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#Glücksreise – Bali

Heute entführe ich euch mal wieder in die weite Ferne und zeige euch das wunderschöne Bali. Bali war das zweite Ziel auf unserer Reise und wohl auch das Ziel über das ich im Vorfeld am meisten gehört und gelesen habe. Das schürt zum Einen eine große Vorfreude, aber teilweise auch eine etwas andere Erwartungshaltung. Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein: das Bali was sich auf Instagram und den Social Media Kanälen befindet ist nicht das Bali, welches ich kennengelernt habe. Das hat den einfachen Grund, dass all die Smoothie Bowls, healthy Lunch Bowls und Traumlokale genau dort sind wo die größten Touristengebiete sind. Genau dort, wo wir uns eher nicht aufgehalten haben und wo die Einheimischen nicht leben.

Unser Plan war Bali möglichst authentisch kennenzulernen und das haben wir glaube ich ganz gut geschafft. Na klar haben wir auch Unternehmungen gemacht, die viele andere Touristen wahrgenommen haben, aber die Balance zwischen Tradition und Tourismus haben wir ganz gut gehalten. Optimal war auf jeden Fall die Unterkunft in zwei Airbnb Villen. Eine in Canggu (am Meer) und eine in Ubud (im Landesinneren). Das war eine perfekte Kombination und so konnten wir viel sehen. Die Villen waren super ausgestattet mit Pool, tollen Bädern mit Freiluft-Duschen und freundlichen Angestellten die uns jeden Morgen Frühstück machten. Bali ist eine wunderschöne Insel, auf der sich so viel entdecken lässt und ich glaube ich könnte Monate auf Bali verbringen bis ich alles gesehen hätte. Zehn Tage waren definitiv viel zu kurz.

Zumal ich sagen muss, dass man ersteinmal gute sieben bis zehn Tage braucht, um komplett auf der Insel anzukommen – vorausgesetzt es ist das erste Mal Asien für einen selbst. Es sind so viele neue Impressionen die auf einen einprasseln, die man ersteinmal verarbeiten muss. Schon am Flughafen warteten gefühlt 1000 Fahrer auf die ankommenden Gäste, die ihre Dienste anboten. Da musste man schon aufpassen, das einem nicht gleich der Koffer abgenommen wurde. Gut, dass wir unseren Fahrer bereits organisiert hatten. Das hat die Ankunft um einiges entspannter gemacht. Zum Taxifahren sei gesagt, dass ich immer ein Blue Bird Taxi empfehlen würde. Diese haben einen Taxameter und die Preise sind fair. Beim Handeln für kürzere Strecken kommt am Ende meist immer ein schlechterer Preis heraus.

# Glücksreise - Bali

#Glücksreise - Bali

Eine weitere Umstellung sind die vielen frei laufenden Hunde (Achtung Tollwutgefahr, also nicht zu viel kuscheln!), Kakerlaken, Mosquitos und dass man zu Fuß recht schlecht Distanzen zurück legen kann. Außerhalb der Touristengebiete gibt es kaum bis keine Gehwege. Da spaziert man schon schnell mal im Dunkeln an der Landstraße entlang und hofft nicht überfahren zu werden. Eine Taschenlampe ist ein absolutes Muss!

Der Verkehr ist absoluter Wahnsinn auf Bali. Wer als erstes hupt hat Vorfahrt, Ampeln werden überbewertet und es sind ungefähr zu 80% Roller unterwegs die bis zu fünf Personen oder ganze LKW Ladungen transportieren. Getankt wird aus Wodkaflaschen an der Straßenecke und schneller als 50 kmh kann man kaum fahren. Nach einer Eingewöhnungsphase stellt man aber ganz schnell fest, dass der Verkehr trotzdem reibungslos funktioniert – naja bis auf die vielen Staus. Alle nehmen Rücksicht aufeinander und wenn dann sind es die Touristen, die leider immer wieder in kleinere Unfälle verwickelt sind. Wir sind in der Zeit nie Roller gefahren, da wir sechs Leute waren und ein Fahrer für den Tag preislich deutlich besser für uns war. Nächstes Mal würde ich aber auch einen Roller mieten, da man damit einfach viel flexibler ist. Wenn es schon keine Gehwege gibt, dann ist ein Roller unabdingbar um auch kleinere Distanzen zu überwinden.

Mit dem Essen ist das auch so eine Sache. Der Spruch „cook it, peel it or forget it“ ist absolut goldwert. Wenn ihr „Bali Belly“ vermeiden möchtet, dann seid vorsichtig wo und was ihr esst. Es sollte auf jeden Fall durchgegart sein und lieber bestellt ihr Getränke immer mit „no ice“, bevor euch es danach böse erwischt. Auch beim Zähneputzen haben wir lieber zu Trinkwasser gegriffen, da das Wasser aus dem Hahn nicht so sauber ist wie wir das in Deutschland gewohnt sind. Da muss sich unser sensibeles Magen-Darm-System echt ersteinmal dran gewöhnen.

Wenn ihr auf Bali seid, dann lasst euch unbedingt auf die Kultur und die Menschen ein. Es waren alle so super gastfreundlich und herzlich und wir haben tolle Dinge miterlebt, wie Galungan und Kuningan. Die Menschen freuen sich, wenn ihr euch für deren Kultur interessiert und heißen euch jederzeit willkommen. Der schönste Moment war, als wir einen Tag vor dem hinduistischen Neujahr im Gunung Kawi Tempel waren. Zahlreiche Familien waren vor Ort, in ihren bunten Gewändern, bereiteten das Festessen zu und überall liefen die Kinder herum. Es war so feierlich und gleichzeitig so geheimnissvoll, da ich nur das wenigste davon verstand was dort vor sind ging.

#Glücksreise - Bali

#Glücksreise - Bali

Trotz der vielen Punkte, auf die man sich zunächst einlassen muss und die vielleicht etwas abschreckend wirken, ist Bali eine Reise wert! Die Natur und Landschaft ist wunderschön, die Menschen unheimlich freundlich und das Essen sehr lecker (wenn auch in den traditionellen Lokalen veganes Essen Mangelware ist). Ich könnte noch so viel mehr über Bali erzählen, aber befürchte, dass dieser Beitrag dann nie ein Ende nimmt. Deswegen möchte ich euch kurz und knapp meine absoluten Tipps für eure nächste Balireise erzählen.

1. Wenn ihr in Canggu seid, dann kann ich euch sehr das Nude empfehlen. Dort gibt es super leckeres und gesundes Essen, guten Kaffee und frische Smoothies.

2. Wir hatten durch eine Freundin die Möglichkeit ein typisch balinesisches Haus anzuschauen und das war so großartig. Jede Familie hat ihren eigenen Tempel und kleinere Schreine im Garten, wo familiäre Feste zelebriert werden. Solltet ihr die Chance erhalten euch solch ein Haus anzusehen, dann nutzt sie auf jeden Fall!

3. Tanah Lot ist ein sehr schöner Tempel mitten im Meer. Man gelangt nur bei Ebbe dort hin und kann dann aus einer heiligen Quelle trinken und sich damit das Gesicht waschen. Dafür werdet ihr mit Gesundheit und ewiger Jugend belohnt. Das ist doch mal ein Deal, oder? Wer mag kann noch die holy snake streicheln. Eine Seeschlange, die in einem Loch in einer kleinen Höhle liegt und von einem Priester bewacht wird.

4. Massage in der eigenen Villa. Das klingt nach einem absoluten Traum, oder? Mit Sicherheit unbezahlbar. Nicht auf Bali! Ihr könnt euch für umgerechnet 15 € eine Stunde lang massieren lassen und bekommt dann noch eine Gesichtsbehandlung dazu. Das wäre hier nie möglich und daher musste ich die Chance einfach nutzen und mir ein bisschen Wellness gönnen.

5. Gunung Kawi war mit Abstand der schönste Tempel, den ich auf Bali gesehen habe – und wir haben wirklich viele gesehen! Der Weg dorthin, über zahlreiche Treppen, lohnt sich sehr und ich empfehle euch etwas Zeit dort zu genießen und die Seele ein wenig baumeln zu lassen.

6. Die Tegalalang Reisterassen kennt glaube ich jeder. Aber das aus einem guten Grund! Die Weite war atemberaubend und das satte Grün der Pflanzen wunscherschön. Nehmt euch gutes Schuhwerk mit, da es so gut wie keine befestigten Wege gibt. Ausreichend Wasser ist auch sehr zu empfehlen. Ich glaube wir haben bis dahin noch nirgendwo so doll geschwitzt wie in den Reisterassen. Das stehende Wasser in den Plantagen in Kombination mit den Sonnenstrahlen lässt die Reisterassen zu einer echten Sauna werden.

7. Ein besonderes Dinner bekommt ihr im Bebek Tepi Sawah in Ubud. Das Restaurant ist in einer wahnsinnig schönen Anlage und auch das Essen ist unheimlich lecker.

8. Für Abenteurer ist Rafting bei Ubud ein absoluter Tipp. Das hat sooo viel Spaß gemacht und ihr seht die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive. Die Angst vor Seeschlangen habe ich auch ganz kurz weggesteckt und bin in den Fluss gesprungen, um unter einen Wasserfall zu schwimmen. Ein sehr schönes Erlebnis.

Wie gesagt gibt es noch so viel mehr zu erleben und ich kann mir sehr gut vorstellen ein weiteres Mal nach Bali zu fliegen. Dann vielleicht eher in den Süden, da sich dort die wenigen „Traumstrände“ verstecken die Bali zu bieten hat. Lombok und die Gilis sind sicherlich auch sehr sehenswert. Ach ja, mein Bali war zwar nicht das Instagram Bali, welches ich erwartet hatte aber es war trotzdem einzigartig und wunderbar.

Bis bald ihr Lieben!

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