immer auf der Suche nach Sandelspielzeug ab. Irgendwie sah ich aber nie welches. Nicht mal eine Schaufel oder einen Eimer. Mein Mann und ich vermuteten schon, dass gebrauchtes Sandelspielzeug kaum angeboten wird, da es meistens sehr abgerockt aussieht. Wer möchte dafür schon Geld ausgeben, dachten sich die potenziellen Verkäufer wohl.

So schrieb ich meinen Vorsatz, gebraucht nachhaltiges Spielzeug zu kaufen, schon fast ab. Bis wir eines Tages auf unserem Stammspielplatz waren und dort ein großer Eimer mit altem Sandspielzeug stand. Auf dem Zettel, der an dem Eimer klebte, stand: „ZU VERSCHENKEN“. Ich konnte meinen Augen kaum trauen und freute mich riesig über diese nette Geste. Es kam genau zum richtigen Zeitpunkt und fühlte sich wie ein Zeichen des Universums an. 😀 So kamen wir also zu unseren ersten Sandelsachen. (siehe Bild 3)

Das nächste Highlight wartete dann auf uns, als wir meine Tante an Ostern besuchten. Sie hat zwei Töchter, die bereits aus den Sandelalter heraus sind und hatte noch Unmengen an Sandspielzeug eingelagert. Kurzerhand fragte sie uns, ob wir uns nicht einpaar Sachen aussuchen und für die Maus mitnehmen wollen. Sie braucht das alles eh nicht mehr und ist froh, wenn die Sachen eine neue Verwendung finden. Da sagten wir natürlich nicht nein und wie ihr sehen könnt sind wir nun mehr als gut für das Spielen im Sand ausgestattet. (siehe Titelbild & Bild 2)

Nachhaltiges Sandelspielzeug

Was möchte ich euch mit dieser Geschichte sagen?

Ich möchte euch mit auf den Weg geben, bei anstehenden Anschaffungen immer ersteinmal die Alternativen zu einem Neukauf zu bedenken. Manchmal ergeben sich Zufälle und man kommt genau an die Sache, die man schon lange auf dem Schirm hatte. Oder man fragt erstmal bei Freunden, Verwandten und Bekannten, ob da nicht jemand aushelfen kann. Ansonsten gibt es ja immer noch die Kleinanzeigen, wo wir selbst schon viele tolle (gebrauchte) Dinge gefunden haben.

Man spart auf diesem Weg nicht nur bares Geld, sondern kann damit direkt etwas Gutes für seinen ökologischen Fußabdruck tun. Besonders bei Kindersachen finde ich es super einfach gebraucht zu kaufen. Ich habe schon so viele tolle Dinge auf Kinderflohmärkten gefunden. Wahrscheinlich gut die Hälfte des Spielzeuges, welches wir haben, ist gebraucht. Für diese Saison habe ich der Maus ebenfalls viele süße Kleidungsstücke gebraucht geholt.

Ja, es ist vielleicht ein bisschen öko nachhaltiges Spielzeug so zu forcieren. Am Ende sehen die anderen aber eh nicht ob die Sachen neu oder gebraucht waren. Und ihr, ihr freut euch jedes Mal wie Bolle, wenn ihr eine tolle Entdeckung auf dem Flohmarkt machen konntet. VERSPROCHEN!

Verratet mir doch mal, was ist euer absoluter Geheimtipp, um nachhaltiges Spielzeug bzw. gebrauchte Sachen zu shoppen?

Bis bald
Corinna

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