Familie
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Das Ende der gemeinsamen Elternzeit

Mit gemischten Gefühlen blicke ich auf das Ende der gemeinsamen Elternzeit zurück. Es war eine unvergessliche, intensive Zeit als Familie, in der wir viel erlebt und gemacht haben. Ich merke aber auch, wie mir die Routine im Alltag und geregelte Abläufe am Ende gefehlt haben. Denn gerade weil wir so viel Zeit miteinander hatten, wollten wir natürlich jeden Tag besonders gut nutzen. So entstand für die Zeit Zuhause eine längere to do Liste, die es abzuarbeiten ging und es wurden einige Urlaube geplant.

Wie die gemeinsame Zeit am besten nutzen?

Ich finde es ist immer unglaublich schwer freie Zeit Zuhause gut zu nutzen. Auf der einen Seite möchte man Urlaub haben, entspannen und einfach mal das Zuhause genießen, auf der anderen Seite kann man aber auch sooo viel erledigen. Rückblickend würde ich sagen, haben wir uns in unserer gemeinsamen Elternzeit manchmal etwas zu viel vorgenommen.

Es fühlte sich aber richtig gut an die Dinge erledigen zu können, für die sonst im Mama Alltag zu wenig Zeit war. Endlich schaffte ich es den Balkon zu bepflanzen, konnte liegen gebliebene Aufgaben erledigen und in der Wohnung umräumen. Dadurch waren die Tage aber auch gut gefüllt. Ein „in den Tag hinein leben“ wie wir es uns erst vorstellten war es dann doch nicht.

Der gute alte Rhytmus geriet leider leicht aus den Fugen. Die sonst geregelten Essenszeiten gab es nicht mehr, mal schafften wir nur ein Mittagessen „on the go“ und die Schlafens- sowie Aufstehzeit sahen auch oft unterschiedlich aus. Am Ende standen wir morgens um 09:00 / 09:30 Uhr auf und gingen abends alle fast gemeinsam ins Bett. Vorher waren wir spätestens um 07:30 Uhr wach und die Maus ist am Abend gegen 18:30 Uhr schlafen gegangen.

Einfach mal raus

Eine richtig gute Entscheidung waren in unserer gemeinsamen Elternzeit die Urlaube. Einen Monat Florida, zwei Wochen Spanien, ein Wochenende im Schwarzwald und mehrere Besuche bei der Familie in der alten Heimat. Hier konnten wir richtig abschalten und den Alltag Alltag sein lassen. Bewusst haben wir die Urlaube auf uns zukommen lassen und wollten ohne viele Pläne hineinstarten. Zugegeben, die Florida Reise war jetzt kein klassischer Erholungsurlaub, aber auch in dieser Zeit haben wir gut abschalten können.

Alle Wünsche unter einen Hut bringen

Es kann schwer sein die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb einer Familie gleichwertig zu erfüllen. Der eine mag länger schlafen, der andere steht gerne früher auf. Der eine möchte den Tag ganz in Ruhe angehen, der andere hat unzählige Pläne im Kopf. Der eine ist gerne unter Leuten, der andere lieber alleine. Und dann ist da ja auch noch ein Kind, wessen Bedürfnisse die der Eltern ganz klar in den Schatten stellen. Ohne Absprachen wäre es bei uns wahrscheinlich alles andere als entspannt gewesen. Für uns war es wichtig entweder am Abend zuvor oder am Morgen zu besprechen was wer gerne machen möchte und wie wir den Tag gestalten. So wusste jeder wie der Plan ist und falls etwas anders lief, konnte man direkt einen Plan B entwerfen. Vor allem mit Kind fand ich das sehr wichtig für mich, da sonst sehr schnell Chaos in meinem Kopf entsteht 🙂

Ja, ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge nach dem Ende der gemeinsamen Elternzeit. Ich bin froh wieder alleine den Tagesablauf vorzugeben, den Wecker morgens auf 08:00 Uhr zu stellen und zeitig aufzustehen. Ich bin aber auch traurig, dass die zwei Monate Elternzeit jetzt rum sind und sich die gemeinsame Zeit nun auf Wochenden beschränkt. Es war eine Zeit die ich, jedem der mich fragt, empfehle zu nehmen. Sie ist wunderschön, lehrreich und jeden Cent wert!

Wie habt ihr eure gemeinsame Elternzeit erlebt?

Bis bald,
Corinna

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