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Reise Essentials mit Baby (Autoreise & Campingurlaub)

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Während ich diesen Artikel schreibe, sitzen wir gerade im Auto auf dem Weg zu unseren Familien. Die Maus ist eingeschlafen, der Mann sitzt am Steuer und ich freue mich, dass die Autofahrten von Mal zu Mal entspannter werden. Denn eine gute Autofahrerin war unsere Kleine leider nie so wirklich. Daher haben wir uns letztes Jahr mehr Sorgen hinsichtlich unseres Spanienurlaubes (Autoanreise), als über den Urlaub in Florida (Flugreise) gemacht. Im Flugzeug war mir klar, kann ich meine Maus die Gänge hoch und runter tragen, sie stillen oder auf den Schoß nehmen sollte sie weinen. Im Auto ist all das schwieriger und so haben wir versucht uns anders zu helfen. Welche Reise Essentials mit Baby (Autoanreise & Campingurlaub) uns geholfen haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Autoreise

Blickkontakt

Von Anfang an war mir klar, dass ich die Autoreise über hinten bei meiner Kleinen sitzen werde. Bis dato saß ich bei jeder Autofahrt hinten, da sie immer die Sicherheit brauchte, dass jemand bei ihr ist. Erst mit knapp etwas über einem Jahr konnte ich dann auch mal vorne bei meinem Mann sitzen. Für den Kontakt zum Papa besorgten wir einen Spiegel*, der an der Kopfstütze des Rücksitzes, gegenüber des Kindersitzes, befestigt wird. Damit konnte die Maus nicht nur sich selbst, sondern auch den Papa beobachten. Ein kleines Gadget, welches einen großen positiven Effekt hatte.

Autositz

Zum Zeitpunkt unserer Reise befanden wir uns an dem Punkt, wo die Maus größentechnisch noch in ihren Maxi Cosi passte, aber auch schon groß genug für den Nachfolgesitz war. Da sie den Maxi Cosi nie so richtig liebte, war mir klar wir holen den nächten Sitz bevor es auf die lange Fahrt in den Urlaub geht. Sie hatte dadurch gleich viel mehr Platz, konnte bequemer sitzen und besser aus dem Fenster schauen. Der neue Sitz schaffte eine positive neue Situation beim Autofahren und ich glaube das hat dazu beigetragen, dass die zufriedener war. Für unsere nächste Reise werden wir den Sitz wahrscheinlich zum ersten Mal in Fahrtrichtung drehen. Bisher sitzt sie immer noch gegen die Fahrtrichtung, da es bis zwei Jahre die sicherere Variante ist. Wir erhoffen uns, dass der Richtungswechsel im Sitz nochmal mehr Freude am Autofahren schafft und sie noch besser die Welt durch das Fenster beobachten kann. Zusätzlich zum neuen Sitz haben wir uns auf Anraten eines befreundeten Pärchens noch einen passenden Sommerbezug* geholt. Dieser ist aus einem weichen Frotteé Stoff und verhindert, dass das Kind im Sitz (vor allem im Sommer und bei langem Sitzen) schwitzt. Zudem lässt sich der Sitz von Krümeln so vieeel einfacher reinigen und wenn mal etwas anderes daneben geht ist nur der Bezug verschmutzt und kann einfach gereinigt werden.

Pausen

Bei der Reiseplanung hatten wir lange hin und her überlegt wie wir die 11 Stunden Gesamtreisezeit sinnvoll aufteilen. 11 Stunden Autofahrt sind schon für uns Erwachsene ganz schön anstregnend, da will ich gar nicht wissen wie es den kleinen Mäusen damit geht. Im Endeffekt waren wir uns einig, dass wir die Anreise in Etappen aufteilen möchten. So ziemlich auf halber Strecke suchten wir uns in Frankreich eine Unterkunft, um am nächsten Tag mit neuer Energie die zweite Etappe bis nach Spanien fahren zu können. Auf dem Hinweg bestand die erste Etappe aus 6 Stunden Autofahrt, die zweite aus 5 Stunden. Für dem Rückweg wählten wir dieselbe Unterkunft. Immer wieder würde ich es genauso handhaben. Sechs Stunden Fahrzeit waren für uns das absolute Maximum was wir hätten machen wollen und können. Wir waren alle froh, endlich anzukommen und uns die Beine zu vertreten. Und dass obwohl wir etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegten. Sogar mit Picknick und gezielt längerer Verweilzeit, als nur eine kurze Pinkelpause. Auch dieses Jahr werden wir eine Übernachtung auf dem Weg in den Urlaub buchen.

Schlafzeiten

Ein Tipp für alle die geregelte Schlafenszeiten mit ihren Kleinen haben: plant eure Reise so, dass die Schlafzeiten genau hier rein fallen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass die Kleinen entspannter sind, da sie öfter schlafen. Bei uns hatte das damals in Florida richtig gut gepasst. Wir sind jeden Morgen zur ähnlichen Zeit mit dem Auto an unser Tagesziel gefahren. Die Maus war nach ein paar Tagen so daran gewöhnt, dass sie automatisch ihr Morgenschläfchen im Auto machte und (mal mehr, mal weniger) ausgeruht am Ziel ankam.

Spielzeug

Beim Spielzeug haben wir darauf geachtet, dass wir zum Einen nur ihre Lieblingssachen mitgenommen haben und dass wir ein paar neue Dinge dabei hatten, die sie noch nicht kennt. Dadurch konnte sie sich mit den neuen Sachen eine gute Weile beschäftigen und war nich so schnell gelangweilt. Was uns besonders gut auf den langen Fahrten geholfen hat waren Bücher. Lesen geht bei der Maus immer. Lieder singen, „Guck guck“ spielen, Klatschspiele oder andere Albereien kamen ebenfalls immer gut an.

Der Notfallplan

Für den absoluten Notfall (Baby lässt sich nicht mehr mit Büchern, Spielsachen, Singen, Klatschen etc. beruhigen) hatten wir uns im Vorfeld einpaar Kinderserien auf’s Tablet geladen. Ein kurzer Clip reichte aus, um die Situation zu entspannen und die Laune zu heben. Wir haben auf der Hinfahrt insgesamt zwei Mal davon Gebrauch machen müssen und zwar jedes Mal kurz vor der Ankunft am Ziel. Ich war sehr froh, dass wir es nicht öfter brauchten, da ich allgemein nicht so viel von Kinderfilmen in ganz jungem Alter halte. Wenn es aber nur mal 5 Minuten sind, um eine aufgeheizte Stimmung zu lösen und das nicht zur Routine wird, bin ich damit völlig fein. Wie heißt es so schön – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Campingurlaub

Hochstuhl

Was in einem Campingurlaub mit einem Baby/Kleinkind auf keinen Fall fehlen darf ist ein praktischer Hochstuhl. Dieser muss für den Campingurlaub klein zu verstauen, stabil, wetterbeständig und einfach zu säubern sein. In unseren Augen war der ANTILOP Hochstuhl von IKEA dafür bestens geeignet. Ein mega Preis-Leistungs-Verhältnis.

Reisebett

Wenn ich von Campingurlaub spreche, dann heißt das in unserem Fall Camping mit Zelt. Es gab also nicht sonderlich viel Platz, um ein großes Reisebett aufzustellen, geschweige denn dass es noch ins Auto gepasst hätte. So musste also eine Alternative her. Online fand ich ein Pop Up Reisebett*, welches eine Freundin zufällig da hatte und uns auslieh. Dieses Bett war einfach perfekt für uns. Es hat ein super kleines Packmaß, ist einfach aufzubauen und sehr vielseitig nutzbar. Am Abend schlief unsere Maus darin im Zelt und tagsüber stellten es wir nach draußen unter den Pavillon, so dass sie an der frischen Luft ihr Schläfchen machen konnte. Ich denke das Bett wird uns auch dieses Jahr wieder begleiten.

Sonnenschutz am Strand

Als wir früher ohne Kind reisten, hat uns ein einfacher Sonnenschirm als Schattenspender gereicht. Mit Kind würde ich aber unbedingt zu einer Strandmuschel raten. Am besten eine Pop Up Strandmuschel, damit geht das Auf- und Abbauen blitzschnell. Die Strandmuschel finde ich vor allem super, wenn das Kind am Strand einschläft. Darin liegen die Kleinen vor Wind und Sand geschützt. Zudem kann man all den Krempel, den man so mit zum Strand schleppt, prima darin verstauen. Einen Schirm hatten wir zusätzlich mit dabei, damit das Kind auch beim Buddeln im Sand schön im Schatten sitzen konnte (geschweige denn es blieb mal still an einer Stelle sitzen).

Sonstiges

Welche Dinge uns ansonsten auf unsere Reise begleiteten waren eine Dachbox (ohne hätte alles gar nicht ins Auto gepasst, da der Rücksitz ja durch den Kindersitz belegt war), ein großer Pavillon (sodass man auch auf der Parzelle immer schön im Schatten sitzt und vor Regen geschützt ist) und eine Ring Sling* (um kürzere Wege auf dem Platz die Maus bequem tragen zu können). Ansonsten kann ich nur dazu raten, holt euch bei Bedarf Hilfe von euren Campingnachbarn. Es findet sich immer eine gute Seele, die einem unter die Arme greift und zum Beispiel beim Auf- oder Abbau mithilft. Ansonsten versuchen immer die Ruhe zu bewahren, auch wenn das Kind tagsüber und nachts weint, den ganzen Platz wach hält oder ständig auf die anderen Parzellen läuft. Es kochen am Ende doch alle nur mit Wasser und oft ist das Verständnis größer, als man denkt.

Ich freue mich, wenn einige Punkte dabei sind, die euch bei der Planung eurer nächsten Auto- und/oder Campingreise hilfreich sind. Wir werden ganz sicher vieles wieder genau so machen und freuen uns jetzt schon sehr auf den diesjährigen Sommerurlaub! Für weitere Reisetipps mit Baby/Kleinkind lest auch gerne die Beiträge zu unserer Florida Reise – Beitrag 1, Beitrag 2.

Bis bald
Corinna

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