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Gedanken zum Mamasein

Eigentlich bin ich ein recht ausgeglichener Charakter. Ich habe mir im gesamten Schwangerschaftsverlauf wenig Sorgen um mögliche Komplikationen, die Geburt oder andere Dinge gemacht und schon gar keine Literatur dazu verschlungen. Alle Infos die ich habe, habe ich aus meinem Geburtsvorbereitungskurs, von meiner Frauenärztin und vereinzelter Recherche im Internet. Ob ich diese minimalistische Vorbereitung noch bereuhen werde weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass genau das mir am besten getan hat.

Ich wollte in der ganzen Zeit so gut wie möglich auf mich selbst vertrauen. Auf meinen Körper hören, das tun wozu ich mich in der Lage fühle und meinem Kind einen ruhigen, entspannten Platz zum Entwickeln bieten. Auf Horrorstories von anderen Müttern oder das Schüren von Ängsten hatte ich so gar keine Lust.

Dasselbe gilt auch für die Geburt. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Geburt auch ein schönes Erlebnis sein kann und der eigene Körper das ganz gut wuppen wird. Schließlich wären wir als Spezies doch lange schon ausgestorben, wenn es nicht einer der natürlichsten Vorgänge überhaupt wäre. Und Dank der modernen Medizin heute, ist man doch eigentlich immer und überall in sicheren Händen.

Auch wenn ich die vergangenen neun Monate prima gemeistert habe, die Entwicklung meines Kindes bestens voran geht und ich eine echt gute Schwangerschaft erleben durfte, so mache ich mir aktuell dann doch ein paar Gedanken. Nicht aber über die letzten Schwangerschaftswochen oder die anstehende Geburt. Nein, vielmehr um die Zeit die danach auf meinen Mann und mich wartet.

Wie wird das sein, das Mamasein? Werden wir gute Eltern sein? Werden wir instinktiv das Richtige tun? Sind wir gut vorbereitet? Welche Charakterzüge hat unsere Maus und wird sie uns genau so lieben, wie wir sie?

Für Außenstehende klingen diese Fragen vielleicht doof und an den Haaren herbeigezogen. Tatsächlich aber beschäftigen sie mich aktuell ganz schön. Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich im Moment viel zu viel Zeit habe, um mir solche Gedanken zu machen, aber vielleicht ist es auch wichtig sich genau damit auseinanderzusetzen?

Wir sind leider nicht in der glücklichen Lage unsere Familie in direkter Nähe zu haben und werden daher von Beginn an auf uns beide gestellt sein. Ein starkes zweier Team, welches von jetzt auf gleich mit einer ganz neuen Aufgabe ziemlich gut umgehen muss. Ich bin mir sicher wir schaffen das. Wie aber wird sich das auf unsere Beziehung auswirken? Werden wir die gleichen Ansichten haben und wie stark werden unsere Nerven beansprucht? Das sind alles Fragen, die bei mir im Kopf herumkreisen und auf die es noch keine finalen Antworten gibt. Um mich davon aber nicht verrückt machen zu lassen, versuche ich mir vorab erste Antworten durch positive Affirmationen zu geben und weiterhin auf meinen Mann, mich und unser Baby zu vertrauen. Irgendwie werden wir Drei das schon schaukeln – schließlich hat das im bisherigen Schwangerschaftsverlauf ja auch schon prima funktioniert.

Wie erging oder geht es denn euch anderen (werdenden) Mamis in den letzten Wochen vor der Geburt? Kamen euch auch so viele Fragen?

2 Kommentare

  1. Liebe Corinna,
    ich bin mir sicher, Ihr werdet beide ganz wundervolle Eltern.
    Das du dir gerade jetzt wo du noch etwas mehr Zeit hast viele Gedanken machst ist klar, die werden aber bald verfolgen sein sobald Euer kleine Schatz auf der Welt ist. So wie ich dich kennengelernt habe, bin ich mir sicher dass du eine grandiose Mutter wirst!
    Alles Liebe,
    Steffi

    • Das sind so liebe Worte von dir Steffi, ganz ganz vielen Dank :-*

      Ja, wir werden das Kind schon schaukeln 😉 Trotzdem ist es bis dahin schon ein wenig „unheimlich“ nicht zu wissen was einen erwartet. Das macht man halt nicht allzu häufig in seinem Leben 😀 Tief innendrin vertraue ich aber auch komplett auf das instinktive Handeln von uns beiden und darauf, dass alles von alleine seinen Weg finden wird. Ich bin gespannt von was ich berichten werde, wenn die ersten Wochen vorüber sind.

      LG

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