Achtsamkeit, Personal
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Kokosöl das Allroundtalent

Es gibt da eine Sache, über die ich hier noch nie wirklich viel geschrieben habe, die mich jedoch jeden Tag begleitet und sehr intensiv beschäftigt. Das Thema Nachhaltigkeit und Achtsamkeit. Mein Mann würde mich jetzt liebevoll als Öko-Tante bezeichnen.

Mir ist es wichtig, was ich konsumiere, wo die Produkte herkommen und was ich mit meinem Geld finanziere. Ich möchte so nachhaltig wie möglich leben, aber trotzdem auch die Annehmlichkeiten im Leben genießen. Klingt zunächst vielleicht widersprüchlich, ist es für mich aber absolut nicht. Wie schon beim Essen und beim Sport ist mir Ausgewogenheit sehr wichtig. Ich finde man muss zu allem eine gute Balance finden und vor allem bewusste Entscheidungen treffen. Dieses „bewusste“ geht mir heutzutage viel zu oft verloren. Teilweise habe ich das Gefühl, dass wir viel zu viele Dinge für selbstverständlich nehmen und diese nicht hinterfragen. Es ist eben so wie es ist. Aber ist das auch richtig und gut so?

Wahrscheinlich würde ein Großteil der Menschen andere Entscheidungen wählen, wenn sie die entsprechenden Hintergrundinfos hätten. Vielleicht auch nicht, aber zumindestens würden sie dann bewusst handeln. Eine Sache die ich mir persönlich von jedem Einzelnen wünschen würde.

Aus diesem bewussten Handeln ist bei mir ein veganer Lebensstil entstanden. Angefangen hat alles als Projekt und Test, um mal zu sehen wie das so ist und wovon alle eigentlich reden. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass dies die absolut richtige Entscheidung für mich war. Mein Wissen ist so viel größer geworden, meine Interessen haben sich verändert und meine Werte wurden einmal komplett durcheinandergeworfen. Zehn Monate nach der Veränderung bin ich mehr bei mir, als ich es vorher jemals war. Ich habe das Gefühl von Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und mehr Selbstbestimmung. Ich weiß wofür ich stehe und auch wenn ich mich immer wieder erklären muss und große Fragezeichen über den Köpfen anderer sehe, weiß ich, dass diese mich nicht aus der Bahn werfen werden. Es ist meine innere Überzeugung.

Auch „zero waste“ ist aktuell ein sehr präsentes Thema und ein weiterer Punkt der sich nach und nach in mein Bewusstsein schleicht und mich zu einem anderen Handeln bewegt. Schon seit mehreren Monaten kaufen wir nur noch sehr wenig Obst und Gemüse im Supermarkt. Die Plastik-Auspack-Orgien danach waren für mich immer der absolute Horror. Alles war irgendwie verpackt und der Mülleimer im Anschluss voll bis oben hin.

Wir haben bei uns in der Region den Luxus einen Bauern zu haben, der Bio Gemüse- und Obst-Kisten liefert und saisonale sowie regionale Produkte anbietet. Hier füllen wir nun von Zuhause aus jede Woche unseren Online-Einkaufskorb und freuen uns mittwochs über unsere Lieferung mit frischem Obst und Gemüse aus der Region. Ja, natürlich ist solch eine Lieferung nicht komplett klimaneutral, aber dies ist genau die Balance von der ich oben gesprochen habe. Saisonales, regionales Gemüse, unverpackt und frisch geliefert in der Menge, die wir in einem zwei Personenhaushalt verbrauchen vs. in Plastik verpacktes Bio Gemüse vom Supermarkt, vorgewogen in teilweise zu großen Einheiten, welches ebenfalls dorthin transportiert werden musste. Die Vorteile vom Bauern überwiegen für mich da eindeutig.

Neben meinem veränderten Kaufverhalten nutze ich auch im Haushalt andere Produkte als zuvor. Ich kaufe kein herkömmliches Shampoo mehr – hier ist Lavaerde mein Ersatz, Wattepads haben bei mir ausgesorgt – ich nutze Baumwollwattepads die nach jeder Verwendung gewaschen werden können und Kokosöl ersetzt Abschminklotion, Haarmaske, Haaröl und Bodylotion. Kokosöl ist ein echtes Allroundtalent und defintiv nicht nur in der Küche einsetzbar. Wie ich es jeden Tag verwende möchte ich euch heute gerne kurz erzählen.

Kokosöl

1. Abschminken

Zum Abschminken nutze ich am liebsten Kokosmus. Dieses ist etwas gröber als Kokosöl, da noch mehr Bestandteile der Kokosnuss enthalten sind. Der Vorteil für mich liegt darin, dass durch die kleinen Kokosbestandteile das Kokosmus gleichzeitig ein Peeling für’s Gesicht ist. Ich kriege damit nicht nur mein komplettes Make Up rückstandslos runter, sondern habe danach auch eine samtweiche Haut. Zudem ist das Kokosmus feuchtigkeitsspendend und trocknet meine Haut nicht aus. Anwendung: Eine walnussgroße Portion Kokosmus in die Handflächen geben und so lange verreiben, bis es anfängt zu schmelzen. Das Kokosmus nun mit sanften kreisenden Bewegungen im Gesicht verteilen. Ich wasche dann mein Gesicht mit lauwarmen Wasser kurz ab und nehme den Rest mit einem Baumwollwattepad ab. Wer mag kann auch direkt ein Wattepad zum Säubern nutzen.

2. Haarmaske

Mein Haar ist ziemlich trocken und daher bin ich immer auf der Suche nach Produkten, die es pflegen und vor allem Feuchtigkeit spenden. Mittlerweile mache ich es ganz oft so, dass ich vor meiner Laufrunde etwas Kokosöl in die Haare gebe. In der Zeit in der ich laufen bin kann das Öl einwirken. Nachher beim Duschen wird es dann gut ausgewaschen. Das funktioniert ziemlich prima. Anwendung: Eine haselnussgroße Portion Kokosöl in die Handflächen geben und so lange verreiben, bis es anfängt zu schmelzen. Dann zuerst in die Spitzen geben und bis hoch in den Haaransatz einmassieren. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Die Haare sehen damit natürlich sehr ölig aus, aber keine Sorge nach der Haarwäsche ist alles wieder in Ordnung.

3. Haaröl

Für spröde Spitzen ist Kokosöl auch hervorragend geeignet. Damit kann man auf die herkömmlichen Haaröle aus Drogerie und Co. verzichten. Anwendung: Eine sehr kleine Menge (bloß nicht zu viel nehmen, sonst sieht es fettig aus!) in die Handflächen geben und so lange verreiben, bis das Kokosöl schmilzt. Vorsichtig mit den Fingern das Öl in die Haarspitzen geben. Hierbei ist weniger mehr.

4. Bodylotion und Gesichtscreme

Nach dem Duschen und Rasieren ist Bodylotion unverzichtbar. Nachdem meine alte leer gegangen ist habe ich gedacht ich probiere mal aus, ob sich vielleicht auch das Kokosöl zum Eincremen eignet. Siehe da, es funktioniert hervorragend! Sogar gereizte Hausstellen fühlen sich danach wieder viel angenehmer an und die Haut ist super geschmeidig. Anwendung: Eine walnussgroße Menge Kokosöl in die Handflächen geben und so lange verreiben, bis es anfängt zu schmelzen. Nun könnt ihr euch ganz normal eincremen, wie ihr es bisher gewohnt seid. Das Öl noch kurz einwirken lassen, bis es eingezogen ist und dann könnt ihr euch anziehen. Auch für’s Gesicht ist Kokosöl ganz toll.

Kokosöl

Jetzt würde mich mal interessieren, ob und wie ihr Kokosöl nutzt und ob ihr vielleicht noch weitere alternative Hausmittelchen kennt. Lasst mir doch gerne euren Kommentar dazu da!

Während des Schreibens dieses Beitrages habe ich das Gefühl, dass ich euch noch viel mehr darüber erzählen möchte. Was bewegt mich, wie setze ich Nachhaltigkeit und Achtsamkeit im Alltag um und welche weiteren Tipps und Tricks habe ich. All das ist für mich einfach so präsent, dass ich es ungerne aus meinem Blog heraushalten möchte. Vielleicht kommt nicht sofort so unheimlich viel Content dazu, aber nach und nach wird sich die Kategorie sicherlich füllen. Was haltet ihr davon?

Bis bald ihr Lieben!

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4 Kommentare

  1. Liebe Corinna,
    frag mich nicht warum, aber bisher habe ich Kokosmus gedanklich immer in die Brotaufstrich-Ecke à la Nutella & Co. gepackt. Deshalb wäre ich niemals auf die Idee gekommen, mich damit abzuschminken 🙂 Aber jetzt werde ich mir tatsächlich ein Glas kaufen und es direkt ausprobieren.
    Den Tipp mit der Haarmaske beim Laufen finde ich ja auch genial! Danke dafür.
    Ich selbst nutze Kokosöl sehr gerne auch zur Lippenpflege. Es trocknet die Lippen nicht so sehr aus und hat dazu noch einen angenehmen Geschmack.
    Liebe Grüße
    Nadine

    • Hey Nadine,
      ja manchmal da hat man gar nicht auf dem Schirm was sich noch alles mit bestimmten Produkten anstellen lässt 😀 Ich bin gespannt was du erzählst und hoffe es gefällt dir genauso gut wie mir! Als Lippenpflege nutze ich Kokosöl auch ab und zu. Ist echt sehr angenehm! Das Kokosmus kannst du während des Aschminkens auch als Lippenpeeling nutzen, dann das Öl drauf und du hast butterzarte Kokoslippen 😉

      Lieben Gruß
      Corinna

  2. Hi, einen schönen Blog hast du!
    Mit kokosöl lässt sich super „olziehen“ (detox und zahnpflege) und nicht nur nach sondern auch vor der rasur (statt schaum etc). Ich musste kokosöl als gesichtspflege leider absetzen, es war zu reichhaltig und überpflegte meine haut. Aber ich liebe es!!
    LG

    • Schön, dass der Blog dir gefällt!
      Ja über Ölziehen habe ich auch schon viel gelesen und wollte es mal ausprobieren. Scheint ja wirklich viele Vorteile mit sich zu bringen. Als Rasierschaum ist mir die Verwendung von Kokosöl ganz neu. Danke für den Tipp! Nach dem Rasieren benutze ich es immer aber ich kann mir gut vorstellen, dass es das Rasieren auch nochmal angenehmer gestaltet. Vor ein paar Wochen bin ich auch darauf gestoßen, dass Kokosöl die Haut überpflegen kann. Wie hat sich das bei dir bemerkbar gemacht? Ich überlege derzeit nämlich, ob ich Kokosöl als Hautcreme weiter verwende, oder es ersetze. Mit allem anderen bin ich aber nach wie vor super happy 🙂

      LG!

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