Familie
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Tragen im Test: Die Ring Sling

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Seit meine Maus zwei Monate alt ist trage ich sie (fast) ausschließlich durch die Welt. Der Kinderwagen war bei ihr schon immer irgendwie unbeliebt. Was anfänglich eine Notwendigkeit für uns war, ist mittlerweile zur großen Liebe geworden. Ich habe sie so gerne ganz nah bei mir in der Trage, kann ihr in die Augen schauen, mit ihr reden und jede Reaktion beobachten. Sie liebt es ebenfalls sehr und freut sich jedes Mal wenn sie zu mir in die Trage darf. Auch zum Stillen und Schlafen, wenn wir unterwegs sind, eignet sich das Tragen in einer Trage sehr gut.

Da ich per Zufall aktuell sechs Tragen Zuhause habe (drei eigene und drei ausgeliehene), dachte ich, ich nutze diese Chance und schreibe zu jeder einen kurzen knackigen Testbericht. Vielleicht helfen die Artikel ja dem/der ein oder anderen in der Zukunft bei einer Kaufentscheidung. Los geht es mit der Ring Sling von Shabany*.

Shabany Ring Sling Tragetuch*

Gewicht des Kindes:3 kg bis 15 kg
Tragemöglichkeiten:Bauch (Neugeborenes)
Hüfte
Material:100% Bio-Baumwolle
Preis:69 €
Handhabung:+ anfangs muss man etwas üben, lässt sich dann aber einfach binden
+ kann auch ohne Kind umgebunden bleiben und ist damit schnell einsatzbereit
+ lässt sich klein verstaut in (fast) jeder Handtasche mitnehmen
Komfort / Sitz:+ sehr nahes Tragegefühl
+ der Stoff schmiegt sich schön an
+ sicherer Sitz vom Kind
+ Kind kann gut rausschauen
+ im Sommer durch den dünnen Baumwollstoff schön luftig
– die Bewegungsfreiheit des Armes über den der Stoff verläuft ist recht eingeschränkt
– das Tragen von Jacken und Taschen (über der Schulter wo der Stoff verläuft) ist nicht so gut möglich
Gewichtsverteilung:+ für kurze Strecken gut geeignet
– bei längerem Tragen wird die Schulter über der der Stoff verläuft stark belastet
Optik:+ sehr schöner edler Stoff
+ hübscher Ring
+ viele Farbvarianten
+ Hingucker (wir wurden oft auf die Ring Sling angesprochen)
Stillen:+ durch einfache Lockerung des Tuches am Ring problemlos möglich
Ablegen:+ das Ablegen eines in der Ring Sling eingeschlafenen Babys ist problemlos möglich

Mein Trageerlebnis

Die Ring Sling habe ich gekauft, als die Maus 11 Monate alt war. Im Nachhinein würde ich mir viel eher eine kaufen, da sie gerade bei kleineren und leichteren Kindern noch besser funktioniert. Der Grund warum ich sie kaufte war unser anstehender Campingurlaub in Spanien. Hierfür wollte ich eine leichte, klein zu verstauende und luftige Trage haben. Zudem sollte sie vom Handling her nicht zu kompliziert sein, sodass ich die Trage am besten umgebunden lassen kann. Unsere Haupttrage ist wesentlich größer und „komplizierter“ zu binden, daher wollte ich diese nicht mit in den Campingurlaub nehmen.

Für Ring Slings gibt es wie für Tragetücher und Tragesysteme unzählige Anbieter. Ich habe mir viele angeschaut und mich schließlich für die Ring Sling von Shabany entschieden. Hier hatte ich das Gefühl ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen. Da die Ring Sling nur als Zweittrage fungieren sollte, wollte ich nicht allzu viel Geld dafür ausgeben. Die Optik (Farben & Ring) und der Stoff aus 100% Bio-Baumwolle hatten ebenfalls zu meiner Kaufentscheidung beigetragen. Mit der Shabany Ring Sling bin ich bis heute sehr zufrieden. Gewaschen wurde sie auch bereits ein paar Mal und sie sieht noch aus wie neu.

Da man mit einer Ring Sling das Kind in der Regel auf der Hüfte trägt, hat dies den Vorteil, dass das Kind sehr gut rausschauen und am Leben teilhaben kann. Der Blickkontakt zwischen dem Träger und dem Kind bleibt aber trotzdem bestehen (anders als beim Tragen auf dem Rücken oder auf vorwärtsgerichtet auf dem Bauch). Größere Kinder haben zudem eine schöne Bewegungsfreiheit für den Oberkörper in der Ring Sling. Dadurch können sie gut beide Hände benutzen und nach Dingen greifen. Dies erleichtert zum Beispiel das Essen von kleinen Snacks in der Trage.

Für mich ist es bei einer Trage vorallem wichtig, dass ich meine Maus ohne viel Aufwand stillen kann. Sie schläft nämlich gerne beim Laufen in der Trage ein und dafür braucht sie aktuell noch die Brust. Mit einer Ring Sling ist das Stillen ziemlich einfach, da man nur leicht den Ring lockern braucht, der Stoff somit ein wenig länger wird und das Kind auf Brusthöhe rutscht. Ein schönes Kuschelerlebnis für Mutter und Kind.

Eine Ring Sling würde für mich persönlich nicht als Haupttrage infrage kommen, da ich einfach zu häufig und zu lange Strecken trage. Vielleicht ginge das zu Beginn noch ganz gut, aber spätestens ab 8 Kilo stelle ich mir das etwas beschwerlich vor. Zudem muss man wissen, dass man Jacken o.ä. nur sehr schlecht über die Schulter mit dem Ring ziehen kann. Auch mein Rucksack rutscht mir zum Beispiel immer wieder, von der Schulter über der die Stoffbahn verläuft, runter. Der Arm über den der Stoff verläuft ist auch eingeschränkter und man hat nicht ganz so viel Bewegungsfreiheit wie mit einem Tragesystem. Daher nutze ich die Ring Sling am liebsten in den warmen Monaten wo man eh keine Jacke braucht oder Zuhause.

Fazit:

Wer eine leichte und praktische Trage für kurze Strecken sucht, der wird mit einer Ring Sling sehr glücklich sein. Auch für die Sommermonate kann ich die Ring Sling sehr empfehlen, da der dünne Stoff schön luftig ist und Mama und Kind somit nicht allzu sehr schwitzen. Für lange Distanzen verwende ich die Ring Sling persönlich nicht. Mir wird das Gewicht auf der einen Schulter dann zu schwer und ich habe das Gefühl, dass meine Körperhaltung nicht optimal ist. Trotzdem möchte ich sie nicht missen. Ich benutze sie, im Gegensatz zu meinen anderen Tragen, auch desöfteren Zuhause. Zum Beispiel lassen sich damit Kind + Wäschekorb ganz easy in den Keller tragen. Kurz die Ring Sling über geworfen und schon kann es losgehen. Für kleinere Babys denke ich ist die Ring Sling besonders gut geeignet.

Ich hoffe der Artikel beinhaltet die wichtigsten Punkte zum Thema Ring Sling und gerne beantworte ich weitere Fragen in den Kommentaren. Im nächsten Artikel aus der „Tragen im Test Reihe“ zeige ich euch meine aktuelle Trage, eine Komforttrage. Diese ist besonders toll für größere und schwerere Kinder.

Bis bald
Corinna

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