Fitness, Fitness Tipps
Schreibe einen Kommentar

Warum ich Sport mache

Sport habe ich schon immer gerne gemacht. Ballet, Leichtathletik, Basketball, Fußball oder Schwimmen. All diese Sportarten habe ich irgendwann in meinem Leben schonmal gemacht. Das eine länger, das andere kürzer – das eine mit mehr Leidenschaft, das andere mit weniger. Besonders erfolgreich war ich im Schwimmen. Drei bis vier Trainingseinheiten in der Woche, am Wochenende (samstags und sonntags) Schwimmwettkämpfe und immer hatte ich eigentlich ein Plätzchen auf dem Treppchen sicher. Das war auch die intensivste und längste Zeit, in der ich eine bestimmte Sportart betrieben habe.

Rückblickend war das eine super Zeit, aus der ich so viel mitnehmen konnte. Sei es Teamgeist, Ehrgeiz und Disziplin oder auch ein gutes Körpergefühl. Trotzdem gab es nicht gerade wenig Tage an denen ich so gar keine Lust auf das Training hatte. Tage an denen ich mich mit meinen Eltern gestritten habe, ob ich zum Training gehe oder nicht und an denen ich ans Aufgeben gedacht habe. Zum Glück aber, haben mich meine Eltern immer unterstützt, motiviert und gefördert, sodass ich erst kurz vor der Oberstufe ganz mit dem Schwimmen aufgehört habe. Damit waren etwa sieben Jahre Wettkampftraining auf einmal vorbei.

Danach ist nicht mehr viel passiert. Ein paar erfolglose Anmeldungen im Fitnessstudio, Konzentration auf das Abitur, eine Ausbildung und neue berufliche Herausforderungen. Erst seit gut eineinhalb Jahren habe ich wieder mit dem Sport angefangen. Und über diesen Entschluss bin ich jeden Tag aufs Neue super glücklich! Dieses Mal hängt aber keine Mitgliedschaft im Verein damit zusammen, oder irgendwelche Wettkämpfe auf die ich hin trainiere. Nein, dieses Mal mache ich all das aus Eigenmotivation und ganz alleine für mich.

Aber warum mache ich eigentlich Sport?!

Ich glaube für die meisten ist die größte Hürde überhaupt erst mit dem Sport anzufangen. Ist diese geschafft, heißt es dran bleiben, Motivation zeigen und nicht aufzugeben. Die schwierigste Phase überhaupt. Sobald diese überwunden ist kann man mit sich selbst Erfolge feiern, Ergebnisse sehen und immer ein Stückchen stolzer auf sich selbst sein. Es gibt viele Gründe mit dem Sport anzufangen und dem Ganzen eine Chance zu geben. Heute möchte ich mit euch die fünf Dinge teilen, die mich jedes Mal aufs Neue antreiben, mir Spaß und Motivation bringen und aus Sport eine Leidenschaft gemacht haben.

1. Energie

Seit dem ich Sport treibe, habe ich deutlich mehr Energie. Ich habe Lust auch abends nach einem langen Arbeitstag noch laufen zu gehen, habe das Gefühl noch etwas machen zu müssen, als lieber auf der Couch zu sitzen.  Meinem Körper einfach etwas Gutes tun. Ich fühle mich selten antriebslos, überstehe lange Arbeitstage oder -wochen ohne total am Ende zu sein und habe sogar auch dann noch Lust Sport zu machen. Zudem ist mein innerer Schweinehund nur noch ganz selten anwesend. Jeden Tag denke ich daran welchen Sport ich heute machen könnte und gehe mittlerweile sehr stark nach meiner eigenen Lust und Laune. An manchem Tagen muss ein kurzer Lauf einfach noch drin sein, an anderen Tagen möchte ich ein Beintraining machen und manchmal da braucht es auch einfach mal gar nichts sein. Und wenn ich dann meine ganzen Energiereserven beim Sport rauslassen kann, mich so richtig auspower und neue Rekorde breche, ist das einfach ein unheimliches Glücksgefühl für mich!

2. Fitness

Kennt ihr auch diese älteren Menschen, die noch total fit durch die Fußgängerzone laufen, jeden noch so schweren Meter zu Fuß bewältigen oder fleißig in ihrem Schrebergarten arbeiten? Jedes Mal, wenn ich diesen Menschen begegne denke ich mir: so will ich auch mal sein, wenn ich alt werde! Ich möchte auch dann noch selbstbestimmt Dinge machen, auf meinen eigenen Beinen stehen und das Leben genießen. Ich möchte auch dann noch reisen, verschiedene Länder und Städte sehen und nicht eingeigelt ein meinen vier Wänden die Zeit an mir vorbei laufen sehen. Ja das ist ein sehr langfristiges Ziel, welches noch weit weit weg ist. Aber ist es nicht gerade deswegen ein total motivierender Grund jetzt die Chance zu nutzen und darauf hinzuarbeiten? Als ich am vorletzten Wochenende am 10 Kilometer Lauf teilgenommen habe waren auch so viele ältere Menschen dabei, die ich regelrecht bewundert habe. Irgendwann möchte ich mich mit 60+ auch zwischen die vielen jungen Teilnehmer stellen und beweisen, dass Bewegung, Sport und gesunde Ernährung eine langfristige Investition in den eigenen Körper sind.

3. Ehrgeiz, Disziplin und Wettkampf

Wer hier schon eine Weile mitliest, wird gemerkt haben, dass ich ein kleiner Wettkampfsportler bin. Neben den vielen tollen Benefits wie mehr Energie, langfristige Fitness oder ein balanciertes Lebensgefühl, möchte ich mich auch selbst immer wieder herausfordern. Ich bin fasziniert davon, zu was der menschliche Körper in der Lage ist und zu welchen Erfolgen man sich selbst bringen kann. Genau deswegen versuche ich mir immer wieder neue Ziele zu stecken und nicht „einfach nur so“ ein bisschen Sport zu machen. Ich brauche die Erfolge, die Entwicklung und kann mich dadurch jedes Mal aufs Neue zu Höchstleistungen motivieren. Ich möchte sehen wie weit ich selbst noch komme und was ich erreichen kann. Dazu gehören natürlich viel Disziplin und eigener Ehrgeiz. Nicht nur für den Sport zwei ganz wichtige Dinge. Auch im Berufsleben oder für das Erreichen eigener Lebensziele sind eine gesunde Portion Ehrgeiz und Diszipin unabdingbar. Heimlich träume ich ja davon irgendwann mal einen Marathon zu laufen. Dies laut auszusprechen traue ich mich aber fast nicht, da ich riesigen Respekt davor habe. Ich bewundere alle Menschen, die dies bereits geschafft haben und über ihre eigenen Grenzen hinaus gegangen sind.

4. Körpergefühl

Der gängiste Grund mit dem Sport anzufangen ist sicherlich die Verbesserung des eigenen Körpergefühls. Dabei sollte es nicht nur darum gehen abzunehmen, unendlich viele Muskeln aufzubauen oder seinem Idol näher zu kommen. Vielmehr ist es die Zufriedenheit mit sich selbst, das Kennenlernen der eigenen Grenzen und Stärken und die Achtsamkeit im Umgang mit dem eigenen Körper. Mit sich selbst im Reinen zu sein und sich wohl zu fühlen, das sollten die Ziele sein auf die wir hin arbeiten. Und genau das ist wahrscheinlich das Schwierigste von allen möglichen Zielen. Auch ich bin noch nicht ganz dort angekommen, aber ich arbeite weiter fleißig darauf hin. Und ich glaube umso mehr man sich darauf fokussiert achtsam mit sich selbst umzugehen und immer im Hinterkopf zu haben, dass niemand jemals perfekt für alle sein wird, sollte das Ziel doch irgendwann zu erreichen sein. Ihr müsst nur pefekt für euch selber sein!

5. Kopf ausschalten

Natürlich hilft Sport auch dabei den Kopf komplett auszuschalten, alles auf Reset zu setzen und die Gedanken neu zu ordnen. Es gibt für mich nichts besseres als nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag die Laufschuhe zu schnüren, raus zu gehen und eine große Runde zu drehen. Dann kann ich alle Gedanken frei lassen und mich irgendwann einfach nur noch auf das Laufen konzentrieren. In diesen Momenten wirkt all der Stress so unwichtig und oft liegt die Lösung eines Problems schon hinter der nächsten Kurve. Seit ein paar Wochen gehe ich ja auch zusammen mit meinem Mann laufen und dabei genieße ich es besonders 45 Minuten Zeit ganz alleine miteinander verbringen zu können. Kein Handy, kein Internet, kein TV. Einfach Zeit sich zu unterhalten, Sport zu machen und frische Luft zu atmen. Das ist manchmal besser als ein Kurzurlaub. Mit Sport entscheidet ihr ganz alleine wann und wo ihr für ein paar Minuten aus der Realität ausbrechen möchtet und euch komplett auf euch selbst konzentiert.

Es gibt sicherlich noch unzählige weitere Gründe aus denen Menschen anfangen Sport zu betreiben. Wichtig ist, dass ihr selbst eure eigenen definiert und nicht nur nach denen anderen schaut. Denn nur wenn ihr für euch genau wisst warum ihr Sport machen wollt, werdet ihr auf Dauer dran bleiben und einen eigenen Lebensstil damit entwickeln. Energie, langfristige Fitness, Ehrgeiz & Disziplin, ein gutes Körpergefühl und die Möglichkeit den Kopf auch mal ausschalten zu können, sind genau die fünf Dinge, die ich so sehr schätze.

Was ist denn euer Grund Sport zu machen oder wo liegen vielleicht eure Hürden überhaupt damit anzufangen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.