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Veganes Erdbeer Seidentofu Dessert

Seit mittlerweile vier Monaten ernähre ich mich vegan. Vier Monate in denen ich unglaublich viele neue Sachen ausprobiert habe und jedes Mal aufs Neue überrascht bin wie vielfältig die Küche sein kann. Zusätzlich zu den vielen neuen Lebensmitteln in meiner Vorratskammer, finde ich sogar so langsam Gefallen am Kochen. Eine Sache, die mich früher in den Wahnsinn getrieben hat und ich mit Schweißperlen vorm Herd stand. Irgendwie war es genau die richtige Entscheidung umzusatteln und ich habe es bis jetzt noch keinen Tag bereut! Zugegeben, wenn mich die leckeren Kuchen und Torten in der Auslage beim Konditor anschauen bin ich schon ein wenig traurig, aber schnell die Gedanken gesammelt und schon weiß ich wieder warum ich den Schritt gemacht habe.

Tofu ist auch so eine Zutat, die ich früher nur sehr selten gekauft habe. Geschweige denn Seidentofu. Dass sich daraus Desserts zubereiten lassen habe ich mal gehört. Es selbst auszuprobieren, davor habe ich mich lange Zeit gedrückt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein leckerer Nachtisch nach dem Abendessen serviert werden sollte. Quark, Milch, Sahne, Joghurt und Co. kamen nicht in Frage, was also tun? Zufällig lächelte mich da mein Seidentofu aus dem Kühlschrank an. Also habe ich dem ganzen eine Chance gegeben und ein veganes Erdbeer Seidentofu Dessert gezaubert.

Leute, ihr glaubt gar nicht wie lecker das war! Mein Mann hat die Idee anfangs für sehr bedenklich und verrückt gehalten, war am Ende dann aber auch restlos begeistert. Das wird definitiv nicht unser letztes Dessert mit Seidentofu gewesen sein. Als Schokocreme kann ich mir das auch richtig gut vorstellen. Mmmmh!

Erdbeer_Seidentofu_Dessert

Zutaten:
300 g Seidentofu
100 g frische Erdbeeren
100 g TK Erdbeeren
12 EL Waldmeistersirup (Probiert am besten vorher wie stark eurer ist und nehmt ggf. lieber etwas weniger, damit das Dessert nicht nur nach Waldmeister schmeckt.)
1 Bio Zitrone
Minzblätter

Zubereitung:
1. Den Seidentofu, die Erdbeeren (frische & gefrorene) und den Waldmeistersirup in ein Mix Gefäß geben und so lange pürrieren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Es sollten keine Erdbeerstückchen mehr vorhanden sein.
2. Die Masse in kleine Serviergefäße füllen und etwa 30 Minuten ins Eisfach stellen. So wird die Konsistenz etwas fester.
3. Nach dem Abkühlen das Erdbeer Seidentofu Dessert mit ein bisschen Zitronenschalenabrieb, Erdbeeren und Minze garnieren.

Erdbeer Seidentofu Dessert

Der Waldmeistersirup im Rezept ist im Übrigen mein selbst hergestellter. Hier findet ihr nochmal das Rezept dazu. Ansonsten könnt ihr natürlich auch fertigen verwenden. Da dieser glaube ich etwas kräftiger schmeckt, solltet ihr mit der Dosierung allerdings vorsichtiger sein.
Wer Lust hat kann daraus auch prima ein Eis machen. Dafür die Masse einfach länger einfrieren und alle 15 Minuten umrühren, damit keine Eiskristalle entstehen. Bei dem aktuellen Wetter wäre das echt eine perfekte Abkühlung!

Die Erdbeeren im Dessert – bis auf die eingefrorenen – sind sogar auch selbst angebaut und geerntet. Wir haben uns in diesem Jahr mehrere kleine Erdbeerpflanzen für den Balkon geholt und sobald ein paar Sonnenstrahlen rauskommen, können wir unzählige reife Erdbeeren pflücken. Man kann ihnen förmlich beim Reifen zusehen, so schnell geht das! Ich würde mal sagen, das ist ein Rezept mit einer ziemlich guten Öko Bilanz. Wenn ich jetzt noch Tofu selbst herstellen könnte…

Habt ihr denn schonmal ein Dessert aus Seidentofu gemacht?

Bis bald ihr Lieben!

6 Kommentare

  1. Isabella sagt

    Ich hab auch erst vor kurzem zum ersten Mal Seidentofu ausprobiert und bin schwer begeistert! Sowohl die Schokomousse, die ich zusammengeworfen habe, als auch der Mango-Lassi hatten mich überzeugt. 😀 Ich war ja echt skeptisch. Aber allein die Konsistenz ist schon genial!
    Dein Dessert sieht auch echt gut aus. Muss ich mal probieren, wenn ich das nächste Mal Seidentofu in die Hände kriege 🙂

    • Mango-Lassi hört sich suuuper an! Ich glabe das werde ich diesen Sommer noch ausprobieren 🙂
      Eine Schokomousse wird auch noch gemacht. Es ist echt genial was sich aus so ein bisschen Seidentofu machen lässt *hehe*

  2. Seidentofu…ja wir haben usn auch schon kennen gelernt, aber irgendwie war das kein prickelndes Date.
    Nach deinem Post habe ich aber entschieden, dass ich ihm nochmal eine Chance gebe – jeder hat ja eine zweite Chance verdient 😉
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Mach das auf jeden Fall! Ich hoffe, dass dich das Rezept überzeugen kann 🙂 Es hat überhaupt nicht „tofuig“ geschmeckt, sondern einfach prima fruchtig. Nomnom…

    • Ja, so einfache Rezepte sind oft die besten. Mit ein bisschen Kreativität lässt sich so viel machen. Manchmal fehlen einfach nur die Ideen 🙂

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