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Waldmeistersirup

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Waschbär entstanden

Ein eigener Kräutergarten ist ganz bestimmt das Träumchen Vieler. Ich habe schon des Öfteren versucht mir ein paar Kräuter auf dem Balkon zu züchten, aber irgendwie hat dies nie wirklich gut geklappt. Ein Grund dafür ist definitiv mein fehlender grüner Daumen. Ich liebe Pflanzen und hätte am liebsten ganz viele in der Wohnung stehen, aber überleben tun die Guten dann doch nicht wirklich lange. Daher findet ihr bei mir zu 90% Grünpflanzen die sehr pflegeleicht sind, sich selten über zu wenig Wasser beklagen und auch ohne Blüten sehr ansehnlich ausschauen. Farbe bringen meine bunten Schnittblumen rein. Die halten ja eh nur eine Woche und können dann wieder gegen frische neue ausgetauscht werden. Die erste Pflanze die uns gut überlebt hat ist unsere Tomate auf dem Balkon gewesen. Ein großer Schwall Wasser am Morgen und am Abend und schon ist das Pflänzchen glücklich. Sobald die ersten Tomaten reif werden brauchen wir auch gar nicht mehr in den Supermarkt stiefeln und welche kaufen. Das ist echt unglaublich wieviel man von einer einzelnen Pflanze ernten kann. Dieses Jahr sind dann noch ganz viele Erbeerpflanzen dazu gekommen. Auch hier konnten wir schon richtig große und leckere Früchte ernten. Auf Instagram habe ich euch ein Foto davon gezeigt. Wir haben uns so gefreut, dass die Erdbeerpflanzen uns anscheinend auch sehr gerne mögen. Als Waschbär mich dann gefragt hat, ob ich vielleicht noch Platz für ein paar Kräuter auf dem Balkon habe, fühlte ich mich bereit dem Projekt Kräutergarten eine zweite Chance zu geben. Gesagt, getan, jetzt befindet sich ein wunderbarer Kräutergarten auf meinem Balkon mit sechs verschiedenen Sorten und unter anderem einem wundervollen Waldmeister. Und was soll ich sagen…den Plänzchen geht es total prima! Alle leuchten saftig grün, wachsen um die Wette und machen mir so Lust auf Sommer. Das Beste daran, die Kräuter haben Bio-Qualität und das Wurzelwerk ist so kräftig gewachsen, dass sie sogar so Menschen wie mich – ohne grünen Daumen- überleben. Was nur tun mit dem hübschen Grün? Da ich noch nie Waldmeistersirup selbst gemacht habe, wollte ich dies unbedingt nachholen. Es geht erstaunlicher Weise super easy und ihr braucht gar nicht viel dafür. Natürlich solltet ihr irgendwo frischen Waldmeister auftreiben, aber ansonsten müsste alles Zuhause sein.

Waldmeistersirup

Zutaten:
1 Bund frischer Waldmeister
250 ml Wasser
100 g Rohrohrzucker

Zubereitung:
1. Den Waldmeister ernten, abwaschen und für mindestens ein bis zwei Tage lufttrocknen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.
2. Das Wasser mit dem Rohrzucker aufkochen und so lange köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst ist.
3. Die Blätter vom Waldmeister abzupfen und in die Wasser-Zucker-Mischung geben. Bitte achtet darauf, dass keine Stängel hineinkommen, da der Sirup ansonsten bitter werden kann.
4. Den Sirup in den Kühlschrank stellen und mindestens ein bis zwei Tage ziehen lassen. Schmeckt zwischendurch am besten ab, ob der Geschmack für euch intensiv genug ist.
5. Die Waldmeisterblätter vor dem Herausnehmen gut ausdrücken und dann aus dem Sirup entfernen.
6. Alles nochmal kurz aufkochen lassen und dann in ein sauberes Glas abfüllen und zuschrauben. Den Waldmeistersirup könnt ihr prima im Kühlschrank lagern.

Für den gewissen Kick könnt ihr auch noch etwas Zitrone in den Sirup geben und mit den Waldmeisterblättern ziehen lassen. Dafür etwa drei bis vier schmale Scheiben einer Bio-Zitrone in den Waldmeistersirup geben.
Wundert euch im übrigen nicht, dass der Waldmeistersirup nicht richtig grün ist. Das was ihr im Handel findet ist leider alles mit Lebensmittelfarbe versetzt. Echter Waldmeister ist eigentlich fast klar in der Farbe. Ich wollte meinen Sirup nicht noch zusätzlich grün färben, könnt ihr aber gerne im Anschluss machen.

Waldmeistersirup

Den Waldmeistersirup habe ich auch direkt weiter genutzt und in einem Nachtisch verarbeitet. Der ist sooo lecker und fotogen geworden, dass ich ihn natürlich auch direkt für euch abgelichtet habe. Das Rezept dazu folgt dann nächste Woche 😉

Habt ihr denn auch schonmal Waldmeistersirup selbst gemacht? Holunderblütensirup steht ja auch noch auf meiner To Do Liste, aber ich glaube den kann ich erst im nächsten Jahr abhaken.

Bis bald ihr Lieben!

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3 Kommentare

  1. Liebe Corinna,
    das ist ja mal eine tolle Idee.
    Mein Kräuter von Waschbär wachsen und gedeihen genau so super. Ich bin total begeistert.
    Vor allem der Waldmeister ist mittlerweile so buschig, das ich gar nicht wer weiß wohin damit.
    Danke für das Rezept – ich werde ihn gleich mal verarbeiten 😀
    LG & drück dich
    Steffi

  2. Story of my life 😀 Bei mir auf dem Balkon standen letztes Jahr auch noch Tomaten. Dieses Jahr wurde das Regal von Erdbeeren eingenommen. Noch diese Woche bin ich am Kräuterregal im Supermarkt vorbei gegangen und hatte im Vorbeilaufen Waldmeister entdeckt. Ich war gleich total faziniert. Den gibt es nämlich sonst nicht. Ich wusste aber nicht so ganz auf Anhieb was ich damit anfangen soll und habe ihm deshalb da gelassen. Jetzt bereue ich es. Wie schade. Muss ich wohl gleich Montag schauen, ob noch ein Töpfchen da ist :p

    Ganz liebe Grüße,

    Anna

    • Oh neeeiiiin! Geh unbedingt nochmal zurück und pack dir ein Pflänzchen Waldmeister ein 🙂 Ich drücke die Daumen, dass du noch einen findest. Bald ist die Zeit dafür ja leider auch schon wieder vorbei. Ich werde ich den nächsten Tagen auf jeden Fall noch einiges an Limonade zubereiten, bevor all die feinen Kräuter um sind.

      Lieben Gruß!

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