Glücksfamilie, Kind, Tragen im Test
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Tragen im Test: Ruckeli

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Die vierte Trage in der „Tragen im Test“ Reihe ist die Ruckeli*. Diese Trage wurde mir netterweise ausgeliehen, als wir auf der Suche nach einem Ersatz für unsere Yema Tie waren. Die Ruckeli bietet viele Funktionen und überkreuzte Träger, die mir bei der Yema ja schon so gut gefallen haben. Preislich würde ich sie im oberen Segment ansiedeln. Die Ruckeli zeigt dafür aber auch was in ihr steckt und ist sicherlich eine der vielseitigsten Tragen bisher.

Ruckeli Babytrage*

Gewicht des Kindes:3,5 kg bis 20 kg
Tragemöglichkeiten:Bauch
Hüfte
Rücken
Material:100% Bio-Baumwolle
Preis:ab 149,90 €
Handhabung:+ nach kurzem Üben einfaches Anlegen der Trage
+ kann stufenlos an vielen Stellen eingestellt werden
+ kann auch mit Kind in der Trage nachgestellt werden
+ Trage kann umgelassen werden, wenn man das Kind raus und kurze Zeit später wieder reinsetzen will
– sehr viele Bänder, dadurch greift man beim Einstellen manchmal erst nach dem Falschen
Komfort / Sitz:+ sicherer und stabiler Sitz des Kindes
+ fester Sitz des Hüftgurtes
+ Trage fühlt sich straff und kompakt an
+ die überkreuzten Rückenträger sind sehr bequem
+ das Rückenteil für das Kind kann in der Höhe stufenlos verstellt werden (so hat das Kind entweder mehr oder weniger Bewegungsfreiheit)
– das Kind sitzt nicht so nah an einem dran wie in manch anderen Tragen (der Kuschelfaktor ist hier geringer, was mir bei einer Trage für das Nähegefühl aber schon recht wichtig ist)
Gewichtsverteilung:+ angenehme Gewichtsverteilung durch die überkreuzten Träger
+ lange Tragezeiten sind gut möglich
Optik:+ klassische, zeitlose Optik einer Trage
+ robuster Stoff
+ viele verschiedene Farbvarianten und Muster vorhanden
– sehr viele Bänder die „herumhängen“ (wenn man sie nicht ordentlich aufrollt)
Stillen:+ durch Verstellen der Träger möglich
Ablegen:+ das Ablegen eines in der Trage eingeschlafenen Babys ist möglich (man muss jedoch aufpassen, dass sich die Beine nicht in den vielen Gurten verheddern)

Mein Trageerlebnis

Bei der Ruckeli haben mir von Anfang an die überkreuzten Träger sehr gefallen. Sie werden nicht wie bei Yema gebunden, sondern können ganz einfach wie bei einem Rucksack anlegt werden. Die Verschlussbänder werden einfach seitlich an der Trage fixiert und schon sitzen die Träger über Kreuz. Auf dem Foto mit der Rückansicht wirkt es etwas kompliziert, ist es aber gar nicht.

Komplizierter wird es erst beim Einstellen der vielen Gurte. Zu Beginn muss man hier echt ein bisschen schauen welcher Gurt welchen Teil der Trage strafft. Schnell greift man sich sonst den Falschen und zieht an Stellen, die man gar nicht verstellen möchte. Mit ein bisschen Übung hat man dies aber zügig raus.

Den Sitz des Kindes in der Trage empfand ich als sehr angenehm. Es fühlte sich allerdings ganz anders an, als ich es bisher gewohnt war. In den anderen Tragen spürte ich meine Maus immer sehr nah bei mir, bei der Ruckeli hatte sie mehr Bewegungsfreiheit. Diese Bewegungsfreiheit empfinde ich für ältere Kinder als positiv, bei kleineren bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Nähe zum Kuscheln trotzdem gegeben ist. Ich persönlich liebe am Tragen sehr die viele Kuschelzeit und das hat mir bei der Ruckeli leider ein wenig gefehlt.

Die Ruckeli ist vor allem eine prima Trage um größere und schwerere Kinder zu tragen. Das sieht man allein daran, dass sie bis 20 kg zugelassen ist. Sie ist sehr robust, sitzt straff und verteilt das Gewicht des Kindes wunderbar. Mit der Ruckeli lässt sich angenehm lange tragen, ohne dass man gleich Rückenschmerzen bekommt.

Das Stillen hat in der Ruckeli auch wunderbar funktioniert. Es war vielleicht ein wenig unbequemer als in anderen Tragen, da ich die Maus nicht ganz so tief hinunter lassen konnte, aber geklappt hat es trotzdem. Und das ist ja schließlich das Wichtigste.

Beim Ablegen, wenn die Maus schlief, wurde es ein bisschen tricky. Das Öffnen der Ruckeli, sowie das Abstreifen der Träger klappten prima. Jedoch blieben mir ganz oft die Beine der Maus in den Trägern hängen. Das liegt daran, dass die Beine aufgrund der überkreuzten Träger durch die Träger hindurch geführt werden müssen (sich also eine Schlaufe bildet). Wenn man nicht ganz aufpasst, dann bleibt der Fuß in dieser Schlaufe hängen. Gott sei Dank ist die Maus davon nie aufgewacht. Wenn man dies weiß, ist das Ablegen absolut machbar aber halt doch nicht ganz so bequem.

Fazit:

Für mich war die Ruckeli nicht ganz die ideale Trage, trotzem finde ich sie sehr gut. Wenn man sein Kind sicher, stabil und bequem tragen möchte macht man mit der Ruckeli alles richtig. Das extreme Nähe-/Kuschelgefühl in der Trage sollte einem jedoch nicht ganz so wichtig sein. Was toll ist sind die vielen weiteren Trage- und Handhabungsmöglichkeiten, die ich in meiner kurzen Testphase gar nicht alle ausprobieren konnte. Zum Beispiel lässt sich die Trage eingerollt und im Hüftgurt verstaut als Hüftsitz nutzen. Auch ist das verstellbare Rückenteil ziemlich intelligent. Durch dieses wächst die Ruckeli super mit dem Kind mit und passt sich an jede Größe und jedes Freiheitsbedürfnis des Kindes an. Ich bin mir sicher, dass die Ruckeli für jede Gewichtsklasse (3,5 kg bis 20 kg) ein schönes Trageerlebnis bietet und sehe in ihr vor allem eine sinnvolle, langfristige Investition.

Nach der Ruckeli folgt nächste Woche die Manduca. Eine weitere Leih-Trage von einer lieben Mami. Die Manduca ist glaube ich eine der bekanntesten und am weitesten verbeiteten Tragen. Seit gespannt auf mein Testurteil!

Bis bald
Corinna

2 Kommentare

  1. André sagt

    Erst einmal danke für den Test.
    Du schreibst, dass das „Nähegefühl“ fehlt. Hattest du denn die Slim oder die Regular Variante von der Ruckeli?
    Wir haben hier die Ruckeli Slim im Test und unsere Kleine ist so Eng am Körper wie beim Tragen im Tragetuch. Die Ruckeli Regular hatten wir auch ausprobiert, jedoch hatte sie uns nicht gefallen, weil sie zu locker war.

    • Hey, André sehr gerne 😆

      Das ist eine berechtigte Frage. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte ich die Regular im Test. Nachdem was du berichtest wäre dann sicherlich die Slim bei uns auch besser gewesen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich die Gurte ziemlich eng ziehen musste, damit die Maus überhaupt gut sitzt. Da war dann nicht mehr viel Gurt übrig um es noch wesentlich enger zu stellen 😊 Vielleicht wäre mit der Slim bei uns ein besseres Nähegefühl aufgekommen. So hatte die Maus wirklich relativ viel Bewegungsfreiheit und konnte besser rausschauen, als kuscheln 😁

      Liebe Grüße, Corinna

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